# taz.de -- „Vorsicht vor der NSAFD“: Hakenkreuz aus veganem Hack für die AfD
       
       > Der Landeschef spricht von einer „Schmach“: Beim Hotelfrühstück vor dem
       > BaWü-Parteitag taucht eine Swastika aus Hackfleisch-Ersatz auf – serviert
       > von Aktivisten.
       
 (IMG) Bild: Emil Sänze ist eingeschnappt, das vegane Ha(c)kenkreuz hat wohl nicht geschmeckt
       
       Heidenheim dpa/lsw Ein Hakenkreuz aus veganem Hack, garniert mit
       Gewürzgurken und einem politischen Appell: Linke Aktivisten haben
       AfD-Politikern im Vorfeld des Landesparteitags in Heidenheim beim Frühstück
       im Hotel gestört – und eine Protestbotschaft auf einem Drehteller serviert:
       ein Hakenkreuz, geformt aus veganem Hackfleisch.
       
       Zu der Aktion bekannten sich Aktivisten aus dem Umfeld [1][des Zentrums für
       Politische Schönheit]. Um das von den Nazis verwendete Symbol formten die
       Aktivisten einen Schriftzug: „Vorsicht vor der NSAFD“ – eine
       Buchstabenkombination aus der von Adolf Hitler geführten NSDAP und der AfD.
       
       ## Eigentlich ein verbotenes Symbol
       
       Für den Zugang zum Frühstücksraum hatten sich die Aktivisten nach eigenen
       Angaben heimlich ins Hotel am Congress Centrum in Heidenheim einquartiert,
       wo auch viele AfD-Delegierte übernachteten. Wegen ihrer kritischen
       politischen Botschaft werten sie die Aktion nicht als Straftat, weil man
       das Hakenkreuz, eigentlich ein verbotenes Symbol, durch diese Botschaft ja
       eingeordnet habe.
       
       Die Polizei bestätigte den Vorfall. Eine dem linken Spektrum zuzuordnende
       Person habe sich in das Hotel eingemietet und dort am Morgen ein
       „hakenkreuzförmiges Gebilde aus Hackfleisch“ am Büfett platziert, sagte ein
       Sprecher. Die Ermittler prüfen nun den Verdacht des Verwendens von
       Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen.
       
       ## 1,2 Kilo Hack, Zwiebeln, Gurken und Bedrohungen durch die AfD
       
       Der federführende Aktivist, der anonym bleiben möchte, bezeichnete die
       Aktion gegenüber der Deutschen Presse-Agentur als „künstlerische
       Intervention“. Ziel sei es gewesen, Menschen zum Nachdenken anzuregen. Der
       Mett-Igel sei schließlich eine „deutsche Institution“.
       
       Nach Angaben der Aktivisten bestand das Kunstwerk aus 1,2 Kilogramm veganem
       Hackfleisch. Nach dem Aufbau des Arrangements seien die Beteiligten
       teilweise von AfD-Politikern bedroht worden.
       
       ## Landeschef Sänze sucht die Opferrolle
       
       Für Empörung sorgte die Aktion bei der Parteiführung. Der Landesvorsitzende
       Emil Sänze sprach auf dem Parteitag von einer Schmach, die AfD-Politiker
       ertragen müssten. Er berichtete von „Antifa-Leuten“, die im Hotel gewesen
       seien und „meinten, sie müssten aus Hack ein Hakenkreuz auf die Theke
       setzen“. „So weit ist die Republik gekommen“, sagte Sänze. Er riet den
       linken Aktivisten, es „vielleicht einmal mit Arbeit zu versuchen“ statt nur
       mit Demonstrationen.
       
       Das Zentrum für Politische Schönheit sorgt seit Jahren mit provokanten
       Aktionen für Aufmerksamkeit. Im vergangenen Sommer störten Aktivisten der
       Gruppe etwa ein ARD-Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel im Berliner
       Regierungsviertel.
       
       6 Jun 2026
       
       ## LINKS
       
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