# taz.de -- Bearbeitungsstau für Visa im Iran: Bitte warten
       
       > Iranische Studierende und Fachkräfte bekommen ihre Visa für Deutschland
       > nur schleppend. Das Auswärtige Amt macht wenig Hoffnung auf Besserung.
       
 (IMG) Bild: Deutsche Botschaft in Teheran: arbeitet wegen der Sicherheitslage im Land seit Monaten nur im Notbetrieb
       
       Schlechte Nachrichten für Iraner*innen, die in Deutschland studieren oder
       arbeiten wollen: Sie müssen noch länger auf ihre Einreisevisa warten. Das
       geht aus einer neuen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der
       Grünen im Bundestag hervor.
       
       Die taz hatte zuletzt Ende August über [1][die Situation an der Deutschen
       Botschaft in Teheran berichtet]. Wegen der Sicherheitslage im Land arbeitet
       die Vertretung in der iranischen Hauptstadt seit Monaten nur im Notbetrieb.
       Iraner*innen mit Zulassungsbescheiden deutscher Universitäten berichten,
       dass ihre Visumanträge nur langsam bearbeitet werden. Deshalb müssen sie
       ihren Studienbeginn verschieben oder absagen.
       
       Der Grünen-Abgeordnete Boris Mijatović fragte daraufhin beim Auswärtigen
       Amt nach dem aktuellen Stand. Der Antwort zufolge arbeiten Ministerium und
       Botschaft „beständig“ daran, „die Annahme- und Bearbeitungskapazitäten für
       Antragstellende auszuweiten“. Details nennt das Auswärtige Amt aber nicht.
       Es plant auch nicht, die Deutsche Botschaft in Armenien wieder für
       iranische Visumanträge einzuspannen, wie es zwischenzeitlich einmal der
       Fall war: „Eine erneute Ausweitung der Antragsbearbeitung auf andere
       Auslandsvertretungen ist momentan nicht vorgesehen.“
       
       Vorerst setzt die Botschaft in Teheran Prioritäten. Wer zum Beispiel ein
       Stipendium aus deutschen öffentlichen Mitteln erhält, bekommt sein Visum
       schneller. Andere müssen länger warten.
       
       ## Grüner fordert verlässlichen Zeitplan
       
       „Der bloße Hinweis, man arbeite an einer Ausweitung der Kapazitäten, hilft
       den Menschen nicht weiter“, sagt der Abgeordnete Mijatović. Er verweist
       darauf, dass nicht nur angehende Student*innen betroffen seien, sondern
       auch Fachkräfte wie Ärzt*innen und Apotheker*innen.
       
       Deutschland drohe „den Anschluss als attraktiver Arbeits- und
       Ausbildungsstandort zu verspielen“, sagt Mijatović weiter und fordert von
       der Bundesregierung, „endlich konkrete Maßnahmen“ zu ergreifen.
       „Zusätzliche Bearbeitungskapazitäten und ein verlässlicher Zeitplan für die
       Visaerteilung helfen den Menschen und den Unternehmen und Einrichtungen in
       Deutschland.“
       
       6 Sep 2026
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Tobias Schulze
       
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