# taz.de -- Sinkender Energieverbrauch: Fossile Energieträger sind weiter dominant
       
       > Höhere Preise und schwache Konjunktur lassen Deutschlands
       > Energieverbrauch im ersten Halbjahr sinken. Die Erneuerbaren bauen ihren
       > Anteil aus.
       
 (IMG) Bild: Erneuerbare Energien legten um 4 Prozent zu, vor allem durch ein starkes Plus bei der Windkraft
       
       dpa | Der Energiegesamtverbrauch in Deutschland ist im ersten Halbjahr laut
       einer Prognose um 1,9 Prozent gesunken. Dies geht aus einer Hochrechnung
       [1][der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB)] hervor. Hauptgründe
       dafür sind [2][die unverändert schwache Konjunktur] sowie der Anstieg der
       Energiepreise. Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen sind drei
       Wirtschaftsverbände sowie fünf Institute, die mit energiewirtschaftlicher
       Forschung befasst sind.
       
       Der Verbrauch von Mineralöl sei im ersten Halbjahr um 8 Prozent
       zurückgegangen. Ottokraftstoff habe dabei ein Minus von 0,6 Prozent, Diesel
       ein Minus von knapp 6 Prozent verzeichnet. Der Absatz von Flugkraftstoff
       habe um mehr als 1 Prozent abgenommen. Der Absatz von leichtem Heizöl sei
       um mehr als ein Drittel eingebrochen. „Die Lieferung von Rohbenzin an die
       chemische Industrie stieg dagegen um rund 3 Prozent“, hieß es. Insgesamt
       gehen die Energie-Statistiker davon aus, dass der [3][Anstieg der
       Energiepreise] einen „erheblichen Einfluss“ auf den Energieverbrauch hatte.
       
       Der Erdgasverbrauch nahm im ersten Halbjahr um 1,3 Prozent zu. Die
       Einflussfaktoren Witterung, Konjunktur und Preisentwicklung glichen sich
       dabei laut Arbeitsgemeinschaft weitgehend aus. Der Verbrauch an Steinkohle
       stieg um knapp 7 Prozent. Gründe dafür waren ein stärkerer Einsatz in
       Kraftwerken sowie bei der Roheisenproduktion. Bei der Braunkohle gab es
       dagegen einen Rückgang um 4 Prozent. Als einen Grund dafür nennt die
       Arbeitsgemeinschaft die „Anpassungsfähigkeit der Braunkohlekraftwerke an
       die jeweilige Situation auf dem Strommarkt“.
       
       Erneuerbare Energien legten um 4 Prozent zu, vor allem durch ein starkes
       Plus bei der Windkraft. Deren Anteil am Gesamtenergieverbrauch stieg im
       Vergleich zum Vorjahr von 20,9 auf 22,2 Prozent. Die fossilen Energieträger
       Öl, Erdgas und Kohle lieferten mit zusammengenommen 75,9 Prozent weiterhin
       den Großteil der in Deutschland verbrauchten Energie. Die restlichen
       Anteile setzen sich vor allem aus Stromimporten sowie Strommengen zusammen,
       die durch Müllverbrennung erzeugt wurden.
       
       4 Aug 2026
       
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