# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Ukraine feuert mehr als 400 Drohnen auf Moskau
> Nach erneuten russischen Angriffen startet die Ukraine Gegenangriffe auf
> die Region Moskau. Selenskyj bezeichnet das als eine gerechte Antwort.
(IMG) Bild: Lagerhallen in Domodedowo in der Region Moskau, laut Behörden von ukrainischen Drohnen beschädigt
## Ukrainische Gegenangriffe: Verletzte in Region Moskau
Die Ukraine hat in der Nacht Russland mit Hunderten Drohnen angegriffen.
Der Gouverneur des Moskauer Gebiets, Andrej Worobjow, schrieb bei Telegram
von zehn Verletzten in verschiedenen Städten, Bränden und Schäden. Seinen
Angaben nach lösten herabstürzende Drohnentrümmer in der Industriestadt
Podolsk rund 40 Kilometer südlich von Moskau Feuer aus, zivile
Infrastruktur und ein Haus wurden beschädigt. Allein in der ebenso rund 40
Kilometer südlich von Moskau gelegenen Stadt Domodedowo gab es Worobjow
zufolge sieben Verletzte. Sechs von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht
worden, darunter drei chinesische Staatsbürger.
In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die eine
große schwarze Rauchsäule von einem Öldepot aufsteigend zeigen sollen. Der
russische Online-Versandhändler Wildberries teilte mit, dass ein
Logistikzentrum in Koledino nahe Podolsk aus Sicherheitsgründen evakuiert
worden sei. Der Betrieb sei aber wieder aufgenommen worden.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte Angriffe auf ein
Öldepot und Logistikeinrichtungen in der Region Moskau. Außerdem seien zwei
Tanker der russischen Schattenflotte und vier Frachtschiffe getroffen
worden, schrieb Selenskyj in sozialen Medien. Die Ukraine reagiere
angemessen [1][auf jeden russischen Angriff auf ihre Städte und Gemeinden].
(dpa)
## Russische Behörden sprechen von Hunderten ukrainischen Drohnen
Das russische Verteidigungsministerium teilte am Morgen mit, dass in der
Nacht 381 ukrainische Drohnen über russischem Gebiet und der
Schwarzmeer-Halbinsel Krim abgewehrt worden seien. Der Moskauer
Bürgermeister Sergej Sobjanin schrieb zuvor bei Telegram von mehr als 400
Drohnen, die seit dem Abend in Richtung der Region Moskau geflogen seien.
Ein Großteil davon sei weit vor Moskau abgeschossen worden. Unabhängig
überprüfbar sind die Angaben nicht. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr
als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg.
Für Gegenangriffe auf russisches Gebiet nutzt Kyjiw vor allem Drohnen.
(dpa)
## Drohnenangriffe auf Region Moskau: Zehn Verletzte
Bei den ukrainischen Drohnenangriffen auf Moskau und das Umland sind
russischen Angaben zufolge zehn Menschen verletzt worden. In der
Grenzregion Belgorod wurde zudem ein Mensch getötet, wie der dortige
Gouverneur mitteilt. In Domodedowo nahe einem der Moskauer Hauptflughäfen
brach Behörden zufolge ein Feuer in einem Gewerbegebiet aus. Dort seien
sieben Menschen verletzt worden, darunter drei chinesische Staatsbürger.
Der [2][ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj] spricht auf der
Plattform X von einer gerechten Antwort auf die russischen Angriffe. (dpa)
## Ukraine meldet Drohnenangriffe auf russische Schiffe
Ukrainische Drohnen haben nach Militärangaben in der Nacht sieben russische
Schiffe im Schwarzen und Asowschen Meer getroffen. Unter den Zielen seien
drei Tanker und vier Frachtschiffe gewesen, teilt der Kommandeur der
Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, auf Telegram mit. Damit steige die Zahl
der im Juli getroffenen Schiffe auf 183. Zudem meldet Browdi Angriffe auf
sieben Umspannwerke auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim. (rtr)
## Zahl der Todesopfer auf Frachtschiff vor Odessa verdoppelt
Nach dem russischen Angriff auf ein internationales Frachtschiff im
Schwarzen Meer hat sich die Zahl der Todesopfer nach ukrainischen Angaben
verdoppelt. Nach neuen Erkenntnissen wurden zehn Menschen bei der Attacke
vor der Stadt Odessa getötet, wie die ukrainische Hafenbehörde mitteilt.
Das unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende Schiff war nach
ukrainischen Angaben mit einer Ladung Mais aus dem Hafen ausgelaufen, als
es am Sonntagabend Ziel eines Angriffs wurde. An Bord sollen sich 17
Seeleute aus Indien und Syrien sowie ein Ukrainer befinden. Acht
Crew-Mitglieder konnten demnach gerettet werden. Russland teilt unterdessen
laut der Nachrichtenagentur Interfax mit, bei Angriffen in der Nacht
Treibstofflager im Hafen von Odessa getroffen zu haben. (rtr)
## Ukraine greift Moskau nach russischen Angaben mit 400 Drohnen an
Die Ukraine hat in der Nacht nach russischen Angaben Moskau und die
umliegende Region mit 400 Drohnen angegriffen. Dabei seien zwei Menschen
verletzt und Gebäude in Brand gesetzt worden, teilen russische Behörden
mit. Der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, erklärt, die
meisten der feindlichen Drohnen seien bereits aus großer Entfernung
unschädlich gemacht worden. 85 Drohnen seien beim Anflug auf Moskau
zerstört worden. Dem Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow,
zufolge konzentrierten sich die Schäden auf die Bezirke Podolsk, Domodedowo
und Odinzowo. Dort seien zivile Infrastruktureinrichtungen beschädigt
worden und in Brand geraten. Das russische Verteidigungsministerium teilt
mit, die Luftabwehr habe in der Nacht insgesamt 381 ukrainische Drohnen
über russischen Regionen sowie dem Schwarzen und dem Asowschen Meer
abgeschossen. (rtr)
## Angriff mit Lenkbomben – Erneut Tote in Saporischschja
Bei einem russischen Luftangriff auf das südostukrainische Gebiet
Saporischschja sind in der gleichnamigen Gebietshauptstadt mindestens zwei
Menschen getötet worden. Mindestens 42 weitere wurden bei dem Angriff
verletzt, darunter auch acht Kinder, wie der ukrainische Rettungsdienst in
der Nacht auf Telegram mitteilte. Ukrainischen Medienberichten zufolge
hatte das russische Militär die Stadt mit Lenkbomben angegriffen. Dabei sei
ein fünfstöckiges Wohngebäude getroffen worden. Zwei Stockwerke des Hauses
wurden demnach vollständig zerstört. (dpa)
## Putin dankt Nordkoreas Außenministerin für Unterstützung
Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für die Unterstützung von
Moskaus Krieg in der Ukraine gedankt. Er wolle sich „noch einmal“ für die
von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands „Spezialoperation“
bedanken, sagte Putin am Sonntag bei einem Treffen mit Nordkoreas
Außenministerin Choe Son Hui in Moskau laut einem vom Kreml
veröffentlichten Video.
Die „heldenhaften Taten“ der nordkoreanischen Soldaten würden „niemals
vergessen“. Sie würden „genauso geehrt wie unsere Landsleute“, fügte Putin
hinzu. Bei der Gelegenheit pries der Kreml-Chef zudem das gegenseitige
Verständnis, das mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aufgebaut worden
sei. (afp)
## Russischer Kriegsgegner Nadeschdin zieht sich aus Wahlkampf für
Parlamentswahl zurück
Der russische Oppositionspolitiker und Kriegsgegner Boris Nadeschdin
verzichtet auf eine Kandidatur bei den Parlamentswahlen im September.
„Meine Möglichkeiten, in Russland auf legalem Wege Oppositionspolitik zu
betreiben, sind ausgeschöpft“, schrieb der kürzlich zu einer Geldstrafe
verurteilte Nadeschdin am Sonntag im Onlinedienst Telegram. Er sei „zum
Schweigen gebracht“ und „aus der Politik gedrängt“ worden. „Ich bin nicht
bereit, all jene in Gefahr zu bringen, die mich unterstützen und an meinem
Wahlkampf teilgenommen haben“, schrieb der 63-Jährige weiter.
„Wir werden nicht bei der Wahlkommission die aberhunderten Unterschriften
überreichen, die wir gesammelt haben.“ Nadeschdin ist einer der wenigen
Politiker in Russland, die es wagen, Präsident Wladimir Putin und die
russische Offensive gegen die Ukraine offen zu kritisieren. Er war am
Freitag wegen eines weiterverbreiteten Videos mit einem Bild des
verstorbenen Kreml-Gegners Alexej Nawalny zu einer Geldstrafe verurteilt
worden, der Vorwurf lautete Zurschaustellung „extremistischer Symbole“.
Nawalny und seine Organisationen gelten in Russland als „extremistisch“.
(afp)
## Ukraine: Zahl der Toten nach russischen Angriffen gestiegen
Die Zahl der Todesopfer bei russischen Angriffen [3][auf Kyjiw und andere
ukrainische Städte] ist auf mindestens sechs gestiegen. Nach Angaben der
örtlichen Behörden setzte Russland bei den Attacken am Sonntag ballistische
Raketen, Drohnen und Lenkbomben ein. Dutzende Menschen seien verletzt
worden. Aus Kyjiw meldeten die Behörden mindestens ein Todesopfer bei
nächtlichen Angriffen, die gegen 1.30 Uhr Ortszeit begannen.
Bei der zweitgrößten Stadt Charkiw wurden später drei Tote und mindestens
20 Verletzte bei einem Angriff auf eine Einrichtung der Post gemeldet.
Behörden und Rettungsdienste in den Städten Cherson und Sumy meldeten
jeweils mindestens ein Todesopfer. Moskau hat den Einsatz ballistischer
Raketen bei Angriffen auf die Ukraine zuletzt ausgeweitet, weil es dort an
Abfangraketen mangelt. (ap)
20 Jul 2026
## LINKS
(DIR) [1] /-Nachrichten-im-Ukraine-Krieg-/!6197275
(DIR) [2] /Regierungsumbildung-in-der-Ukraine/!6196591
(DIR) [3] /Raketenangriff-auf-Kyjiw-Russland-feuert-wieder-mit-ballistischen-Raketen/!6196471
## TAGS
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
(DIR) Wladimir Putin
(DIR) Russland
(DIR) Drohnen
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
(DIR) Schwerpunkt Krieg in der Ukraine
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Wieder Tote bei russischen Raketenangriffen auf die Ukraine
In Polen ist im Zuge der russischen Luftangriffe auf die Ukraine vermutlich
eine Rakete abgestürzt. Und die ukrainischen Angriffe auf Russlands
Onlinehändler Wildberries gehen weiter.
(DIR) Nach tagelangen Protesten in der Ukraine: Selenskyj entlässt Armeechef Syrskyj
Nach Verteidigungsminister Fedorow entlässt Selenskyj auch den umstrittenen
Olexander Syrskyj. Und hat mit Mychajlo Drapatyj schon einen neuen
Oberbefehlshaber.
(DIR) Angriffe auf die Hauptstadt der Ukraine: „Dann kommt der nächste Einschlag. Und der nächste“
Im Minutentakt feuert Russland in der Nacht Raketen auf Kyjiw. Die Ukraine
meldet zunehmend effektive Drohnenangriffe gegen Russlands Schattenflotte.
(DIR) Anarchist*innen in der Ukraine: „Wir hoffen, dass so viele wie möglich überleben“
Wie geht politischer Aktivismus im Krieg? Die Aktivist*innen von
Solidarity Collectives haben sich für praktische Solidarität entschieden.
(DIR) Proteste in der Ukraine: „Im Krieg, aber nicht für so einen Mist“
In der Ukraine hält die Empörung über die Absetzung von
Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow an. Er hatte das Land im Krieg gegen
Russland gestärkt.