# taz.de -- Neue Regierung in Großbritannien: Busfahren wird nächstes Jahr billiger
> Der neue Labour-Premierminister Burnham nimmt die von seinem Vorgänger
> Starmer verfügte Anhebung des Preisdeckels auf Busfahrten im Nahverkehr
> zurück.
(IMG) Bild: Den Gurt nicht mehr eng schnallen: Zur Buspreisverkündung setzte sich Burnham in Bath in einen Bus, natürlich in den Fahrersitz
dpa/taz Großbritanniens neuer Premierminister [1][Andy Burnham] hat als
zweite Maßnahme seiner [2][Lebenshaltungskosten-Agenda] die Obergrenze für
Busticketpreise gesenkt. Einfache Fahrten im Nahverkehr in ganz England
sollen demnach von Januar 2027 an ein Jahr lang nicht mehr als 2 Pfund
(2,35 Euro) kosten. Bisher lag die Preisobergrenze bei 3 Pfund (3,50 Euro).
„Gute, bezahlbare Verkehrsverbindungen gehören zum Grundbedarf. Niemand
sollte aus Kostengründen davon ausgeschlossen und abgehängt werden“, sagte
Burnham bei der Verkündung seiner Maßnahme in der Stadt Bath.
Der Labour-Politiker [3][ist seit Montag Premierminister von
Großbritannien] in Nachfolge von Keir Starmer und hat versprochen, den
Briten mehr „Luft zum Atmen“ zu verschaffen. Seine erste Ankündigung war am
Dienstag die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Stromrechnungen für
Privathaushalte für sechs Monate ab Oktober.
Den Preisdeckel auf Busfahrten im Nahverkehr gibt es seit 2023, damals
eingeführt von der konservativen Regierung. Zuvor hatte es Obergrenzen
lediglich in einzelnen Verkehrsverbünden gegeben, etwa in London und
Manchester, eingeführt von den jeweiligen Oberbürgermeistern Boris Johnson
und Andy Burnham.
2023 weitete der konservative Premierminister Rishi Sunak das auf das ganze
Land aus, mit einem Preisdeckel von 2 Pfund. Die Regierung von
Labour-Premierminister Keir Starmer erhöhte das ab Anfang 2025 auf 3 Pfund.
Finanziert werden soll die neuerliche Senkung auf 2 Pfund durch eine
Umbuchung von geplanten Klimaschutzinvestitionen. Einige davon sollen jetzt
nicht mehr als Ausgaben, sondern als Kredite verbucht werden.
22 Jul 2026
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