# taz.de -- Iran-USA-Krieg: US-Militär: Angegriffener iranischer Öltanker versenkt
       
       > Die USA wehren Angriffe auf ihre Kriegsschiffe ab. Im Gegenzug schalten
       > sie bei Attacken drei Tanker aus. Einer soll nun am Meeresgrund liegen.
       
 (IMG) Bild: Die Kriegshandlungen spielen sich vor allem hier ab: die Meerenge von Hormus
       
       dpa | Ein von den USA angegriffener iranischer Öltanker ist nach Angaben
       des US-Militärs im Golf von Oman gesunken. Das Versenken der „M/T Kylo“ sei
       der „Präzision und der Professionalität“ der US-Soldaten zu verdanken,
       erklärte das zuständige US-Regionalkommando Centcom in der Nacht auf der
       Plattform X. Der Tanker war demnach nicht mit Öl beladen. Ein vom
       US-Militär veröffentlichter Videoclip schien das getroffene Schiff zunächst
       mit Schlagseite zu zeigen, dann ging es unter.
       
       [1][Das US-Militär hatte bereits am Samstag mitgeteilt], drei iranische
       Öltanker angegriffen zu haben. Das Schiff „M/T Kylo“ sei dabei an „mehreren
       entscheidenden Stellen“ getroffen worden, um es unbrauchbar zu machen. Die
       Besatzung sei zuvor angewiesen worden, den Tanker zu verlassen, hieß es.
       Die Angaben des Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
       
       ## Iran greift US-Kriegsschiffe an
       
       [2][Dem US-Militär zufolge stellten die Angriffe Vergeltung für „mehrere“
       Attacken der Iraner auf amerikanische Kriegsschiffe in der Region dar.] Die
       Iranischen Revolutionsgarden feuerten demnach mit ballistischen Raketen auf
       einen US-Flugzeugträger und einen Zerstörer. Die Schiffe hätten ausweichen
       können, es habe keine Verletzten gegeben, teilte Centcom mit.
       
       Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden
       ebenfalls von den Angriffen auf die US-Kriegsschiffe. Diese seien dadurch
       zur Flucht gezwungen worden, so die Lesart in Teheran. Das Einräumen der
       Angriffe durch Centcom zeige die Offensivkraft der Revolutionsgarden und
       das Scheitern der amerikanischen Aggressoren, berichtete etwa die
       Nachrichtenagentur Tasnim. Die iranischen Angaben zu den Folgen der
       Angriffe ließen sich zunächst ebenfalls nicht unabhängig überprüfen.
       
       ## US-Angriff auf Tanker vor strategisch wichtiger Insel Kharg
       
       Einer der beiden anderen vom US-Militär angegriffenen Tanker befand sich
       laut US-Militär vor der für den iranischen Ölexport bedeutenden Insel Kharg
       im Persischen Golf, das dritte Schiff demnach im Golf vom Oman. Die beiden
       Tanker seien durch den Beschuss dauerhaft unbrauchbar geworden, hieß es.
       
       Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte.
       Berichten zufolge werden dort mehr als 90 Prozent der iranischen Exporte
       abgewickelt. Diese stellen für die Regierung in Teheran im Normalfall die
       wichtigste Einnahmequelle dar. Aktuell kann Iran wegen einer US-Seeblockade
       kaum Öl exportieren. Iran wiederum blockiert mit Angriffen und Drohungen
       weitestgehend den Transit von Schiffen durch die Straße von Hormus. Die
       Meerenge ist von großer Bedeutung für den Export von Öl, Flüssiggas und
       Dünger aus den Staaten des Persischen Golfs.
       
       Nach den Angriffen vom Samstag hatte Centcom-Kommandeur Brad Cooper die
       Revolutionsgarden mit deutlichen Worten gewarnt: „Wenn ihr auf zwei unserer
       Schiffe schießt, [3][werden wir euch noch höhere wirtschaftliche Kosten
       auferlegen] – indem wir drei eurer Schiffe ausschalten.“ Die
       US-Streitkräfte seien bereit, die zahlenmäßig begrenzte und ungeschützte
       Ölflotte Irans zu zerstören.
       
       ## US-Finanzminister: Blockade iranischer Ölexporte funktioniert
       
       Die Regierung von US-Präsident Donald Trump setzt mehr als sechs Monate
       nach Kriegsbeginn zunehmend auf wirtschaftlichen Druck, um Iran
       Zugeständnisse abzuringen. Finanzminister Scott Bessent sagte dem US-Sender
       Fox News, die Blockade iranischer Häfen funktioniere wie geplant. Der Iran
       könne aktuell kein Öl mehr exportieren. „Wir werden das Regime ersticken“,
       sagte er mit Blick auf die Regierung der Islamischen Republik.
       
       6 Sep 2026
       
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