# taz.de -- +++ Nachrichten im Nahostkrieg +++: USA setzen Angriffe in Iran fort
       
       > Das US-Militär bombardiert wieder Ziele in Iran, Trump kündigt eine neue
       > Seeblockade an und will Geld für US-Geleit am Golf. Iran attackiert
       > Golfstaaten.
       
 (IMG) Bild: Rauch über Manama, Bahrain, nachdem eine Drohne abgeschossen wurde am Morgen des 14. Juli
       
       ## Sicherheitsausschuss: Irans Parlament berät über Gesetzentwurf zu Straße
       von Hormus
       
       Vor dem Hintergrund des Konflikts mit den USA um die Kontrolle der Straße
       von Hormus hat Irans Parlament nach Angaben seines Sicherheitsausschusses
       über einen Gesetzentwurf zu der für den Welthandel wichtigen Meerenge
       beraten. Der Text sei am Vorabend im Parlament eingebracht worden, erklärte
       der Vorsitzende des Parlamentsausschusses für nationale Sicherheit, Ebrahim
       Asisi, am Dienstag auf Englisch im Onlinedienst X. Dies sei „zeitgleich zum
       Abschuss von US-Drohnen“ erfolgt.
       
       Der Gesetzentwurf trägt demnach den Titel „Strategische Maßnahmen für die
       Sicherheit und den nachhaltigen Fortschritt der Straße von Hormus und des
       Persischen Golfs“. Zum Inhalt des Textes oder zum Zeitpunkt der
       Parlamentsdebatte machte Asisi zunächst keine Angaben. Er fügte aber hinzu,
       dass Teherans Führung „unbeirrt“ an ihren „roten Linien“ festhalte,
       „insbesondere was die Kontrolle der Straße von Hormus betrifft“. (afp)
       
       ## Mutmaßliche IS-Mitglieder im Iran hingerichtet
       
       Im Iran sind zwei mutmaßliche Mitglieder der Terrororganisation Islamischer
       Staat hingerichtet worden. Die Männer seien wegen bewaffneter Rebellion
       gegen die Islamische Republik verurteilt worden, berichtete das iranische
       Staatsfernsehen am Dienstag. Sie seien gehängt worden, nachdem das Oberste
       Gericht ihre Todesurteile bestätigt habe. Die Justiz machte keine Angaben
       dazu, wo die Hinrichtungen vollstreckt wurden.
       
       Die Männer hätten einer IS-Zelle angehört, die nach der territorialen
       Niederlage der Extremistengruppe im Irak und in Syrien entstanden sei und
       Anschläge im Iran geplant habe. Nach Angaben des Staatsfernsehens
       entdeckten iranische Sicherheitskräfte das Versteck der Zelle im
       Bamo-Gebirge nahe der Grenze zum Irak, bevor die Gruppe ihre Pläne
       ausführen konnte. Bei dem Einsatz seien mehrere Extremisten getötet und
       andere festgenommen worden. Auch drei Mitglieder der iranischen
       Revolutionsgarde seien ums Leben gekommen. Die Behörden stellten den
       Angaben zufolge Waffen, Munition und weitere Ausrüstung sicher. (ap)
       
       ## Reeder kritisieren Trumps Idee einer Schutzgebühr für Hormus
       
       Die deutschen Reeder kritisieren die Ankündigung von US-Präsident Donald
       Trump scharf, künftig eine Art Schutzgebühr für die Durchfahrt durch die
       Straße von Hormus zu erheben. „Kein einzelner Staat sollte den freien
       Zugang zu einer internationalen Wasserstraße einseitig von Gebühren
       abhängig machen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher
       Reeder (VDR), Martin Kröger, der „Wirtschaftswoche“. „Das wäre rechtlich
       auch nicht zulässig.“
       
       VDR-Chef Krüger sagte, mit seinem Vorstoß stelle Trump das System der
       freien Schifffahrt infrage. „Heute geht es um die Straße von Hormus, morgen
       um die Straße von Malakka, übermorgen um die nächste internationale
       Meerenge. Wo soll das enden?“, sagte Kröger. Zugleich warnte er vor hohen
       Kosten für Verbraucher und Weltwirtschaft. „Die Folgen wären höhere
       Transportkosten, steigende Verbraucherpreise und ein weiterer Verlust an
       Verlässlichkeit für den Welthandel“, sagte der Verbandschef. Das könne
       nicht im Interesse der internationalen Staatengemeinschaft sein. „Die
       zivile Handelsschifffahrt darf nicht zum Spielball geopolitischer
       Auseinandersetzungen werden.“ (dpa)
       
       ## Irans Revolutionsgarden appellieren an jordanisches Volk
       
       Die iranischen Revolutionsgarden haben Jordanien aufgefordert, die
       Zusammenarbeit mit dem US-Militär einzustellen. In einer Mitteilung
       appellierte die im Iran mächtige Militärorganisation an das jordanische
       Volk. „Ihr wisst sehr gut, dass wir eurem Land nicht nur keinerlei
       Feindschaft entgegenbringen, sondern euch, das edle Volk Jordaniens, sehr
       schätzen“, hieß es. Eine entschlossene Forderung nach der Auflösung der
       US-Stützpunkte „wäre eine große Hilfe“ für die „Wiederherstellung der
       Sicherheit in der Region“, warnten die Revolutionsgarden jedoch.
       „Jordaniens Würde und Erfolg sind unser Wunsch.“ Die Revolutionsgarden
       teilten weiter mit, am frühen Morgen einen Luftwaffenstützpunkt in
       Jordanien mit ballistischen Raketen angegriffen zu haben. Als Begründung
       schrieb die Organisation, dass von dort US-Angriffe auf den Iran geflogen
       worden seien. (dpa)
       
       ## Ölpreise klettern nach 10-Prozent-Sprung weiter
       
       Die ‌Eskalation des Konflikts zwischen ‌den USA und dem Iran in der Straße
       von Hormus treibt die Ölpreise auf ein Vier-Wochen-Hoch. Ein Barrel der
       Nordseesorte Brent verteuert sich um bis zu 2,8 Prozent auf 85,64 Dollar.
       Am Vortag hatte Brent um 9,6 Prozent zugelegt und damit den größten
       Tagesgewinn seit Mai 2020 erzielt. „Die jüngste ‌Eskalation, einschließlich
       der Wiedereinführung der Blockade durch die USA und der iranischen
       Reaktionen, hat eindeutig neue Risiken in den Markt gebracht“, sagte Tim
       Waterer, Chefmarktanalyst von KCM Trade. (rtr)
       
       ## Nahost-Krieg treibt Großhandelspreise – aber nicht mehr so stark
       
       Die ‌Verkaufspreise im deutschen Großhandel ‌sind im Juni infolge des
       Iran-Krieges erneut kräftig gestiegen – aber nicht mehr so stark wie in den
       Vormonaten. Sie legten um durchschnittlich 4,9 Prozent im Vergleich zum
       Vorjahresmonat zu, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Im
       Mai hatte das Plus noch bei 5,9 Prozent gelegen, im April bei 6,3 Prozent.
       Zum Vergleich: Unmittelbar vor ‌dem Kriegsausbruch lag das Plus im Februar
       bei 1,2 Prozent. „Ausschlaggebend für den Preisanstieg im Juni 2026 waren
       die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, in deren Folge sich
       insbesondere die Großhandelspreise für Energieprodukte und Rohstoffe
       erhöhten“, erklärten die Statistiker. Von Mai auf Juni fielen die
       Großhandelspreise dagegen um 0,7 Prozent. (rtr)
       
       ## Innenministerium: Sicherheitsbehörden prüfen Hinweise auf mögliche
       iranische Anschläge
       
       Die deutschen Sicherheitsbehörden gehen nach Medieninformationen angesichts
       des Iran-Konflikts Hinweisen auf mögliche Anschlagsvorbereitungen in
       Deutschland nach. „Die Bundessicherheitsbehörden beobachten die
       Entwicklungen im Zusammenhang mit der Lage im Nahen und Mittleren Osten
       weiterhin sehr genau“, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dem
       „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Die Sicherheitsbehörden gingen
       „verschiedenen Hinweisen zu mutmaßlichen Ausspähungen oder Vorbereitungen
       zu möglichen Anschlägen nach“. Die Behörden stünden dabei in engem
       Austausch mit den Ländern und internationalen Partnern, um die
       Gefährdungslage fortlaufend zu bewerten. Die erneute Eskalation des
       Konflikts zwischen den USA und dem Iran habe nach derzeitiger Einschätzung
       allerdings „keine Verschärfung der ohnehin hohen Gefährdungslage in
       Deutschland zur Folge“.
       
       Hintergrund ist die Veröffentlichung einer iranischen „Vergeltungsliste“,
       auf der auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgeführt ist. Deutsche
       Sicherheitspolitiker hatten sich angesichts der Liste alarmiert gezeigt.
       Die iranische Tageszeitung „Hamshahri“ hatte am Samstag eine Liste mit 13
       westlichen Politikern veröffentlicht, die für den Tod des früheren
       geistlichen Führers Ali Chamenei „bezahlen“ sollen, unter ihnen
       Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Auf einem Schaubild auf der Website der
       Zeitung waren neben Merz auch US-Präsident Donald Trump, Israels
       Regierungschef Benjamin Netanjahu, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron,
       Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni und der scheidende britische
       Premierminister Keir Starmer zu sehen. „Die Veröffentlichung und die darin
       enthaltenen Drohungen haben wir zur Kenntnis genommen“, sagte der
       Ministeriumssprecher dem „Handelsblatt“. Die Schutzmaßnahmen des
       Bundeskriminalamts würden „kontinuierlich überprüft und bei Bedarf
       einzelfall- und lagebezogen angepasst“. (dpa)
       
       ## Gefechte am Golf dauern an
       
       Die USA haben ihre Angriffe auf Ziele im Iran fortgesetzt. Die Islamische
       Republik reagierte mit dem Beschuss von Zielen in Bahrain, Jordanien sowie
       von zwei Tankern mit Verbindungen zu den Vereinigten Arabischen Emiraten in
       der Straße von Hormus. Mindestens ein Seemann wurde dabei getötet, acht
       weitere wurden verletzt. Die Emirate drohten mit Vergeltung. Auf die
       vorangegangene Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Seeblockade
       gegen iranische Häfen wiederaufzunehmen und von Schiffen, die die Straße
       von Hormus passieren, Gebühren zu verlangen, folgte ein Preisanstieg bei
       der internationalen Referenzölsorte Brent.
       
       Trump sprach in der Nacht zum Dienstag von einem „weiteren großen Angriff“.
       „Wir treffen sie sehr hart. Und es wird weitergehen, und dann werden wir
       sehen, was passiert.“ Mit Blick auf die von ihm angekündigten Gebühren für
       Schiffe, die die Straße von Hormus nutzen, sprach er von einer
       Entschädigung für Schutz durch das US-Militär. Es wäre ein fundamentaler
       Bruch mit der bisherigen US-Politik. Die USA setzen sich seit dem frühen
       19. Jahrhundert für die Freiheit der Schifffahrt ein. (ap)
       
       ## Trump lässt weiter bombardieren
       
       Während das US-Militär im eskalierenden Konflikt um die Straße von Hormus
       weiter Ziele in Iran bombardiert, hat Iran in der Meerenge zwei Tanker mit
       Marschflugkörpern attackiert. Bei der Attacke auf die Schiffe der mit den
       USA verbündeten Vereinigten Arabischen Emirate wurde nach Angaben des
       dortigen Verteidigungsministeriums ein indisches Besatzungsmitglied
       getötet, zudem habe es acht Verletzte gegeben. Derweil meldeten iranische
       Medien in der Nacht mehrfache Explosionen an der [1][Südküste der
       Islamischen Republik].
       
       US-Präsident Donald Trump hatte für Montagabend und heute [2][weitere harte
       Angriffe auf Iran sowie eine Wiederaufnahme der Seeblockade gegen Schiffe
       angekündigt], die iranische Häfen ansteuern oder von diesen abfahren. Nach
       Militärangaben gilt die Blockade ab heute 22.00 Uhr deutscher Zeit. Die
       Ölpreise schossen daraufhin wieder nach oben.
       
       In einem Radiointerview deutete Trump zudem an, dass die USA eine tief
       unter der Erde im Zentrum Irans gelegene Einrichtung angreifen könnten, die
       auch als „Pickaxe Mountain“ bekannt ist. Über ihren Zweck wird vor allem
       wegen der Nähe zur Atomanlage Natans schon länger spekuliert. Eine These
       lautet, dass der Iran dort eine geheime Anlage zur Anreicherung von Uran
       errichten wolle, das für den Bau von Atomwaffen verwendet werden könnte.
       Pickaxe sei „ein mögliches Ziel“ für einen „großen, fetten“ Angriff, sagte
       Trump. Wahrscheinlich werde es „relativ bald“ passieren. I
       
       ## Explosionen in Iran
       
       Das US-Militär erklärte die dritte nächtliche Angriffswelle hintereinander
       am Morgen schließlich für beendet. Iranische Medien hatten zuvor von
       mehreren Explosionen auf der Insel Kisch am Persischen Golf, aus dem
       Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der Straße von Hormus
       sowie der Großstadt Bandar Abbas berichtet. Im Gegenzug griff Iran die
       Tanker der Emirate an. Sie fuhren nach Angaben der Emirate auf der
       südlichen Route innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer. Irans mächtige
       Revolutionsgarden erklärten laut heimischen Medien, das US-Militär habe
       versucht, mehrere Schiffe auf eine „illegale Route“ zu lenken. Die beiden
       Tanker hätten ihre Navigationssysteme abgeschaltet und wiederholte
       Warnungen der Sicherheitskontrollstelle für die Straße von Hormus
       ignoriert. Daraufhin seien sie beschossen und manövrierunfähig gemacht
       worden.
       
       Das US-Militär hatte selbst nach eigenen Angaben vor gut einem Monat einen
       Tanker im Golf von Oman angegriffen. Das Schiff sollte iranisches Öl
       transportieren, hieß es damals. Bei dem Angriff wurden nach Angaben der
       Regierung in Neu-Delhi drei indische Besatzungsmitglieder getötet. Derweil
       meldete das jordanische Staatsfernsehen unter Berufung auf die
       Streitkräfte, dass vier aus Iran abgefeuerte Raketen abgefangen worden
       seien. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten
       wieder die Alarmsirenen. Das Innenministerium rief die Einwohner über X
       auf, ruhig zu bleiben und Schutz zu suchen. Details gab es zunächst nicht.
       Bahrain wie auch Kuwait standen zuletzt im Zentrum iranischer
       Vergeltungsangriffe und hatten erst in der Nacht zuvor feindlichen
       Raketenbeschuss gemeldet. (dpa)
       
       ## Trump fordert „Entschädigung“ für US-Geleit
       
       Das US-Militär begründete die erneuten Angriffe gegen Iran damit, weitere
       Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der
       Straße von Hormus verhindern zu wollen. Die für den globalen Handel mit Öl,
       Gas und Dünger wichtige Meerenge verbindet den Golf von Oman mit dem
       Persischen Golf. Trump kündigte an, dass die USA fortan für die sichere
       Durchfahrt der Straße von Hormus aus „Fairnessgründen“ Einnahmen in Höhe
       von 20 Prozent des Frachtwertes für sich beanspruchen würden. Dies solle
       die Kosten kompensieren, die für die Gewährleistung einer sicheren Passage
       entstünden.
       
       Ende Juni hatte sein Außenminister Marco Rubio noch betont, kein Land habe
       das Recht, für die Nutzung internationaler Gewässer Geld zu verlangen, da
       diese keinem Staat gehörten. Eine solche Forderung werde auch nie
       Bestandteil eines akzeptablen Abkommens sein. Der iranische Außenminister
       Abbas Araghtschi verhöhnte Trump und schrieb auf X, der US-Präsident habe
       „absolut recht“ – nur um dann hinzuzufügen: „Wer für die sichere Durchfahrt
       von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus sorgt, sollte für diese
       Dienstleistung entschädigt werden. Iran war schon immer der WÄCHTER dieser
       Meerenge und wird es auch für IMMER bleiben“, schrieb Araghtschi. Dann
       schob er hinterher, 20 Prozent seien „natürlich zu viel. Wir werden fair
       sein.“ (dpa)
       
       ## Sorge vor Neubeginn des Krieges
       
       Die jüngsten US-Angriffe und iranischen Gegenschläge schüren in der Region
       die Sorge vor einem Wiederaufflammen des Krieges – zumal Trump die
       Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte. Das
       Wall Street Journal zitierte US-Beamte, wonach die Angriffe sowohl dazu
       dienen, Teheran für Attacken auf Schiffe in der Meerenge zu bestrafen, als
       auch die Führung des Landes zur Rückkehr an den Verhandlungstisch zu
       bewegen. Dass Trump einen umfassenden Krieg anstrebt, werde eher nicht
       erwartet, hieß es.
       
       Trump will sich Freitag früh um 3.00 Uhr deutscher Zeit mit einer Rede an
       die Nation wenden, wie er auf Truth Social angekündigte. Solch eine Rede
       hält ein Präsident, wenn er wichtige Ankündigungen machen will oder ein
       bedeutender Moment für die Amerikaner eingetreten ist. Ein Thema nannte
       Trump nicht. Damit ist unklar, ob er sich zum Irankrieg äußern wird.
       
       Der US-Präsident hatte das Parlament Medienberichten zufolge vor Tagen über
       die Wiederaufnahme der US-Angriffe auf Iran informiert – mit rechtlichen
       Implikationen. Mehrere Medien beriefen sich auf einen Brief, wonach er den
       Start der US-Angriffe auf den 7. Juli datierte. Damit habe Trump aus seiner
       Sicht die Grundlage geschaffen, um erneut 60 Tage lang ohne Zustimmung des
       gesetzgebenden Kongresses Krieg gegen den Iran führen zu können. (dpa)
       
       ## Jordanien: Luftabwehr fängt vier iranische Raketen ab
       
       Jordanien hat am Dienstag nach eigenen Angaben neue Raketenangriffe aus
       Iran abgewehrt. „Vier Raketen wurden abgefangen und abgeschossen, nachdem
       sie in den jordanischen Luftraum eingedrungen sind“, teilte die Armee am
       Dienstag mit. Die USA hatten zuvor die dritte Nacht in Folge Ziele in Iran
       bombardiert. Die US-Armee griff nach eigenen Angaben unter anderem
       Verteidigungssysteme an der Küste sowie Drohnen- und Raketenanlagen an. Die
       iranischen Streitkräfte reagierten auf die Attacken mit
       Vergeltungsangriffen auf Länder in der Golfregion. Jordanien war bereits am
       Sonntag und Montag von Iran aus angegriffen worden. (afp)
       
       ## Iran meldet neue Angriffe auf Bahrain
       
       Iran hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in Bahrain angegriffen. Bei den
       Raketen- und Drohnenangriffen seien mehrere Waffenlager, „ein
       Satellitenkommunikationszentrum und ein Wohngebäude der US-Streitkräfte“
       auf einem Militärstützpunkt ins Visier genommen worden, teilten die
       iranischen Revolutionsgarden am Dienstag nach Angaben des staatlichen
       Fernsehsenders Irib mit. Die USA hatten zuvor nach eigenen Angaben neue
       Angriffe auf Iran ausgeführt. (afp)
       
       ## Emirate: Iran attackiert zwei Tanker vor Omans Küste
       
       Iran hat nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate zwei Tanker des
       mit den USA verbündeten Golfstaats in der Straße von Hormus angegriffen.
       Wie das Verteidigungsministerium der Emirate in der Nacht auf der Plattform
       X bekanntgab, wurden die Schiffe bei der Durchquerung auf der südlichen
       Schifffahrtsroute innerhalb der omanischen Hoheitsgewässer von zwei
       Marschflugkörpern getroffen. Dabei sei ein indisches Besatzungsmitglied
       getötet worden, zudem seien acht verletzt worden, vier davon schwer. Bei
       den Verletzten handele es sich um sechs indische und zwei ukrainische
       Staatsangehörige, hieß es weiter. Zudem seien Brände auf beiden Tankern
       ausgebrochen, schließlich aber unter Kontrolle gebracht worden.
       
       Der Angriff stelle einen „schwerwiegenden Verstoß und klaren Bruch des
       Völkerrechts“ dar, erklärte das Verteidigungsministerium. Die Emirate
       behielten sich vor, auf diese Eskalation zu reagieren. Der Golfstaat war
       bereits zuvor wiederholt unter Beschuss geraten. Der neuerliche Vorfall in
       der Straße von Hormus fiel mit erneuten Angriffen der USA auf Ziele in Iran
       zusammen. Iranischen Medien zufolge gab es Explosionen an der Südküste des
       Landes. Das US-Militär begründete die erneuten Attacken damit, die
       Fähigkeit Irans weiter einzuschränken, Handelsschiffe in der Straße von
       Hormus zu attackieren. (dpa)
       
       ## Berichte über Explosionen in Iran
       
       Nach Beginn der erneuten Welle von Angriffen des US-Militärs auf Ziele in
       Iran haben örtliche Medien Explosionen an der Südküste des Landes gemeldet.
       Laut der den mächtigen iranischen Revolutionsgarden nahestehenden
       Nachrichtenagentur Fars sowie dem regierungstreuen Sender Press TV gab es
       in der Nacht mehrere Detonationen auf der Insel Kisch am Persischen Golf.
       Auch aus dem Bereich der Hafenstadt Buschehr, der Insel Qeschm in der
       Straße von Hormus sowie der Großstadt Bandar Abbas wurden Explosionen
       gemeldet. (dpa)
       
       ## US-Militär: Haben neue Angriffe auf Iran begonnen
       
       Das US-Militär greift nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele an. Um
       16.45 US-Ortsküstenzeit (22.45 deutscher Zeit) hätten die Streitkräfte die
       dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet, teilte das zuständige
       Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) auf der Plattform X mit. Diese
       Angriffe würden die Fähigkeit Irans weiter einschränken, Attacken auf
       unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus
       auszuüben, hieß es. (dpa)
       
       ## Huthi-Rebellen greifen saudischen Flughafen an
       
       Die [3][mit Iran verbündeten Huthi-Rebellen] greifen nach eigenen Angaben
       den internationalen Flughafen Abha in Saudi-Arabien mit ballistischen
       Raketen und Drohnen an. Dies sei eine Reaktion auf Luftangriffe auf den
       Flughafen der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, teilt ein Militärsprecher der
       Miliz im Fernsehen mit. Zudem warnt er alle Fluggesellschaften davor, den
       saudischen Luftraum zu nutzen. Diese Warnung gelte, bis die Blockade des
       Flughafens von Sanaa aufgehoben sei. Zuvor hat das jemenitische Militär
       nach eigenen Angaben die Landebahn in Sanaa unter Beschuss genommen, um die
       Landung eines iranischen Flugzeugs zu verhindern. Sanaa wird von den
       Huthi-Rebellen kontrolliert, während die von Saudi-Arabien unterstützte
       Regierung ihren Sitz im südjemenitischen Aden hat. (rtr)
       
       ## Neue Runde von libanesisch-israelischen Gesprächen beginnt in Rom
       
       In der italienischen Hauptstadt Rom findet am Dienstag eine neue Runde von
       Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des Libanon statt. Nach Angaben
       aus Beirut beginnen die zweitägigen Verhandlungen um 10.00 Uhr. Israel und
       der Libanon hatten sich Ende Juni unter Vermittlung der USA auf ein
       Rahmenabkommen geeinigt, das den Weg für ein endgültiges Friedensabkommen
       zwischen den beiden Nachbarländern ebnen soll.
       
       Teil der Vereinbarung ist ein schrittweiser Rückzug der israelischen
       Truppen aus dem Süden des Landes, wo die israelische Armee gegen die
       proiranische Hisbollah-Miliz kämpft. Zunächst soll das libanesische Militär
       dabei zwei kleine Gebiete von Israel übernehmen. Die israelische Armee hat
       jedoch angekündigt, in einer zehn Kilometer breiten „Sicherheitszone“ im
       Libanon zu bleiben, solange die proiranische Hisbollah-Miliz nicht
       entwaffnet ist. (afp)
       
       14 Jul 2026
       
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