# taz.de -- Erdbeben in Italien: 21 Verletzte, Stromausfälle, Schäden
       
       > Ein Erdbeben der Stärke 4,7 schreckt die Menschen bei Neapel auf – der
       > stärkste Erdstoß seit Jahrzehnten dort. Am Morgen gibt es weitere
       > Nachbeben.
       
 (IMG) Bild: Es war das heftigste Beben in dem Vulkangebiet der Phlegräischen Felder seit etwa 40 Jahren
       
       dpa | Nach dem stärksten Erdbeben seit etwa 40 Jahren rund um die
       süditalienische Großstadt Neapel hat es in der Nacht mehrere Nachbeben
       gegeben. Das Nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie (INGV)
       registrierte nach dem Erdstoß am Freitagabend mit einer Stärke von 4,7
       zahlreiche Nachbeben bis in den Morgen hinein – darunter ein besonders
       starkes der Stärke 3,8. Das Epizentrum lag in den Phlegräischen Feldern.
       
       Der erste Erdstoß und die weiteren Nachbeben waren vor allem in den
       Ortschaften rund um die Phlegräischen Felder, aber auch in Neapel sowie auf
       den Inseln Ischia und Procida sehr deutlich zu spüren. Aus Angst
       [1][verließen zahlreiche Menschen ihre Häuser] und verbrachten die Nacht
       draußen auf der Straße. Es kam zudem zu Stromausfällen in einigen
       betroffenen Gegenden.
       
       „Das Beben war so stark und anhaltend, dass ich die Wohnungstür nicht
       einmal öffnen konnte, weil sie klemmte“, sagte ein Anwohner der
       Nachrichtenagentur Ansa. „Nach dem gestrigen Schrecken war es unmöglich,
       die Nacht zu Hause zu verbringen.“ Man sei zwar viel gewöhnt, aber nicht in
       dieser Stärke, sagte er.
       
       ## Herabstürzende Felsbrocken, Putz und Mauern richten Schäden an
       
       Nach Angaben der Behörden wurden in der Region 21 Menschen verletzt.
       Besonders betroffen war die Küstenstadt Pozzuoli. Mauern und Fassadenteile
       stürzten dort herab, auch Tuffsteinhänge gaben den Stößen nach. Felsbrocken
       und Trümmerteile beschädigten zudem Autos, an Gebäuden entstanden Schäden.
       Die Behörden richteten noch am Abend ein Krisenzentrum ein.
       
       Die Phlegräischen Felder – ein Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität –
       werden seit geraumer Zeit von zahlreichen kleinen sowie teils auch
       stärkeren Erdbeben heimgesucht. Sie sind Europas größter aktiver
       Supervulkan. Supervulkane zeichnen sich durch eine besonders große
       Magmakammer und enorme Gewalt aus: Anders als normale Vulkane explodieren
       Supervulkane regelrecht.
       
       Seit einiger Zeit [2][rumort es immer wieder] in dieser Gegend. Meist sind
       die Erdstöße allerdings schwächer. Vergangenes Jahr hatte die Regierung in
       Rom neue Maßnahmen und Pläne für eine mögliche [3][Evakuierung von
       Hunderttausenden] auf den Weg gebracht. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni
       beobachtet nach Angaben ihres Amtssitzes die aktuellen Entwicklungen in dem
       Gebiet. Sie befinde sich in ständigem Kontakt mit den lokalen Behörden.
       
       1 Aug 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Dokufilm-Pompeji-Unter-den-Wolken/!6167593
 (DIR) [2] /Fotobuch-zu-Pompeji/!6038384
 (DIR) [3] /Proteste-um-den-Americas-Cup/!6170319
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Erdbeben
 (DIR) Vulkane
 (DIR) Italien
 (DIR) Reiseland Italien
 (DIR) Neapel
 (DIR) Kolumbien
 (DIR) Venezuela
 (DIR) Philippinen
 (DIR) Indonesien
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Erdbeben in Kolumbien: Behörden sprechen von mindestens 47 Toten
       
       Ein schweres Erdbeben hat den Westen Kolumbiens erschüttert, Behörden
       bestätigen 47 Todesopfer. Auch in Venezuela war das Beben zu spüren.
       
 (DIR) Erdbeben in Venezuela: Zahl der Toten steigt auf mehr als 4.400
       
       Vor zweieinhalb Wochen erschütterte ein Erdbeben Venezuela. Nun gab die
       venezolanische Regierung an, dass die Zahl der Todesopfer auf 4.490
       gestiegen ist.
       
 (DIR) Erdbeben auf den Philippinen: Mindestens 32 Tote und viele Verletzte
       
       Im Süden der Philippinen hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Häuser
       stürzten ein, Straßen rissen auf. Eine Tsunamiwarnung wurde aufgehoben.
       
 (DIR) Erdbeben in Indonesien: Tsunamiwarnung aufgehoben
       
       35 Kilometer unter dem Meer hat in Ostindonesien die Erde gebebt und eine
       Tsunamiwarnung ausgelöst. Die Behörden meldeten zunächst ein Todesopfer.