# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukrainekrieg +++: Höhlenkloster in Kyjiw brennt
       
       > Bei einem russischen Luftschlag gerät die Hauptkirche des Weltkulturerbes
       > in Brand. EU nimmt Beitrittsgespräche mit Ukraine und Moldau wieder auf.
       
 (IMG) Bild: Feuerwehrleute löschen den Brand im Höhlenkloster nach einem russischen Raketen- und Drohnenangriff
       
       ## Selenskyj: Habe Treffen mit Putin bei G7 vorgeschlagen
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge
       ein Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin während des
       G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit,
       sagt Selenskyj vor der Presse bei seinem Besuch des durch einen Angriff
       beschädigten Höhlenklosters in Kiew. Einem Insider zufolge hat Selenskyj
       den Vorschlag den USA und Frankreich sowie Russland vorgelegt, habe von der
       russischen Seite aber keine klare Antwort erhalten. (rtr)
       
       ## Bundesregierung verurteilt Angriffe auf Kloster
       
       Die Bundesregierung reagiert mit deutlicher Kritik auf eine Welle
       russischer Luftangriffe auf die Ukraine, bei denen auch die Hauptkirche des
       zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten ist.
       „Die Angriffe auf das Kloster verurteilen wir auf das Schärfste“, sagte der
       stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. „Es zeigt,
       wie wenig ausgeprägt die Bereitschaft auf russischer Seite ist, irgendetwas
       in Richtung einer Beruhigung und einer Befriedung dieses Konfliktes zu
       tun.“ Angesprochen auf mögliche Ansatzpunkte und Gelegenheiten für
       Gespräche mit Russland sagte der Sprecher: „Die Voraussetzung dafür ist,
       dass der Druck auf Russland aufrechterhalten bleibt, dass wir klar und fest
       bleiben in der Unterstützung der Ukraine.“ Dies dürfte beim G7-Gipfel und
       aller Voraussicht nach auch beim anstehenden EU-Gipfel noch einmal klar
       betont werden. (dpa)
       
       ## Selenskyj: Russische Drohnen verursachten Brand in
       Weltkulturerbe-Kathedrale in Kiew
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat gezielte russische
       Drohnenangriffe für einen Brand in einer Unesco-Weltkulturerbestätte in
       Kiew verantwortlich gemacht. „Es wurde bestätigt, dass zwei russische
       Drohnen gezielt“ den Bereich der ukrainischen Hauptstadt angegriffen
       hätten, in dem sich die Mariä-Entschlafens-Kathedrale befinde, erklärte
       Selenskyj am Montag in Onlinediensten.
       
       Die Unesco verurteilte den Angriff. Dieser habe „erhebliche Schäden am
       Äußeren und Inneren der Mariä-Entschlafens-Kathedrale verursacht“, erklärte
       die UN-Organisation im Onlinedienst X. „Die Unesco verurteilt Angriffe auf
       Kulturgüter, Bildungseinrichtungen, Studierende, Lehrkräfte und
       Medienschaffende, die unter dem Schutz des Völkerrechts stehen.“ (afp)
       
       ## Wadephul verurteilt russische Angriffe als „ruchlose Attacken“
       
       Außenminister Johann Wadephul hat die nächtlichen russischen Luftangriffe
       auf die Ukraine scharf verurteilt. Der CDU-Politiker sprach von „ruchlosen
       Attacken“, die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von
       unschätzbarem Wert gerichtet hätten. „Das zeigt: Eine echte Bereitschaft
       besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten“,
       ergänzte der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche
       Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde
       man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland
       fortsetzen.
       
       Während einer neuen Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine war zuvor
       auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in
       Kyjiw in Brand geraten. „Nach operativen Informationen gibt es ernsthafte
       Schäden auf dem Gelände des Höhlenklosters“, schrieb der Militärgouverneur
       der Dreimillionenstadt, Tymur Tkatschenko, bei Telegram. Die
       EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte zu den jüngsten Angriffen auf
       Zivilisten: „Das sind alles Kriegsverbrechen, die Russland begeht.“ (dpa)
       
       ## Russland dementiert Angriff auf Kiewer Höhlenkloster
       
       Russland weist die Verantwortung für den Beschuss und die Schäden an dem
       historischen Höhlenkloster Petscherska Lawra in Kiew zurück. Vielmehr sei
       eine US-Luftabwehrrakete vom Typ Patriot in dem Kloster eingeschlagen,
       teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die russischen
       Streitkräfte planten keine Angriffe auf zivile Infrastruktur und nähmen
       solche auch nicht vor. Ziel des nächtlichen Beschusses seien Fabriken zur
       Drohnenproduktion gewesen. „Bestätigten Berichten zufolge wurde der
       Gebäudekomplex der Kyjiwer Petscherska Lawra von einer Rakete des
       amerikanischen Patriot-Luftabwehrsystems getroffen. Ein möglicher Grund für
       die Fehlfunktion dieses Systems könnte sein, dass westliche Länder dem
       Kyjiwer Regime Raketen geliefert haben, deren Verwendungsfrist bereits
       abgelaufen war“, heißt es in der Erklärung. (rtr)
       
       ## Bericht: Russland lockert wegen Engpässen Umweltvorgaben für Kraftstoffe
       
       Wegen Engpässen bei der Versorgung erlaubt die russische Regierung einem
       Zeitungsbericht zufolge einigen Raffinerien die Produktion von Benzin und
       Diesel mit niedrigeren Umweltstandards für den heimischen Markt. Die
       bereits im Herbst eingeführte Maßnahme war zunächst bis zum 1. Mai
       befristet und sei aber nun verlängert worden, berichtet die Zeitung
       Kommersant. Gestattet seien Abweichungen unter anderem beim Schwefelgehalt.
       Hintergrund der Engpässe sind monatelange ukrainische Angriffe auf
       russische Raffinerien und Treibstofflager. In rund einem Dutzend Regionen
       gibt es Medienberichten zufolge Lieferprobleme. Die Behörden in der Region
       Udmurtien östlich von Moskau schränken die Abgabe bestimmter Benzinsorten
       an Tankstellen des Ölkonzerns Tatneft wegen logistischer Probleme
       vorübergehend ein. (rtr)
       
       ## Selenskyj fordert von G7 Reaktion auf Russlands Angriff
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gruppe der sieben
       großen Industrienationen (G7) zu einer entschlossenen Antwort auf die
       russischen Angriffe in Kyjiw und anderen Städten aufgerufen. Es brauche
       mehr Druck auf den Aggressor, mehr Unterstützung für die Luftverteidigung
       der Ukraine – vor allem zum Schutz vor Angriffen mit ballistischen Raketen,
       teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er wird am Abend beim G7-Gipfel im
       französischen Évian erwartet. (dpa)
       
       ## Frankreich: Angriff auf Kyjiwer Kloster kommt Angriff auf Notre-Dame
       gleich
       
       Frankreich verurteilt die jüngsten Angriffe Russlands auf die Ukraine.
       Außenminister Jean-Noël Barrot vergleicht den Angriff auf das Kiewer
       Höhlenkloster Petscherska Lawra mit einem Bombardement der Pariser
       Kathedrale Notre-Dame. „Dies ist ein Unesco-Weltkulturerbe, was für uns in
       Frankreich so wäre, als ob Notre-Dame oder Saint-Denis bombardiert worden
       wären, was völlig inakzeptabel ist“, sagt Barrot bei seiner Ankunft zu
       einem Treffen der EU-Außenminister. Mit Saint-Denis spielt der Minister auf
       die Kathedrale in dem gleichnamigen bei Paris gelegenen Ort an. Das im
       Zentrum Kyjiws gelegene Höhlenkloster aus dem Jahr 1051 gehört zum
       Unesco-Weltkulturerbe. Es wurde bei einem direkten Angriff in der Nacht
       schwer beschädigt. (rtr)
       
       ## Mehr als 600 Drohnen bei Angriffen in der Ukraine eingesetzt
       
       Bei [1][schweren Angriffen auf die Ukraine] hat Russland nach Angaben der
       ukrainischen Luftwaffe mehr als 600 Drohnen eingesetzt. Insgesamt habe
       Russland in der Nacht zum Montag mit 611 Drohnen und 70 Raketen
       angegriffen, hieß es. Neben Kyjiw, wo Schäden am berühmten Höhlenkloster
       entstanden, konzentrierten sich die Angriffe laut dem Militär auf die
       Städte Dnipro und Charkiw. 50 Raketen und 582 Drohnen seien unschädlich
       gemacht worden, bevor sie ihre Ziele hätten erreichen können, erklärte die
       Luftwaffe. Nach ersten Erkenntnissen wurden 42 Orte in der Ukraine von 20
       ballistischen Raketen und 27 Angriffsdrohnen getroffen. An 12 Orten
       stürzten Drohnentrümmer zu Boden. (ap)
       
       ## Selenskyj: Angriff auf Kloster ist Verbrechen an christlicher Kultur
       
       Der russische Angriff auf das Kyjiwer Höhlenkloster ist Präsident Wolodymyr
       Selenskyj zufolge ein schweres Verbrechen gegen die christliche Kultur.
       „Ein russischer Angriff auf die Kyjiwer Petscherska Lawra hat die
       Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand gesetzt – eine Kirche, deren
       Geschichte bis ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Und dies ist eines der
       bislang schwerwiegendsten Verbrechen Russlands gegen die christliche
       Kultur“, schreibt Selenskyj auf X. Er fordert die G7-Staaten zudem auf, den
       Druck auf Russland zu erhöhen und die Hilfe für die ukrainische Luftabwehr
       zu verstärken. (rtr)
       
       ## Geistlicher: Ikonen des Höhlenklosters vor Brand gerettet
       
       Nach dem Brand auf dem Gelände des weltberühmten Höhlenklosters in Kyjiw
       sind die alten Ikonen und anderen Heiligtümer des orthodoxen Christentums
       nach Kirchenangaben in Sicherheit. Es sei eine rasche Rettung liturgischer
       Gegenstände und der Reliquien organisiert worden, teilte Metropolit
       Awraamij auf Facebook mit. Sie hätten „nicht nur kirchlichen, sondern auch
       nationalen und universellen Wert“, sagte der von der staatlich anerkannten
       Orthodoxen Kirche der Ukraine eingesetzte Vorsteher.
       
       Der Geistliche dankte allen Klosterbrüdern und den anderen Beteiligten der
       Rettungsaktion für die Erhaltung der Kirchenschätze. Die Beseitigung der
       Folgen des Angriffs dauere an, sagte er. Russland hatte die Ukraine in der
       Nacht erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei geriet auch
       die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand. Sie ist die Hauptkirche des zum
       Weltkulturerbe der Unesco zählenden Höhlenklosters. Awraamij rief die
       internationale Gemeinschaft auf, sich unter den Bedingungen des andauernden
       Krieges für den Schutz des geistigen und kulturellen Erbes der Ukraine
       einzusetzen. Bei den russischen Angriffen auf Kyjiw wurden laut Behörden
       mindestens 4 Menschen getötet und 25 weitere verletzt. (dpa)
       
       ## Zerstörungen im nationalen Filmstudio
       
       Der russische Angriff führte auch zu großen Schäden im Nationalen
       Oleksandr-Dovzhenko-Filmstudio in Kyjiw. In einem der ältesten Filmstudios
       der Ukraine sei ein Feuer ausgebrochen, teilte Kulturministerin Tetjana
       Bereschna bei Facebook mit. „Es wurde die größte und älteste Kostümsammlung
       der Ukraine vernichtet. Im Studio befanden sich rund 100.000 Kostüme und 3
       Millionen verschiedene Bekleidungsstücke“, sagte Bereschna, die auch
       stellvertretende Regierungschefin ist. Neben der Kostümwerkstatt seien
       weitere Gebäude des Filmstudios beschädigt worden. Benannt ist die zu
       Sowjetzeiten gegründete Filmproduktionsstätte nach dem ukrainischen
       Regisseur Oleksandr Dovzhenko (1894-1956).
       
       „Russland greift weiterhin gezielt nicht nur die zivile Infrastruktur und
       die Zivilbevölkerung an, sondern auch kulturelle Einrichtungen, die die
       ukrainische Identität, das Gedächtnis und die Geschichte bewahren“, sagte
       die Ministerin. „Die Zerstörung kultureller Zentren ist ein Versuch, dem
       Gedächtnis, der Geschichte und der Eigenständigkeit des ukrainischen Volkes
       einen Schlag zu versetzen.“ (dpa)
       
       ## Russland: Schwere Angriffe auf ukrainische Rüstungsanlagen
       
       Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums massive Angriffe
       auf Rüstungsanlagen und Militärflugplätze in der Ukraine geflogen. Die
       Attacken hätten Städten wie Kyjiw, Charkiw und Dnipro gegolten, teilt das
       Ministerium mit. Alle Angriffe seien erfolgreich gewesen. (rtr)
       
       ## Ukrainische Regierung: Neun Tote und Kathedralenbrand in Kyjiw bei
       russischen Angriffen
       
       Bei russischen Angriffen auf mehrere Städte in der Ukraine sind
       Behördenangaben zufolge mindestens neun Menschen getötet worden. Bei
       Angriffen auf die Hauptstadt Kyjiw seien vier Menschen getötet worden,
       außerdem sei die Unesco-Weltkulturerbestätte Mariä-Entschlafens-Kathedrale
       in Brand geraten, erklärte Bürgermeister Vitali Klitschko am Montag im
       Onlinedienst Telegram. In der nordöstlichen Stadt Charkiw seien fünf
       Rettungskräfte getötet worden, mindestens neun weitere Menschen seien dabei
       verletzt worden, gab Innenminister Ihor Klymenko bekannt. Die Einsatzkräfte
       seien bei Löscharbeiten angegriffen worden.
       
       In Kyjiw meldete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP heftigen
       Raketenbeschuss. Nach Angaben des Bürgermeisters wurden mehrere Stadtteile
       getroffen. Der Leiter der städtischen Militärverwaltung, Tymur Tkatschenko,
       meldete sechs Verletzte bei den Angriffen. Später teilte Klitschko auf
       Telegram mit, die Mariä-Entschlafens-Kathedrale im Bereich des Kyjiwer
       Höhlenklosters sei durch russische Angriffe in Brand gesteckt worden. Das
       Dach der Kathedrale stehe in Flammen, erklärte Klitschko.
       
       Zuvor hatte der Regionalgouverneur von Charkiw, Oleh Synehubow, erklärt,
       bei [2][russischen Raketenangriffen] seien zwei Menschen schwer verletzt
       worden. Auch in anderen Teilen der Ukraine kam es zu russischen Angriffen.
       In der ostukrainischen Stadt Dnipro wurde ein Mensch verletzt, wie der
       Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleksandr Ganscha, mitteilte.
       (afp)
       
       ## Gouverneur: Tote bei Angriff auf Stadt südlich von Moskau
       
       Die russischen Behörden melden drei Tote nach einem ukrainischen
       Drohnenangriff auf die Stadt Tula südlich von Moskau. Bei der Attacke seien
       auch drei Menschen verletzt worden, darunter ein einjähriges Kind, teilt
       Regionalgouverneur Dmitri Miljajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram
       mit. In der Region Tula befinden ‌sich mehrere große Industrieanlagen. Das
       Gebiet ist bereits wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe geworden. Die
       Stadt Tula liegt rund 200 Kilometer von Moskau entfernt. (rtr)
       
       ## Behörden: Zwei Brücken zur Krim bei Drohnenangriff beschädigt
       
       Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind zwei Brücken zwischen dem
       russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Cherson und der
       Halbinsel Krim beschädigt worden. Der Verkehr sei ausgesetzt worden, teilt
       der ‌von Russland eingesetzte Gouverneur Wladimir Saldo auf dem
       Kurznachrichtendienst Telegram mit. Auf der von Russland annektierten Krim
       ist es nach der jüngsten Zunahme von Angriffen zu Engpässen bei der
       Treibstoffversorgung gekommen. (rtr)
       
       ## EU nimmt Verhandlungen in Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau
       wieder auf
       
       Nach dem Ende einer Blockade durch Ungarn nimmt die EU am Montag [3][die
       Verhandlungen in den Beitrittsgesprächen mit der Ukraine und Moldau] wieder
       auf. Zunächst geht es dabei um Werte und Grundprinzipien, die beide Länder
       einhalten müssen, um der EU beitreten zu können. Mehr als zwei Jahre nach
       Beginn des Ukrainekrieges hatte die EU im Juni 2024 formell
       Beitrittsgespräche mit der Ukraine aufgenommen. Das komplexe Verfahren
       dauert üblicherweise Jahre und umfasst Verhandlungen über Themen von der
       Landwirtschaft bis zur Rechtsstaatlichkeit. Der Beitrittsprozess der
       Ukraine war wegen des Widerstands der rechtsnationalistischen, ungarischen
       Regierung unter Viktor Orban zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Nach dem
       Regierungswechsel in Budapest gab Ungarn sein Veto auf. (afp)
       
       ## Polen lässt wegen russischer Angriffe auf Ukraine Kampfjets aufsteigen
       
       Als Reaktion auf die russischen Luftangriffe auf die Ukraine lässt Polen
       eigene Kampfjets aufsteigen. Zudem werden ‌bodengestützte Luftabwehrsysteme
       und die Radaraufklärung in Bereitschaft versetzt, teilen die polnischen
       Streitkräfte auf der Plattform X mit. Die Maßnahmen sind den Angaben
       zufolge präventiver Natur. Sie dienen dem Schutz des eigenen Luftraums,
       insbesondere in den an die Ukraine grenzenden Gebieten. (rtr)
       
       ## Selenskyj gratuliert Trump zum 80. Geburtstag
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat seinem US-Kollegen Donald
       Trump zu dessen 80. Geburtstag gratuliert. „Es gab nicht nur die
       Gratulationen, sondern auch viele Schlüsselthemen: über den Krieg, dessen
       Wurzeln, diplomatische Möglichkeiten und die Positionen unserer Partner“,
       sagte Selenskyj in einer Videobotschaft. Es sei ein langes und
       detailliertes Telefonat gewesen. Dabei sei ein Treffen beim am Montag im
       französischen Évian startenden G7-Gipfel vereinbart worden. Zuvor hatte
       Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn Journalisten gegenüber von einer
       Gesprächsdauer von rund 30 Minuten gesprochen. (dpa)
       
       ## Putin gratuliert Trump zum 80. Geburtstag
       
       Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem US-amerikanischen
       Kollegen Donald Trump in einem Telefonat zum 80. Geburtstag gratuliert.
       Trump sei dabei erneut für eine Einstellung der Kampfhandlungen in der
       Ukraine eingetreten, meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur
       Tass unter Berufung auf den außenpolitischen Berater des Kremls, Juri
       Uschakow. In dem Gespräch seien zudem der Irankrieg und die bilateralen
       Beziehungen besprochen worden. Dem außenpolitischen Berater zufolge sagte
       Putin, dass die kürzlichen ukrainischen Angriffe auf „zivile Objekte auf
       russischem Gebiet“ eine Friedensregelung erschwerten. „Das wurde
       hervorgehoben“, sagte Uschakow. Jedoch habe der Kremlchef erklärt, dass
       diese Attacken die „Lage der Ukraine auf dem Schlachtfeld“ nicht ändern
       würden. Wenn der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Putin reden
       wolle, könne er weiterhin nach Moskau kommen.
       
       Das „äußerst freundliche“ Gespräch hat laut Uschakow 55 Minuten gedauert.
       Parallel dazu habe Moskau auch ein Glückwunschschreiben nach Washington
       geschickt. Es sei das 13. Telefonat der beiden seit Trumps Amtsantritt im
       Januar 2025 gewesen. Russland führt seit 2022 einen Angriffskrieg gegen die
       Ukraine. Washington drängt beide Seiten seit Monaten zu einem
       Friedensschluss. (dpa)
       
       ## Russische Drohne tötet 73-Jährige nahe Saporischschja
       
       In der Südostukraine ist eine 73-jährige Frau durch eine ferngesteuerte
       russische Drohne getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei dem
       Angriff auf ein Auto beim Dorf Bilenke verletzt worden, teilte der
       Militärgouverneur des Gebiets Saporischschja, Iwan Fedorow, bei Telegram
       mit. Alle Insassen waren demnach über 70 Jahre. Bilenke liegt unweit des
       Westufers des Flusses Dnipro, der in dieser Region ukrainische und
       russische Truppen voneinander trennt. (dpa)
       
       15 Jun 2026
       
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