# taz.de -- Kürzungen beim Wohngeld: NRW-SPD protestiert gegen Klingbeil
       
       > Schwarz-Rot will beim Wohngeld kürzen. Die GenossInnen an Rhein und Ruhr
       > befürchten deshalb eine „vertiefte soziale Spaltung“.
       
 (IMG) Bild: Sarah Philipp, Co-Chefin der SPD in NRW: „Wer beim Wohngeld kürzt, spart nicht“
       
       Schwarz-Rot spart – bei Gesundheit, Pflege, der Förderung von E-Autos und
       Wärmepumpen, nur der Verteidigungsetat wächst rasant um mehr als 30
       Prozent. Die SPD-Bundestagsfraktion versucht bislang konstruktiv manche
       Kürzungen zu entschärfen. Doch in den Bundesländern regt sich Widerstand.
       
       Der kam bislang aus Mecklenburg-Vorpommern, wo Manuela Schwesig angesichts
       der Wahlen im September auf Distanz zu Bundes-SPD geht. Und aus Berlin, wo
       im September gewählt wird und SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach soziale
       Unwuchten kritisierte. Jetzt protestiert auch die SPD in
       Nordrhein-Westfalen.
       
       Den GenossInnen von Rhein und Ruhr geht es dabei um [1][die geplanten
       Kürzungen beim Wohngeld]. Sarah Philipp, Co-Chefin der SPD in NRW, sagt der
       taz. „Wer beim Wohngeld kürzt, spart nicht. Im Gegenteil: Er verlagert die
       Kosten. Allein in Nordrhein-Westfalen sind rund 550.000 Menschen auf die
       Unterstützung des Wohngelds angewiesen.“ Und weiter: „Viele von ihnen gehen
       arbeiten, verdienen zu viel für andere Sozialleistungen, aber zu wenig, um
       die explodierenden Wohnkosten allein zu stemmen.“
       
       ## Ein Drittel soll kein Wohngeld mehr bekommen
       
       Die Pläne der Bundesregierung sehen vor, dass Bund und Länder beim Wohngeld
       nächstes Jahr insgesamt 1,5 Milliarden Euro sparen, danach soll es 2
       Milliarden sein. Für die Wohngeldempfänger [2][eine bittere Nachricht]. Ein
       Drittel von ihnen wird nach den Plänen gar kein Wohngeld mehr bekommen. Die
       Leistung wird auch nicht mehr an die Inflation angepasst.
       
       SPD-Bauministerin Verena Hubertz hält die Kürzung für bitter, aber
       unvermeidlich. Philip sieht das anders: „Weniger Wohngeld bedeutet, dass
       die soziale Spaltung wächst und die Kaufkraft vor Ort sinkt“, so die
       Kritik. Die SPD in Nordrhein-Westfalen erwarte daher, dass „die geplanten
       Einschnitte beim Wohngeld zurückgenommen werden“. Das Wohngeld Plus, das
       jetzt abgewickelt wird, hatte die Ampelregierung 2023 eingeführt. Die
       Kürzung des Wohngelds soll ab dem 1. 1. 2027 gelten.
       
       8 Jul 2026
       
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 (DIR) Stefan Reinecke
       
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