# taz.de -- Kommunen in der Landwirtschaft: Die Bäuerin, die ihren Hof nicht erben will
> Tamara Gremmelspacher will den Hof ihres Vaters weiterführen – aber nur
> im Kollektiv. Können solche Lösungen das Nachwuchsproblem der Bauern
> lösen?
(IMG) Bild: Auf dem Schafhof im Schwarzwald probiert eine Kommune ein Modell aus, das auch für andere Höfe interessant sein könnte
Tamara Gremmelspacher blickt von einer kleinen Anhöhe auf das, was ihr
Eigentum sein könnte: Der „Schafhof“ liegt auf rund 800 Metern an einem
Hang des Südschwarzwalds, eine halbe Autostunde östlich von Freiburg. Rund
um die Wohn- und Stallgebäude erstrecken sich Weiden auf sanften Hügeln.
Rund 70 rotbraune Rinder und 14 Schafe grasen zwischen Obstbäumen und
kleinen Naturteichen; hinter den offenen Flächen beginnt der Wald. Etwas
abseits steht das Ferienhaus des Hofs. Sogar eine kleine Kapelle von 1907
gehört zu dem 90 Hektar großen Besitz.
All das könnte Gremmelspacher erben, etwa zwei Millionen Euro ist der Hof
wert. Noch gehört er ihrem 71 Jahre alten Vater Urban. Als einziges seiner
vier Kinder will Tamara Gremmelspacher in der [1][Landwirtschaft] arbeiten,
erben will sie den Hof aber nicht. Stattdessen hat die 35-jährige
Agraringenieurin dafür gesorgt, dass die Tochtergesellschaft einer
Genossenschaft das Land kauft. Diese verpachtet die Flächen wiederum an
eine Kommune, zu der neben Gremmelspacher vier weitere Erwachsene gehören.
„Wir entprivatisieren den Hof“, sagt sie.
Warum hat sich die Landwirtin zu diesem Schritt entschieden, nachdem der
Betrieb mehr als 500 Jahre im Eigentum ihrer Familie war? Und könnte ihr
Modell eine Lösung dafür sein, dass so viele Bauernhöfe aufgeben müssen,
weil niemand sie weiterführen will?
Der Nachwuchsmangel in der Landwirtschaft ist massiv: Bei 63 Prozent der
Agrarunternehmen, die einer einzelnen, mindestens 55 Jahre alten Person
gehörten, war die Hofnachfolge nach einer Erhebung des [2][Statistischen
Bundesamts] von 2020 unklar. Die fehlenden Nachfolger sind ein Grund für
das „Höfesterben“. Immer mehr Landwirtschaftsunternehmen geben auf, ihr
Boden fällt meist an größere Betriebe. Jahrhundertealte Traditionen brechen
so einfach ab, das Eigentum wird immer ungleicher verteilt. Und: Große
Agrarbetriebe bewirtschaften häufig größere zusammenhängende Flächen.
Studien zeigen aber, dass [3][größere Felder oft mit einer geringeren
Artenvielfalt] einhergehen.
## Viele Höfe finden keinen Nachfolger mehr
Tamara Gremmelspacher steigt an einem Tag im August in einen Traktor,
schmeißt den Dieselmotor an und fährt einen Plastiktank mit 1.000 Litern
Wasser auf eine der Weiden. Sie trägt ein grünes T-Shirt mit der Aufschrift
„Small farmers feed the world“, filigrane Tätowierungen zieren ihren linken
Arm.
Mitten durch das trockene, gelblich-braune Gras zieht sich eine Reihe
junger Obstbäume. Noch sind die Stämme dünn und die Kronen klein. Die
Pflanzen sind an jeweils drei Holzpfähle gebunden, die sie stützen und vor
den Rindern schützen. Die Bäuerin springt ab, schleift einen gelben
Schlauch an einen Quittenbaum und dreht den Hahn für mehrere Minuten auf.
Im Herbst hat sie die Bäume gepflanzt. Bis sie Obst tragen, werden Jahre
vergehen. Wenn es nicht regnet, bewässere sie die Bäume alle zwei Wochen.
Für Gremmelspacher sind auch die neuen Obstbäume ein Beitrag, um den
Schafhof langfristig zu erhalten. Das sei für sie eine
„Riesenverpflichtung“, sagt sie, während das Wasser auf die trockene Erde
um das junge Bäumchen läuft. „Ich bin hier aufgewachsen und habe eine große
Bindung an den Ort und ein Verantwortungsgefühl.“ Umso mehr noch, als sie
bemerkt, dass ständig andere Höfe im Schwarzwald aufhören. „Bundesweit
machen sieben pro Tag dicht“, sagt Gremmelspacher. „Oft ist es so, dass die
Kinder noch auf dem Hof wohnen, aber die Fläche verpachten, und spätestens
in der zweiten oder dritten Generation werden die Flächen verkauft.“
Das führe zu einem „krassen Strukturwandel in der Landwirtschaft –
industrialisiertere Lebensmittelproduktion, sterbende ländliche Räume“.
Immer wenn eine Generation den Hof übergibt, bestehe das Risiko, „dass eben
keine Nachfolger*innen gefunden werden und dass der Hof stirbt“. Das
motiviere sie, für den Erhalt des Schafhofs nach einer anderen
Eigentumsform zu suchen.
Hätte sie den Betrieb nicht als klassische Jungbäuerin und mit Partner*in
weiterführen können? „Ja, hätte ich machen können, hatte ich aber keine
Lust drauf, weil ich auch Lust habe auf Urlaub und Wochenenden“, sagt sie
und lacht.
Ihr Vater habe in manchen Jahren nur zwei Wochen Urlaub gemacht, in anderen
Jahren nicht einmal das. Gremmelspachers Schritte knirschen auf einem
Sandweg durch die Weiden des Hofs. Grillen zirpen im Gras. Dass viele
Hofbesitzer kaum Urlaub haben, ist eher Normal- als Einzelfall.
[4][Studien] zufolge ist der Arbeitsdruck oft so hoch, dass er zusammen mit
den besseren Verdienstmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft viele
potenzielle Nachfolger davon abhält, den Betrieb von den Eltern zu
übernehmen.
„Ich sehe mich nicht in einem kleinfamiliären Modell als Betriebsleiterin
den Hof in Privateigentum bewirtschaften“, sagt Tamara Gremmelspacher und
sitzt wieder am Steuer des Traktors. „Das widerspricht zum einen sehr stark
dem, wie ich mir meinen Lebensentwurf wünsche.“ Mutter, Vater, Kind(er),
die dann alle auf dem Hof helfen, eine meist traditionelle
Rollenverteilung? Bitte nicht. „Ich will weder heiraten noch Kinder
kriegen.“
Zum anderen sagt sie: „Land hat nichts in Privateigentum verloren, genauso
wie Wohnraum.“ Die natürlichen Lebensgrundlagen und die Ressourcen, die
Grundbedürfnisse decken, sollten nicht privatisiert, sondern
gemeinschaftlich verwaltet sein. Auch um das Risiko zu minimieren, dass der
Boden auf Kosten der Allgemeinheit und zur Profitmaximierung ausgebeutet
werde.
## Auf dem Schafhof wird biologisch gewirtschaftet, das schreibt die
Genossenschaft vor
Die Bauernproteste hätten gezeigt, „dass sich viele Bäuer*innen krass
allein fühlen, mit dieser krassen Workload, mit den richtig unterirdischen
Preisen“, sagt Gremmelspacher. Deshalb müssten Landwirt*innen und der
Rest der Gesellschaft wieder enger zusammenrücken.
Diese Ziele wollen die Kommunard*innen gemeinsam mit der Genossenschaft
Kulturland erreichen, die bundesweit Ackerland, Wiesen, Weiden und Biotope
für regional eingebundene Öko-Bauernhöfe erwirbt und nach eigenen Angaben
kein Renditeinteresse hat.
In einer Broschüre der Genossenschaft zeigt Gremmelspacher ein Organigramm
mit Kreisen und Pfeilen. Es stellt das komplizierte Rechtskonstrukt des
Schafhofs dar: Eine Kommanditgesellschaft der Genossenschaft hat das Land
erworben, dafür zahlt sie Altbauer Urban und seiner Ex-Partnerin vor allem
Renten, Urban Gremmelspacher hat zudem lebenslanges Wohnrecht im Haus. Die
Gesellschaft verpachtet die Flächen sehr langfristig an das
Landwirtschaftskollektiv der Kommune. Dieses kann wie auch die
Genossenschaft durch ein vertraglich abgesichertes Vetorecht grundsätzlich
verhindern, dass die Flächen irgendwann einmal an jemand anderen verpachtet
oder verkauft werden. Zumindest solange es sich an die vereinbarten
Bedingungen hält – insbesondere, dass es biologisch wirtschaftet, also zum
Beispiel ohne oft schädliche chemisch-synthetische Pestizide und
Kunstdünger.
Tamara Gremmelspacher geht weiter zur Kapelle des Hofs. An die Zaunpfähle
dort sind Holzschilder genagelt. „Gleiche Rechte für alle“ steht auf einem.
Mitglieder der Kommune seien in der „No Border“-Bewegung gegen
Staatsgrenzen aktiv, sagt sie. Andere kämpften in der Klimabewegung. Wie
viel freie Zeit für so ein politisches Engagement und Urlaub verschafft das
Kommunemodell? „Oh, dieses Jahr habe ich richtig viel“, sagt sie und lacht.
„Ich komme schon auf zwei Monate Abwesenheit.“ Nicht alle
Kommunard*innen wollten so lang wegfahren, aber mindestens drei Wochen
Urlaub hätten alle.
Andreas Fröhle ist mit seiner Partnerin und dem gemeinsamen
zweieinhalbjährigen Kind im März aus Berlin-Neukölln in die Kommune
gezogen. Der 38-Jährige mit dunklen Locken, leicht rauer Stimme und Ohrring
sitzt bei einem Kaffee auf einer Bierbank vor dem Haus. „Wir wollten gern
in Gemeinschaft leben und diese kleinfamiliäre Struktur ein bisschen
aufbrechen“, sagt er. Ihr Kind sollte mehr Bezugspersonen bekommen. „Und
Werte wie Solidarität und soziale Gerechtigkeit können wir hier eher im
Alltag leben als in Berlin.“
## Die Kommunard*innen teilen ihr Einkommen untereinander
Zum Beispiel gleiche das Modell der Gemeinschaftsökonomie Lohnunterschiede
aus. „Wir werfen unser ganzes Geld zusammen und leben gemeinsam davon.“
Alle Ausgaben über 150 Euro sollen mit der Gruppe abgesprochen werden.
„Alle Ausgaben darunter tätigt man, wie man Bock hat.“ Damit komme er gut
aus. „Ich habe immer noch das Gefühl, dass ich recht frei bin“, sagt
Fröhle.
Er gehört zu den drei Kommunemitgliedern, die auch außerhalb der
Landwirtschaft Geld verdienen. Er hat eine 30-Prozent-Stelle als Lehrer für
Deutsch als Fremdsprache, ein anderer Kommunarde arbeitet als
Zirkuspädagoge, eine andere als Wissenschaftlerin. Vor ein paar Jahren war
sogar genug Geld da, dass Tamara Gremmelspacher in Thailand urlauben
konnte. Was in der Kommune nicht ganz unstrittig blieb. „Finde ich richtig
kacke, dass du fliegst, dass du Geld in so einer repressiven Kack-Monarchie
verprasst, aber mach'“, habe sie sich anhören müssen. In der Kommune
dominiere die Haltung: „Wir wollen nichts verbieten, aber wir wollen schon
das Konsumverhalten der anderen kritisieren und die einladen, sich anders
zu verhalten.“
Die Gemeinschaft bezeichnet sich ausdrücklich als „politisch“. Das bedeutet
für sie neben der Biolandwirtschaft, dem Aktivismus außerhalb des Schafhofs
und der Gemeinschaftsökonomie auch, dass sie Entscheidungen, die das
Zusammenleben betreffen, im Konsens trifft. „Ungleiche
Geschlechterverhältnisse und patriarchale Machtstrukturen wollen wir
sichtbar machen, indem wir konstant hinterfragen, wer gerade den Abwasch
oder die Kinderbetreuung macht und wer mit der Motorsäge im Wald unterwegs
ist“, heißt es auf der [5][Internetseite] der Kommune. Auf dem Hof finden
immer wieder Sommercamps linker Gruppen statt. „Es braucht viel mehr Orte,
die linke Kultur und Leben aufs Land bringen“, sagt Gremmelspacher.
Nur einer auf dem Hof ist von den neuen Ideen nicht restlos überzeugt:
Tamaras Vater Urban Gremmelspacher. Als der taz-Reporter mit Gremmelspacher
und Fröhle über das Genossenschafts- und Kommunemodell spricht, läuft er
fast grußlos vorbei. Am Telefon sagt er später, dass er nicht wisse, ob das
Modell mit der Kommune und der Genossenschaft langfristig funktioniert. Das
alte Modell Familienbetrieb – das habe sich doch bewährt. „Wir haben den
Hof 30 Jahre bewirtschaftet, mit meiner Familie. Das hat funktioniert, wir
haben keinen Bankrott und keine Schulden.“ Deshalb habe er sich eine
klassische Hofnachfolge gewünscht.
Wie hat es sich für ihn angefühlt, den Schafhof nach hunderten Jahren in
Familienbesitz an eine Genossenschaft abzugeben? „Einfach ist das nicht.
Aber letztendlich ist man gezwungen, eine Lösung zu finden.“ Sprich: Seine
Tochter hat ihm keine andere Möglichkeit gelassen.
„Ich hätte den Hof verkaufen können, und dann einen Haufen Geld gehabt“,
sagt Urban Gremmelspacher. Doch es gehe ja um sein Lebenswerk. Er habe hier
Bäume gepflanzt, die über Jahrzehnte die Landschaft prägten. „Da sind wir
vielleicht die Schwarzwälder und hängen halt mehr dran.“ Er wolle deshalb,
dass der Hof weiterbesteht – „möglichst in der Familie oder mit
Familienbeteiligung“.
Er würde nicht seine Hand dafür ins Feuer legen, dass das
Genossenschaftsmodell diesen Fortbestand garantiere. Gremmelspacher sehe
aber ein, dass auch bei normaler Erbfolge nicht ausgeschlossen sei, dass
die folgenden Generationen den Hof verkaufen. Doch wenn die
Kulturland-Genossenschaft mal in finanzielle Schwierigkeiten kommen sollte,
dann werde das Land versilbert. Allerdings legen die [6][Satzung und die
Geschäftsführungsrichtlinien] der Genossenschaft fest, dass sie die Flächen
zuerst den Bewirtschaftern, also aktuell der Kommune, zum günstigen
Buchwert anbieten muss. Wenn sie nicht kaufen wollen, muss das Land anderen
gemeinwohlorientierten Bodenträgern angeboten werden. Nur wenn auch die
nicht zugreifen, könnten die Grundstücke auf dem normalen Bodenmarkt
landen.
Der Landwirtschaftsmeister ist etwa doppelt so alt wie seine Tochter, er
spricht mit kräftigem Dialekt, sie nicht. Er redet etwas reserviert „über
so linke Ideen“, seine Tochter verortet sich klar in diesem politischen
Spektrum.
Solche Gegensätze könnten erklären, dass Urban nicht versteht, warum Tamara
Gremmelspacher ein Problem hat mit Privateigentum an Grund und Boden. „Das
ist linke Einstellung und so weiter. Das sehe ich ein bisserl anders.“ Er
sei Eigentümer gewesen, sein Vater auch, und das habe gut funktioniert. „Da
sehe ich nicht irgendwie gravierende Nachteile.“ Das Eigentum ermögliche
ihm jetzt auch eine Altersversorgung. „Da müssen die jetzt erst mal was
aufbauen. Und das ist heutzutage nicht mehr ganz so einfach.“
Mit Landwirtschaft, sagt Urban Gremmelspacher, sei nun mal nicht so viel
Geld zu verdienen. „Das muss man gern machen und macht halt auch Arbeit.“
Ob das Modell mit viel Freizeit funktioniert? „Ich weiß es nicht so
richtig.“ Denn wenn mehr Leute sich die Arbeit teilten, müssten eben auch
mehr Kosten wie Wohnraum, Versicherungen und Essen bezahlt werden.
## Die ersten sieben Jahre hat die Kommune geschafft
Und dann sei da natürlich noch das Zwischenmenschliche. „Da ist oftmals das
Problem. Wie kommt man langfristig miteinander klar? Das ist bei mehreren
Leuten immer eine Herausforderung.“ Die Fluktuation zeige, dass es nicht so
einfach sei.
Aber fest steht: Die Kommune hat schon sieben Jahre überstanden. Die
meisten Erwachsenen verursachen nicht nur Kosten, sondern bringen
zusätzlich Einkommen ein, das sie außerhalb des Hofs erarbeiten. Nur zwei
arbeiteten hauptsächlich auf dem Schafhof, sagt Tamara Gremmelspacher.
„Insgesamt funktioniert er wirtschaftlich gesehen jetzt recht ähnlich wie
früher als Familienbetrieb.“
Einiges spricht dafür, dass sich alternative Formen des Eigentums und der
Organisation wie auf dem Schafhof auf andere landwirtschaftliche Betriebe
übertragen lassen. Die [7][Kulturland-Genossenschaft] ist vor zwölf Jahren
gegründet worden und stellt inzwischen mehr als 50 Betrieben insgesamt rund
800 Hektar Land zur Verfügung.
Die [8][BioBoden Genossenschaft] hat nach eigenen Angaben seit 2015 für 90
Partnerhöfe über 5.000 Hektar Boden gesichert. Schon 2022 besaßen solche
gemeinwohlorientierten Bodenorganisationen (GBOs), zu denen zum Beispiel
auch Stiftungen zählen, laut einer vom Bund finanzierten [9][Studie der
Universität Halle-Wittenberg] rund 33.000 Hektar. Das ist nur ein kleiner
Teil der Agrarfläche in ganz Deutschland, aber die Zahl zeigt, dass solche
gemeinschaftlichen Formen des Bodeneigentums längst mehr sind als einzelne
Experimente: Sie sind stabile Organisationen. Die Bewirtschafter*innen
und Organisationen würden gemeinsame Ziele teilen, Befragungen von
Partnerbetrieben deuteten auf eine „hohe Dauerhaftigkeit“ des
gemeinschaftlichen Bodeneigentums hin.
Wie dauerhaft Kommunen oder andere Hofgemeinschaften in der Landwirtschaft
sind, ist kaum systematisch untersucht worden. Aber es gibt einige
Betriebe, die schon seit Jahrzehnten nicht von einer Familie, sondern von
einer Gruppe gemeinschaftlich geführt werden: zum Beispiel die
[10][Hofgemeinschaft Heggelbach] in Baden-Württemberg seit mehr als 30
Jahren. Ungefähr so alt ist auch [11][Hof Klostersee] in
Schleswig-Holstein. Die [12][Kommune Niederkaufungen] in Hessen existiert
seit 1986. Allein an dem [13][Kommuja-Netzwerk] politischer Kommunen
beteiligen sich rund 40 Gemeinschaften aus Deutschland.
Reich wird mit diesen Projekten aber wohl niemand. Auch nicht die
Genoss*innen, die Kulturland Geld zum Beispiel für den Kauf des Schafhofs
geben. Bekommen die eine Rendite? „Ja“, sagt Tamara Gremmelspacher. Auch
finanzieller Art? „Nein“, sagt sie und lacht. „Die Rendite ist die
Gewissheit, dass das Geld in einer Art und Weise wirkt, wie man es
vertretbar finden kann, also Flächen sichert, eine ökologische
kleinbäuerliche Landwirtschaft ermöglicht, die auch enkeltauglich und
zukunftsfähig ist.“
Die Landwirtin blickt noch einmal auf die Wiesen und Hügel des Schafhofs.
Er ist nicht ihr Eigentum – aber dennoch ihr Hof.
1 Oct 2026
## LINKS
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(DIR) [3] /Kampf-gegen-das-Insektensterben/!5488270
(DIR) [4] https://www.hswt.de/forschung/projekt/1459-hofnachfolge-in-bayern
(DIR) [5] https://kommune-schafhof.de/ueber-uns/
(DIR) [6] https://www.kulturland.de/faq
(DIR) [7] https://www.kulturland.de/document/download/86/2cc86ac5-d543-4399-87b5-a5e45b38f1b1/337
(DIR) [8] https://bioboden.de/
(DIR) [9] https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Landwirtschaft/Flaechennutzung-Bodenmarkt/Abschlussbericht-Organisationsformen-Landeigentum.pdf?__blob=publicationFile&v=5
(DIR) [10] https://hofgemeinschaft-heggelbach.de/hofgemeinschaft/
(DIR) [11] https://klostersee.org/kontakt/
(DIR) [12] https://gruener-bereich-kaufungen.de/uberuns/
(DIR) [13] https://www.kommuja.de/beteiligte-kommunen/
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