# taz.de -- US-Senat stimmt für Ende des Irankriegs: Erneute Niederlage für Donald Trump
       
       > Der US-Senat votiert mit knapper Mehrheit für ein Ende des Irankriegs.
       > Auch vier Republikaner stimmten dafür. Donald Trump ist stinksauer.
       
 (IMG) Bild: Spitze gegen Trump: das Kapitol in Washington, in dem der US-Senat tagt
       
       afp | Erneute Niederlage für US-Präsident Donald Trump im Kongress: Rund
       [1][drei Wochen nach dem Repräsentantenhaus] hat am Dienstag auch der Senat
       in Washington für ein Ende des Irankriegs gestimmt. Obwohl das Votum keine
       Gesetzeskraft hat, zeigte sich Trump empört: Die Abstimmung sei „schlecht
       getimt“ und erschwere ihm die Verhandlungen mit Iran, erklärte der
       Präsident.
       
       Insgesamt 50 Senatorinnen und Senatoren stimmten für die Beschränkung von
       Trumps Befugnissen im Irankrieg, 48 stimmten dagegen. Neben den
       oppositionellen Demokraten, welche die Entschließung eingebracht hatten,
       schlossen sich auch vier Republikaner dem Votum gegen den eigenen
       Präsidenten an.
       
       Die sogenannte Kriegsbefugnisentschließung (War Powers Resolution) ist ein
       Ausdruck für den Unmut im Kongress. Trump hatte den Militäreinsatz gegen
       Iran Ende Februar ohne parlamentarische Zustimmung befohlen. Laut
       US-Verfassung hat aber der Kongress „die Befugnis (…), Krieg zu erklären“.
       Die nun verabschiedete War Powers Resolution hat allerdings keine
       Gesetzeskraft und gilt deshalb vorwiegend als rein symbolisch.
       
       Trump kritisierte die Entscheidung des Senats. Offenbar in Anspielung auf
       einen Boxkampf schrieb er in seinem Onlinedienst Truth Social: „Ich habe
       Iran also in den Seilen, kurz vor dem K.o. … und der US-Senat beschließt
       eine schlecht getimte und bedeutungslose Abstimmung.“ Dies habe seine
       Aufgabe erschwert. „Aber ich werde sie auf die eine oder andere Weise zu
       Ende bringen – denn ich bringe die Dinge immer zu Ende!“, fügte der
       Präsident hinzu.
       
       Er hatte die Abstimmung schon vor Wochen als „unpatriotisch“ verurteilt und
       dem Kongress vorgeworfen, die laufenden Verhandlungen mit Teheran zu
       behindern.
       
       Die USA und Israel hatten den Irankrieg Ende Februar mit Luftangriffen auf
       Teheran begonnen. Der Iran reagierte darauf mit Raketen- und
       Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und
       US-Einrichtungen in der Region. Mitte Juni unterzeichneten die USA und Iran
       dann ein Rahmenabkommen. [2][Derzeit laufen Verhandlungen], die bis August
       zum Abschluss einer endgültigen Vereinbarung für ein Kriegsende führen
       sollen.
       
       24 Jun 2026
       
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