# taz.de -- Nach jahrelangem Exil: Jemens Ex-Präsident Hadi in Saudi-Arabien gestorben
> Hadi war nach dem Beginn des Bürgerkriegs in Jemen nach Saudi-Arabien
> geflohen. Die Huthi-Miliz kontrolliert heute einen großen Teil des
> verarmten Landes.
(IMG) Bild: Im Frühjahr 2022 trat Hadi zurück und übertrug seine Befugnisse an einen neu eingesetzten Präsidialrat
afp | Der frühere Präsident des Jemen, Abed Rabbo Mansur Hadi, ist
jemenitischen Angaben zufolge in Saudi-Arabien gestorben. Der 80-Jährige
starb in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad „infolge eines plötzlichen
gesundheitlichen Zusammenbruchs“, hieß es aus dem Umfeld von Jemens
Präsidentschaft. Hadi war nach dem Beginn des Bürgerkriegs in seiner Heimat
2015 nach [1][Saudi-Arabien] geflohen. 2022 übertrug er seine Befugnisse an
einen neu eingesetzten Präsidialrat mit Sitz in Aden.
Hadi hatte sein Amt 2012 angetreten. Zuvor war er jahrelang
[2][Vizepräsident unter Ali Abdullah Saleh], der nach drei Jahrzehnten an
der Spitze des Staates im Zuge des sogenannten Arabischen Frühlings im
Februar 2012 zurückgetreten war.
Der Jemen ist das ärmste Land auf der arabischen Halbinsel. In den
vergangenen Jahren wütete dort ein Bürgerkrieg, der eine humanitäre
Katastrophe nach sich zog. Große Teile von Jemen werden von der
islamistischen Huthi-Miliz kontrolliert, die 2014 die Hauptstadt Sanaa
eingenommen hatte. 2015 begann ein von Saudi-Arabien angeführtes
Militärbündnis zugunsten der Regierungstruppen einzugreifen.
Der auch als Stellvertreterkrieg zwischen dem Iran und Saudi-Arabien
geltende Bürgerkrieg wurde im April 2022 durch eine von der UNO vermittelte
Waffenruhe beendet. Obwohl das Abkommen auslief, wurden die Kämpfe
weitestgehend eingestellt. [3][Die humanitäre Krise dauert jedoch weiter
an.]
28 May 2026
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