# taz.de -- Erdbeben in Venezuela: Regierung zählt 2.295 Tote, Zehntausende weiter vermisst
       
       > Die offizielle Zahl der Erbebenopfer in Venezuela ist weiter gestiegen.
       > Noch immer werden Überlebende entdeckt. Notunterkünfte sind überfüllt.
       
 (IMG) Bild: Rettungskräfte suchen in den Trümmern eines eingestürzten Gebäudes in Caraballeda nach Überlebenden
       
       ap/afp/epd/taz | Nach den schweren Erdbeben in Venezuela steigt die Zahl
       der Todesopfer und Verletzten weiter an. Regierungsangaben zufolge kamen
       mindestens 2.295 Menschen ums Leben. Die Zahl der Verletzten stieg auf
       11.267, wie die Regierung am Mittwoch (Ortszeit) mitteilte. Die Regierung
       hat zudem sieben Tage Staatstrauer ausgerufen. „Heute begleiten wir die
       Familien, die ihre Liebsten verloren haben, und werden für die Verwundeten,
       weiterhin Verschwundenen und die betroffenen Gemeinschaften beten“,
       erklärte die amtierende Präsidentin Delcy Rodríguez am Mittwoch im
       Kurznachrichtendienst Telegram.
       
       Die Erdbeben der Stärke 7,2 und 7,5 hatten das Land am 24. Juni im Abstand
       von nur 39 Sekunden erschüttert. Noch immer [1][werden Tausende Menschen
       vermisst].
       
       Laut der nicht staatlichen Webseite [2][venezuelareporta], auf der
       vermisste Menschen gemeldet werden können, fehlt von über 41.000 Menschen
       weiter jede Spur. Nur etwas weniger als 6.000, der ursprünglich auf der
       Seite Gesuchten, konnten mittlerweile wiedergefunden werden.
       
       Hilfsorganisationen warnen vor einer sich verschärfenden medizinischen
       Krise. Tausende Vertriebene schlafen in überfüllten Notunterkünften oder im
       Freien – ohne Zugang zu sauberem Wasser und unter schlechten hygienischen
       Bedingungen.
       
       Nach Einschätzung von Ärzten und Hilfsorganisationen könnten unbehandelte
       Verletzungen und Infektionskrankheiten in den kommenden Tagen und Wochen
       weitere Menschenleben fordern.
       
       Noch immer finden Retter Lebende unter den Trümmern, darunter am Dienstag
       ein Kleinkind. In dem besonders schwer betroffenen Ort Catia La Mar war am
       Mittwoch ein 43-Jähriger unter den Trümmern eines eingestürzten,
       siebenstöckigen Gebäudes lebend entdeckt worden.
       
       Am frühen Donnerstagmorgen waren die Rettungskräfte nur noch knapp einen
       Meter von dem Mann entfernt. Vorsichtig trugen sie weitere Trümmer ab, um
       weitere Einstürze in dem Schuttberg zu verhindern.
       
       2 Jul 2026
       
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