# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahostkrieg +++: USA setzen Angriffe in Iran fort
> Das US-Militär bombardiert wieder Ziele in Iran, Trump kündigt eine neue
> Seeblockade an und will Geld für US-Geleit am Golf. Iran attackiert
> Golfstaaten.
(IMG) Bild: Rauch über Manama, Bahrain, nachdem eine Drohne abgeschossen wurde am Morgen des 14. Juli
## Sicherheitsausschuss: Irans Parlament berät über Gesetzentwurf zu Straße
von Hormus
Vor dem Hintergrund des Konflikts mit den USA um die Kontrolle der Straße
von Hormus hat Irans Parlament nach Angaben seines Sicherheitsausschusses
über einen Gesetzentwurf zu der für den Welthandel wichtigen Meerenge
beraten. Der Text sei am Vorabend im Parlament eingebracht worden, erklärte
der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim
Asisi, am Dienstag auf Englisch im Onlinedienst X. Dies sei „zeitgleich zum
Abschuss von US-Drohnen“ erfolgt.
Der Gesetzentwurf trägt demnach den Titel „Strategische Maßnahmen für die
Sicherheit und den nachhaltigen Fortschritt der Straße von Hormus und des
Persischen Golfs“. Zum Inhalt des Textes oder zum Zeitpunkt der
Parlamentsdebatte machte Asisi zunächst keine Angaben. Er fügte aber hinzu,
dass Teherans Führung „unbeirrt“ an ihren „roten Linien“ festhalte,
„insbesondere was die Kontrolle der Straße von Hormus betrifft“. (afp)
## Mutmaßliche IS-Mitglieder im Iran hingerichtet
Im Iran sind zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Islamischer
Staat hingerichtet worden. Die Männer seien wegen bewaffneter Rebellion
gegen die Islamische Republik verurteilt worden, berichtete das iranische
Staatsfernsehen am Dienstag. Sie seien gehängt worden, nachdem das Oberste
Gericht ihre Todesurteile bestätigt habe. Die Justiz machte keine Angaben
dazu, wo die Hinrichtungen vollstreckt wurden.
Die Männer hätten einer IS-Zelle angehört, die nach der territorialen
Niederlage der Extremistengruppe im Irak und in Syrien entstanden sei und
Anschläge im Iran geplant habe. Nach Angaben des Staatsfernsehens
entdeckten iranische Sicherheitskräfte das Versteck der Zelle im
Bamo-Gebirge nahe der Grenze zum Irak, bevor die Gruppe ihre Pläne
ausführen konnte. Bei dem Einsatz seien mehrere Extremisten getötet und
andere festgenommen worden. Auch drei Mitglieder der iranischen
Revolutionsgarde seien ums Leben gekommen. Die Behörden stellten den
Angaben zufolge Waffen, Munition und weitere Ausrüstung sicher. (ap)
## Reeder kritisieren Trumps Idee einer Schutzgebühr für Hormus
Die deutschen Reeder kritisieren die Ankündigung von US-Präsident Donald
Trump scharf, künftig eine Art Schutzgebühr für die Durchfahrt durch die
Straße von Hormus zu erheben. „Kein einzelner Staat sollte den freien
Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren
abhängig machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher
Reeder (VDR), Martin Kröger, der „Wirtschaftswoche“. „Das wäre rechtlich
auch nicht zulässig.“
VDR-Chef Krüger sagte, mit seinem Vorstoß stelle Trump das System der
freien Schifffahrt infrage. „Heute geht es um die Straße von Hormus, morgen
um die Straße von Malakka, übermorgen um die nächste internationale
Meerenge. Wo soll das enden?“, sagte Kröger. Zugleich warnte er vor hohen
Kosten für Verbraucher und Weltwirtschaft. „Die Folgen wären höhere
Transportkosten, steigende Verbraucherpreise und ein weiterer Verlust an
Verlässlichkeit für den Welthandel“, sagte der Verbandschef. Das könne
nicht im Interesse der internationalen Staatengemeinschaft sein. „Die
zivile Handelsschifffahrt darf nicht zum Spielball geopolitischer
Auseinandersetzungen werden.“ (dpa)
## Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk
Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die
Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung
appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische
Volk. „Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei
Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr
schätzen“, hieß es. Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der
US-Stützpunkte „wäre eine große Hilfe“ für die „Wiederherstellung der
Sicherheit in der Region“, warnten die Revolutionsgarden jedoch.
„Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch.“ Die Revolutionsgarden
teilten weiter mit, am frühen Morgen einen Luftwaffenstützpunkt in
Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Als Begründung
schrieb die Organisation, dass von dort US-Angriffe auf den Iran geflogen
worden seien. (dpa)
## Ölpreise klettern nach 10-Prozent-Sprung weiter
Die Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran in der Straße
von Hormus treibt die Ölpreise auf ein Vier-Wochen-Hoch. Ein Barrel der
Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 2,8 Prozent auf 85,64 Dollar.
Am Vortag hatte Brent um 9,6 Prozent zugelegt und damit den größten
Tagesgewinn seit Mai 2020 erzielt. „Die jüngste Eskalation, einschließlich
der Wiedereinführung der Blockade durch die USA und der iranischen
Reaktionen, hat eindeutig neue Risiken in den Markt gebracht“, sagte Tim
Waterer, Chefmarktanalyst von KCM Trade. (rtr)
## Nahost-Krieg treibt Großhandelspreise – aber nicht mehr so stark
Die Verkaufspreise im deutschen Großhandel sind im Juni infolge des
Iran-Krieges erneut kräftig gestiegen – aber nicht mehr so stark wie in den
Vormonaten. Sie legten um durchschnittlich 4,9 Prozent im Vergleich zum
Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im
Mai hatte das Plus noch bei 5,9 Prozent gelegen, im April bei 6,3 Prozent.
Zum Vergleich: Unmittelbar vor dem Kriegsausbruch lag das Plus im Februar
bei 1,2 Prozent. „Ausschlaggebend für den Preisanstieg im Juni 2026 waren
die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich
insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe
erhöhten“, erklärten die Statistiker. Von Mai auf Juni fielen die
Großhandelspreise dagegen um 0,7 Prozent. (rtr)
## Innenministerium: Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise auf mögliche
iranische Anschläge
Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen nach Medieninformationen angesichts
des Iran-Konflikts Hinweisen auf mögliche Anschlagsvorbereitungen in
Deutschland nach. „Die Bundessicherheitsbehörden beobachten die
Entwicklungen im Zusammenhang mit der Lage im Nahen und Mittleren Osten
weiterhin sehr genau“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dem
„Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Die Sicherheitsbehörden gingen
„verschiedenen Hinweisen zu mutmaßlichen Ausspähungen oder Vorbereitungen
zu möglichen Anschlägen nach“. Die Behörden stünden dabei in engem
Austausch mit den Ländern und internationalen Partnern, um die
Gefährdungslage fortlaufend zu bewerten. Die erneute Eskalation des
Konflikts zwischen den USA und dem Iran habe nach derzeitiger Einschätzung
allerdings „keine Verschärfung der ohnehin hohen Gefährdungslage in
Deutschland zur Folge“.
Hintergrund ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“,
auf der auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgeführt ist. Deutsche
Sicherheitspolitiker hatten sich angesichts der Liste alarmiert gezeigt.
Die iranische Tageszeitung „Hamshahri“ hatte am Samstag eine Liste mit 13
westlichen Politikern veröffentlicht, die für den Tod des früheren
geistlichen Führers Ali Chamenei „bezahlen“ sollen, unter ihnen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Auf einem Schaubild auf der Website der
Zeitung waren neben Merz auch US-Präsident Donald Trump, Israels
Regierungschef Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron,
Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische
Premierminister Keir Starmer zu sehen. „Die Veröffentlichung und die darin
enthaltenen Drohungen haben wir zur Kenntnis genommen“, sagte der
Ministeriumssprecher dem „Handelsblatt“. Die Schutzmaßnahmen des
Bundeskriminalamts würden „kontinuierlich überprüft und bei Bedarf
einzelfall- und lagebezogen angepasst“. (dpa)
## Gefechte am Golf dauern an
Die USA haben ihre Angriffe auf Ziele im Iran fortgesetzt. Die Islamische
Republik reagierte mit dem Beschuss von Zielen in Bahrain, Jordanien sowie
von zwei Tankern mit Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten in
der Straße von Hormus. Mindestens ein Seemann wurde dabei getötet, acht
weitere wurden verletzt. Die Emirate drohten mit Vergeltung. Auf die
vorangegangene Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Seeblockade
gegen iranische Häfen wiederaufzunehmen und von Schiffen, die die Straße
von Hormus passieren, Gebühren zu verlangen, folgte ein Preisanstieg bei
der internationalen Referenzölsorte Brent.
Trump sprach in der Nacht zum Dienstag von einem „weiteren großen Angriff“.
„Wir treffen sie sehr hart. Und es wird weitergehen, und dann werden wir
sehen, was passiert.“ Mit Blick auf die von ihm angekündigten Gebühren für
Schiffe, die die Straße von Hormus nutzen, sprach er von einer
Entschädigung für Schutz durch das US-Militär. Es wäre ein fundamentaler
Bruch mit der bisherigen US-Politik. Die USA setzen sich seit dem frühen
19. Jahrhundert für die Freiheit der Schifffahrt ein. (ap)
## Trump lässt weiter bombardieren
Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus
weiter Ziele in Iran bombardiert, hat Iran in der Meerenge zwei Tanker mit
Marschflugkörpern attackiert. Bei der Attacke auf die Schiffe der mit den
USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde nach Angaben des
dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied
getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben. Derweil meldeten iranische
Medien in der Nacht mehrfache Explosionen an der [1][Südküste der
Islamischen Republik].
US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und heute [2][weitere harte
Angriffe auf Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe
angekündigt], die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Nach
Militärangaben gilt die Blockade ab heute 22.00 Uhr deutscher Zeit. Die
Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben.
In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief
unter der Erde im Zentrum Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die
auch als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem
wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These
lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran
errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte.
Pickaxe sei „ein mögliches Ziel“ für einen „großen, fetten“ Angriff, sagte
Trump. Wahrscheinlich werde es „relativ bald“ passieren. I
## Explosionen in Iran
Das US-Militär erklärte die dritte nächtliche Angriffswelle hintereinander
am Morgen schließlich für beendet. Iranische Medien hatten zuvor von
mehreren Explosionen auf der Insel Kisch am Persischen Golf, aus dem
Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus
sowie der Großstadt Bandar Abbas berichtet. Im Gegenzug griff Iran die
Tanker der Emirate an. Sie fuhren nach Angaben der Emirate auf der
südlichen Route innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer. Irans mächtige
Revolutionsgarden erklärten laut heimischen Medien, das US-Militär habe
versucht, mehrere Schiffe auf eine „illegale Route“ zu lenken. Die beiden
Tanker hätten ihre Navigationssysteme abgeschaltet und wiederholte
Warnungen der Sicherheitskontrollstelle für die Straße von Hormus
ignoriert. Daraufhin seien sie beschossen und manövrierunfähig gemacht
worden.
Das US-Militär hatte selbst nach eigenen Angaben vor gut einem Monat einen
Tanker im Golf von Oman angegriffen. Das Schiff sollte iranisches Öl
transportieren, hieß es damals. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der
Regierung in Neu-Delhi drei indische Besatzungsmitglieder getötet. Derweil
meldete das jordanische Staatsfernsehen unter Berufung auf die
Streitkräfte, dass vier aus Iran abgefeuerte Raketen abgefangen worden
seien. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten
wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über X
auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Details gab es zunächst nicht.
Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer
Vergeltungsangriffe und hatten erst in der Nacht zuvor feindlichen
Raketenbeschuss gemeldet. (dpa)
## Trump fordert „Entschädigung“ für US-Geleit
Das US-Militär begründete die erneuten Angriffe gegen Iran damit, weitere
Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der
Straße von Hormus verhindern zu wollen. Die für den globalen Handel mit Öl,
Gas und Dünger wichtige Meerenge verbindet den Golf von Oman mit dem
Persischen Golf. Trump kündigte an, dass die USA fortan für die sichere
Durchfahrt der Straße von Hormus aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe
von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen würden. Dies solle
die Kosten kompensieren, die für die Gewährleistung einer sicheren Passage
entstünden.
Ende Juni hatte sein Außenminister Marco Rubio noch betont, kein Land habe
das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen, da
diese keinem Staat gehörten. Eine solche Forderung werde auch nie
Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein. Der iranische Außenminister
Abbas Araghtschi verhöhnte Trump und schrieb auf X, der US-Präsident habe
„absolut recht“ – nur um dann hinzuzufügen: „Wer für die sichere Durchfahrt
von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus sorgt, sollte für diese
Dienstleistung entschädigt werden. Iran war schon immer der WÄCHTER dieser
Meerenge und wird es auch für IMMER bleiben“, schrieb Araghtschi. Dann
schob er hinterher, 20 Prozent seien „natürlich zu viel. Wir werden fair
sein.“ (dpa)
## Sorge vor Neubeginn des Krieges
Die jüngsten US-Angriffe und iranischen Gegenschläge schüren in der Region
die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Krieges – zumal Trump die
Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte. Das
Wall Street Journal zitierte US-Beamte, wonach die Angriffe sowohl dazu
dienen, Teheran für Attacken auf Schiffe in der Meerenge zu bestrafen, als
auch die Führung des Landes zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu
bewegen. Dass Trump einen umfassenden Krieg anstrebt, werde eher nicht
erwartet, hieß es.
Trump will sich Freitag früh um 3.00 Uhr deutscher Zeit mit einer Rede an
die Nation wenden, wie er auf Truth Social angekündigte. Solch eine Rede
hält ein Präsident, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein
bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte
Trump nicht. Damit ist unklar, ob er sich zum Irankrieg äußern wird.
Der US-Präsident hatte das Parlament Medienberichten zufolge vor Tagen über
die Wiederaufnahme der US-Angriffe auf Iran informiert – mit rechtlichen
Implikationen. Mehrere Medien beriefen sich auf einen Brief, wonach er den
Start der US-Angriffe auf den 7. Juli datierte. Damit habe Trump aus seiner
Sicht die Grundlage geschaffen, um erneut 60 Tage lang ohne Zustimmung des
gesetzgebenden Kongresses Krieg gegen den Iran führen zu können. (dpa)
## Jordanien: Luftabwehr fängt vier iranische Raketen ab
Jordanien hat am Dienstag nach eigenen Angaben neue Raketenangriffe aus
Iran abgewehrt. „Vier Raketen wurden abgefangen und abgeschossen, nachdem
sie in den jordanischen Luftraum eingedrungen sind“, teilte die Armee am
Dienstag mit. Die USA hatten zuvor die dritte Nacht in Folge Ziele in Iran
bombardiert. Die US-Armee griff nach eigenen Angaben unter anderem
Verteidigungssysteme an der Küste sowie Drohnen- und Raketenanlagen an. Die
iranischen Streitkräfte reagierten auf die Attacken mit
Vergeltungsangriffen auf Länder in der Golfregion. Jordanien war bereits am
Sonntag und Montag von Iran aus angegriffen worden. (afp)
## Iran meldet neue Angriffe auf Bahrain
Iran hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in Bahrain angegriffen. Bei den
Raketen- und Drohnenangriffen seien mehrere Waffenlager, „ein
Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“
auf einem Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilten die
iranischen Revolutionsgarden am Dienstag nach Angaben des staatlichen
Fernsehsenders Irib mit. Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben neue
Angriffe auf Iran ausgeführt. (afp)
## Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste
Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des
mit den USA verbündeten Golfstaats in der Straße von Hormus angegriffen.
Wie das Verteidigungsministerium der Emirate in der Nacht auf der Plattform
X bekanntgab, wurden die Schiffe bei der Durchquerung auf der südlichen
Schifffahrtsroute innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer von zwei
Marschflugkörpern getroffen. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied
getötet worden, zudem seien acht verletzt worden, vier davon schwer. Bei
den Verletzten handele es sich um sechs indische und zwei ukrainische
Staatsangehörige, hieß es weiter. Zudem seien Brände auf beiden Tankern
ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden.
Der Angriff stelle einen „schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des
Völkerrechts“ dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate
behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren. Der Golfstaat war
bereits zuvor wiederholt unter Beschuss geraten. Der neuerliche Vorfall in
der Straße von Hormus fiel mit erneuten Angriffen der USA auf Ziele in Iran
zusammen. Iranischen Medien zufolge gab es Explosionen an der Südküste des
Landes. Das US-Militär begründete die erneuten Attacken damit, die
Fähigkeit Irans weiter einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von
Hormus zu attackieren. (dpa)
## Berichte über Explosionen in Iran
Nach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele in
Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet.
Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden
Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es
in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf.
Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der
Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen
gemeldet. (dpa)
## US-Militär: Haben neue Angriffe auf Iran begonnen
Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um
16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die
dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige
Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese
Angriffe würden die Fähigkeit Irans weiter einschränken, Attacken auf
unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus
auszuüben, hieß es. (dpa)
## Huthi-Rebellen greifen saudischen Flughafen an
Die [3][mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen] greifen nach eigenen Angaben
den internationalen Flughafen Abha in Saudi-Arabien mit ballistischen
Raketen und Drohnen an. Dies sei eine Reaktion auf Luftangriffe auf den
Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, teilt ein Militärsprecher der
Miliz im Fernsehen mit. Zudem warnt er alle Fluggesellschaften davor, den
saudischen Luftraum zu nutzen. Diese Warnung gelte, bis die Blockade des
Flughafens von Sanaa aufgehoben sei. Zuvor hat das jemenitische Militär
nach eigenen Angaben die Landebahn in Sanaa unter Beschuss genommen, um die
Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Sanaa wird von den
Huthi-Rebellen kontrolliert, während die von Saudi-Arabien unterstützte
Regierung ihren Sitz im südjemenitischen Aden hat. (rtr)
## Neue Runde von libanesisch-israelischen Gesprächen beginnt in Rom
In der italienischen Hauptstadt Rom findet am Dienstag eine neue Runde von
Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon statt. Nach Angaben
aus Beirut beginnen die zweitägigen Verhandlungen um 10.00 Uhr. Israel und
der Libanon hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein
Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen
zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll.
Teil der Vereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen
Truppen aus dem Süden des Landes, wo die israelische Armee gegen die
proiranische Hisbollah-Miliz kämpft. Zunächst soll das libanesische Militär
dabei zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die israelische Armee hat
jedoch angekündigt, in einer zehn Kilometer breiten „Sicherheitszone“ im
Libanon zu bleiben, solange die proiranische Hisbollah-Miliz nicht
entwaffnet ist. (afp)
14 Jul 2026
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