# taz.de -- Havarierter Tanker: Ölteppich erreicht Omans Küste
       
       > Die Havarie der „Caroline Bezengi“ betrifft inzwischen auch erste Strände
       > und könnte nach Angaben der UN zig Kilometer Küste verseuchen.
       
 (IMG) Bild: Das war der Stand von vor einer Woche: Der 274 Meter lange Öltanker vor der Insel am 5. August 2026
       
       afp/dpa | Das aus einem [1][auf Grund gelaufenen Tanker ausgetretene Öl]
       hat nach UN-Angaben die Küste Omans erreicht. Das gab die Internationale
       Seeschifffahrts-Organisation (IMO) am Mittwoch bekannt. Strände in der
       Region Ras Madrakah seien betroffen, erklärte Omans Umweltbehörde laut der
       amtlichen Nachrichtenagentur ONA. Der Ölteppich könnte demnach bis zu 40
       Kilometer Küste in diesem Gebiet sowie bis zu 20 Kilometer auf der Südseite
       der Insel Masirah verschmutzen.
       
       Ein Vertreter des Verkehrsministeriums sagte ONA zufolge, dass eine
       Eindämmung des Ölteppichs durch schwierige Wetterbedingungen erschwert
       werde. Auch die IMO sprach von schwierigen Wetterbedingungen. Die Behörden
       in Maskat hatten am Montag angegeben, dass sich der Ölteppich über eine
       Fläche von rund 390 Quadratkilometern erstrecke.
       
       Die „Caroline Bezengi“ wird nach Erkenntnissen der Nachrichtenagentur AFP
       der [2][russischen Schattenflotte] zugerechnet. Mit den oft veralteten und
       unter fremder Flagge fahrenden Schiffen umgeht Russland nach Überzeugung
       westlicher Staaten unter anderem Sanktionen gegen seine Ölexporte.
       
       ## Greenpeace nennt höhere Zahlen
       
       Der Tanker war Ende Juni im Arabischen Meer im Bereich des Archipels
       Al-Hallanijat auf Grund gelaufen. Die Gegend ist für ihre maritime
       Artenvielfalt bekannt. Zuvor war das Schiff von Explosionen unbekannter
       Herkunft getroffen worden. Das britische Sicherheitsunternehmen Vanguard
       teilte der AFP mit, infolge der Explosionen seien Lecks im Schiff
       entstanden.
       
       Die Umweltorganisation Greenpeace warnt davor, dass es zu einer
       Umweltkatastrophe von gewaltigem Ausmaß kommen könnte. Sie hält schon den
       bisherigen Schaden für größer als die Behörden. Die durch das Öl
       verschmutzte Fläche sei mittlerweile auf 1.000 Quadratkilometer
       angewachsen, teilte Greenpeace unter Berufung auf Satellitenaufnahmen von
       Dienstag mit. Die Situation sei „ein weiteres alarmierendes Beispiel für
       die erheblichen Umweltrisiken, die von der sogenannten russischen
       Schattenflotte ausgehen“, sagte die Greenpeace-Expertin Nina Noelle auf
       dpa-Anfrage.
       
       13 Aug 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Arabischer-Golf/!6203433
 (DIR) [2] https://www.swp-berlin.org/10.18449/2026A24/
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Oman
 (DIR) Umweltkatastrophe
 (DIR) Russland
 (DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
 (DIR) Unser Fenster nach Russland
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Arabischer Golf: Drohende Ölkatastrophe durch Schiff russischer Schattenflotte
       
       Ein riesiger Öltanker der russischen Schattenflotte liegt vor Oman auf
       Grund. Satellitenbilder zeigen bereits einen fast 800 Quadratkilometer
       großen Ölteppich.
       
 (DIR) Angriffe auf die Hauptstadt der Ukraine: „Dann kommt der nächste Einschlag. Und der nächste“
       
       Im Minutentakt feuert Russland in der Nacht Raketen auf Kyjiw. Die Ukraine
       meldet zunehmend effektive Drohnenangriffe gegen Russlands Schattenflotte.
       
 (DIR) Umweltverschmutzung in Russland: Sonnenliegen auf ölverseuchtem Sand
       
       An der russischen Schwarzmeerküste ist Schweröl ausgetreten, die
       Verschmutzung groß. Doch bald beginnt die Touristensaison. Die Behörden
       setzen Prioritäten.