# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: US-Militär startet neue Angriffe auf Iran
       
       > Erstmals seit fast einer Woche hat die US-Armee wieder Ziele im Iran
       > angegriffen – nach eigenen Angaben als Antwort auf Raketenangriffe des
       > Iran auf US-Truppen.
       
 (IMG) Bild: Rauch steigt auf nach einem Angriff auf die iranische Insel Keschm
       
       ## Ölpreise geben leicht nach
       
       [1][Die Ölpreise] sind nach einem Sprung nach oben wieder etwas gefallen.
       Rohöl der Referenzsorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im September
       kostete zuletzt 89,78 US-Dollar und damit gut 1 Prozent weniger als am
       Mittwoch. Zur Wochenmitte war der Preis um fast 8 Prozent hochgesprungen,
       nachdem der Krieg zwischen den USA und Iran wieder eskaliert war. Grund war
       ein Angriff Irans auf einen US-Militärstützpunkt in Jordanien, auf den neue
       Drohungen von US-Präsident Donald Trump folgten. Auch der Gaspreis war
       daraufhin nach oben geschnellt. (dpa)
       
       ## Jordanien meldet Abschuss von Raketen aus Iran
       
       Die jordanische Flugabwehr hat nach Angaben des Militärs fünf ausIra n
       abgefeuerte Raketen abgeschossen. Verletzte oder Tote wurden nicht
       gemeldet, wie die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra am
       Donnerstag berichtete. Die Raketen wurden den Angaben zufolge am
       Donnerstagmorgen abgefangen. (ap)
       
       ## Iranische Medien: Drei Tote bei US-Angriff auf Insel Keschm
       
       Bei einem US-Angriff auf die iranische Insel Keschm sind iranischen Medien
       zufolge drei Menschen getötet worden. Es handele sich um drei Mitglieder
       einer Familie: den Vater, die Mutter und ihr zweijähriges Kind, meldete die
       Nachrichtenagentur Fars am Donnerstag unter Berufung auf die Medizinische
       Universität Hormosgan. Zwei weitere Kinder seien verletzt worden. (afp)
       
       ## US-Militär beendet Angriffswelle gegen Iran
       
       Das US-Militär hat nach eigenen Angaben seine Angriffswelle gegen Ziele in
       Iran „erfolgreich“ beendet. Es seien unter anderem militärische
       Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie Küstenüberwachungs-
       und Verteidigungsanlagen bombardiert worden, teilte das US-Regionalkommando
       Centcom am frühen Morgen (MESZ) auf der Plattform X mit. Die „schwere“
       Angriffswelle sei eine Antwort [2][auf die am Vortag versuchten
       Raketenangriffe Irans auf US-Truppen in der Region] gewesen, hieß es.
       
       Der iranische Rundfunk hatte eine Stellungnahme der Revolutionsgarden
       verbreitet, wonach der Angriff einer US-Militärbasis in Jordanien gegolten
       habe. Es seien alle Raketen abgefangen worden, erklärte Centcom. Die
       Angriffe aus Iran waren zu einem Zeitpunkt erfolgt, nachdem das US-Militär
       seine eigenen tagelangen Angriffe auf Iran gerade erst pausiert hatte.
       
       Die vom US-Militär daraufhin in der heutigen Nacht durchgeführten
       Gegenangriffe in Iran hätten darauf abgezielt, „die Bedrohungen, die von
       Iran und seinen Stellvertretern für die amerikanischen Streitkräfte, die
       Handelsschifffahrt und die Nachbarländer am Persischen Golf ausgehen“,
       weiter zu verringern, teilte das US-Militär weiter mit. Iranische Medien
       hatten zuvor mehrere Explosionen im Süden der Islamischen Republik
       gemeldet. (dpa)
       
       ## USA greifen nach Raketenangriff Dutzende Ziele in Iran an
       
       ‌Das US-Militär hat ‌am Mittwoch als Reaktion auf einen iranischen
       Raketenangriff nach eigenen Angaben Dutzende Ziele in Iran angegriffen.
       Washington bezeichnete die zweistündigen Angriffe als „kraftvolle Antwort“
       auf iranische Raketen, die einen Tag zuvor auf US-Streitkräfte im Nahen
       Osten abgefeuert worden waren. Das US-Militär ‌hatte am Dienstag nach
       eigenen Angaben mehrere ballistische Raketen abgefangen, die Iran auf
       US-Streitkräfte abgefeuert hatte. Washington sprach von einem „versuchten
       Überraschungsangriff“ Teherans. Iran bestätigte, US-Stützpunkte in
       Jordanien beschossen zu haben. US-Präsident Donald Trump hatte nach dem
       Abfangen der Raketen Vergeltung angekündigt. „Wir werden sie sehr hart
       treffen“, sagte er.
       
       Den Angaben des US-Zentralkommandos (Centcom) zufolge trafen die Angriffe
       Dutzende Ziele ‌der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC). Darunter seien
       militärische Kommandozentralen, Raketen- und Drohnenanlagen sowie
       Küstenüberwachungs- und Verteidigungsanlagen gewesen, teilte Centcom mit.
       Der ⁠Krieg in Iran begann am 28. Februar mit einem Angriff der USA und
       Israels auf das Land. Teheran reagierte darauf mit eigenen Angriffen ‌auf
       Israel und ‌Golfstaaten, die US-Stützpunkte beherbergen. Die Angriffe ⁠der
       USA und Israels auf Iran und die israelischen Angriffe auf den Libanon
       haben ‌seither Tausende von Menschen getötet ‌und Millionen vertrieben.
       (rtr)
       
       ## Rushdie-Attentäter wegen Terrorismus verurteilt
       
       Der wegen des Attentats auf Schriftsteller Salman Rushdie verurteilte
       Angreifer muss wegen eines neuen Urteils in den USA eine noch höhere Strafe
       fürchten. Ein Bundesgericht in Buffalo sprach ihn nun auch des
       transnationalen Terrorismus und anderer Vergehen schuldig, wie aus einer
       Mitteilung des US-Justizministeriums hervorging. Ihm drohe nun lebenslange
       Haft. Dem zuvor bereits zu 25 Jahren Gefängnis verurteilten Attentäter Hadi
       Matar war in dem neuen Verfahren vorgeworfen worden, auf Anweisung der von
       Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon gehandelt und durch die
       Durchsetzung einer Fatwa, eines religiösen Erlasses, einen Terrorakt verübt
       zu haben. Der 28-Jährige aus New Jersey habe sich damit der „Beteiligung an
       einem die Landesgrenzen überschreitenden Terrorakt und der materiellen
       Unterstützung von Terroristen“ schuldig gemacht, hieß es in der Mitteilung.
       (dpa)
       
       ## US-Angriffe im Irak: 20 Kämpfer und sechs iranische Berater getötet
       
       Bei US- und saudischen Luftangriffen auf von Iran unterstützte
       [3][bewaffnete Gruppen im Irak] sind nach Angaben der Milizen mindestens 20
       Kämpfer und sechs iranische Berater getötet worden. Die Angriffe erfolgten
       nach mutmaßlichen Drohnenattacken auf saudische Ölanlagen. Die schiitischen
       Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein Bündnis von Iran unterstützter
       bewaffneter Gruppen, das offiziell dem Kommando des irakischen Militärs
       untersteht, teilten mit, bei den nächtlichen Angriffen seien mindestens 20
       ihrer Kämpfer getötet und 32 weitere verletzt worden.
       
       Zwei irakische Vertreter der Milizen sagten der AP, auch sechs iranische
       Berater seien bei den Angriffen ums Leben gekommen. Der stellvertretende
       Gouverneur der iranischen Provinz Markazi für politische, Sicherheits- und
       Sozialangelegenheiten sagte den iranischen Staatsmedien dagegen, vier
       Berater seien getötet worden. Die USA und Saudi-Arabien hatten nach eigenen
       Angaben mehrere Logistik- und Waffenstandorte im Osten des Iraks
       angegriffen. Das US-Militär bezeichnete die Einsätze als Reaktion auf
       mutmaßliche Drohnenangriffe gegen Saudi-Arabien. Riad hatte irakische
       Milizen dafür verantwortlich gemacht. (ap)
       
       ## Insider: Saudi-Arabien plant internationale Koalition für Rotes Meer
       
       Saudi-Arabien will Insidern zufolge eine internationale Koalition
       schmieden, um die Schifffahrt im Roten Meer vor Angriffen der
       Huthi-Rebellen zu schützen. Die genaue Zusammensetzung des Bündnisses stehe
       noch nicht fest und werde mit Dutzenden Ländern erörtert, sagen zwei mit
       den Beratungen vertraute Personen. Eine Stellungnahme der Regierung in Riad
       liegt zunächst nicht vor. (rtr)
       
       ## Drohne trifft US-Gastanker in ägyptischem Hafen
       
       ‌Eine Drohne ‌hat am Mittwoch im ägyptischen Mittelmeerhafen Damietta einen
       US-Gastanker getroffen. Wie die britische Sicherheitsfirma Ambrey und
       Insider mitteilten, geriet die „Energos Winter“, ein schwimmendes Tank- und
       Regasifizierungsschiff, in Brand. Das Feuer ‌griff den Angaben zufolge auf
       ein weiteres Schiff, die „Gaslog Salem“, über. Das ägyptische Ölministerium
       bestätigte, dass es auf zwei Schiffen gebrannt habe. Die Flammen seien
       jedoch rasch gelöscht worden. Es habe keine Verletzten gegeben. Einen
       Drohnenangriff erwähnte die Behörde nicht.
       
       Die „Energos Winter“ gehört dem US-Unternehmen ‌Energos Infrastructure und
       wird von der ebenfalls amerikanischen Wilhelmsen Ship Management betrieben.
       Sicherheitskreisen zufolge schürt der ⁠Vorfall in Ägypten die Sorge über
       eine weitere Ausweitung des Irankriegs. Dieser tobt seit fünf Monaten und
       ist ‌in den ‌vergangenen Tagen durch gegenseitige ⁠Angriffe der USA und
       Irans sowie verbündeter Milizen weiter eskaliert. (rtr)
       
       ## Proiranische Milizen im Irak drohen mit Vergeltung
       
       Iran-nahe Milizen im Irak haben nach den jüngsten Angriffen der USA und
       Saudi-Arabiens auf Stellungen der schiitischen Volksmobilisierungskräfte
       (PMF) mit Vergeltung gedroht. Eine Reaktion gegen die USA sei
       „unvermeidlich“, teilte die proiranische Gruppierung „Islamischer
       Widerstand im Irak“ mit. Sie könne sich unter Umständen auch gegen deren
       „Instrumente in Saudi-Arabien“ richten. Der „Islamische Widerstand im Irak“
       ist ein informelles Bündnis proiranischer, schiitischer Milizen. (dpa)
       
       30 Jul 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /Profite-verdoppelt/!6199682
 (DIR) [2] /US-Iran-Krieg/!6199690
 (DIR) [3] /Reaktion-auf-Drohnenangriffe/!6199961
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
 (DIR) Schwerpunkt USA unter Trump
 (DIR) Irak
 (DIR) Jordanien
 (DIR) Reden wir darüber
 (DIR) Jordanien
 (DIR) Schwerpunkt Iran-Krieg
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Saudi-Arabien greift Stellung in Irak an: Spiel mit dem Feuer
       
       Eine diplomatische Lösung des US-Iran-Konflikts bröckelt jeden Tag mehr.
       Doch ist sie der einzige Ausweg, um einen größeren regionalen Konflikt zu
       vermeiden.
       
 (DIR) Rolle Jordaniens im Iran-USA-Krieg: Königreich im Würgegriff
       
       Jordanien war bislang im US-Iran-Krieg recht glimpflich davongekommen – das
       ändert sich nun. Und Iran versucht, die Bevölkerung in seinem Sinne
       aufzuhetzen.
       
 (DIR) Angriff aus Irak auf Saudi-Arabien: Krieg zwischen USA und Iran weitet sich aus
       
       Saudi-Arabien meldet, von proiranischen Milizen in Irak angegriffen worden
       zu sein. Der irakische Premier al-Saidi muss sie einhegen. Der Druck aus
       den USA steigt.