# taz.de -- Trumps Kehrtwende: USA entsenden „5.000 zusätzliche Soldaten“ nach Polen
> Erst war die Verlegung von Soldaten nach Polen gestoppt werden. Jetzt
> verkündet Trump, es würden 5.000 Soldaten zur Sicherung der
> Nato-Ostflanke entsandt.
(IMG) Bild: Er habe ein gutes Verhältnis zum rechtskonservativen Präsidenten Karol Nawrocki, sagte US-Präsident Donald Trump
afp | Inmitten wachsender Zweifel an der Verlässlichkeit der USA als
Nato-Partner hat US-Präsident Donald Trump eine Entsendung von Soldaten
nach Polen angekündigt. Trump begründete die Entsendung von „5.000
zusätzlichen Soldaten“ am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social
mit seinem guten Verhältnis zu Polens rechtsnationalem Präsidenten Karol
Nawrocki. Details zur Entsendung nannte Trump nicht.
Erst vergangene Woche hatten hochrangige US-Militärvertreter
bekanntgegeben, dass die USA die geplante [1][Entsendung von 4.000]
Soldaten nach Polen gestoppt hätten. US-Vizepräsident J. D. Vance sagte am
Dienstag vor Journalisten im Weißen Haus, die Verlegung sei lediglich
verschoben und nicht gestrichen worden. Die Soldaten könnten aber auch
woanders in Europa stationiert werden. Vance sagte zugleich, Europa müsse
„auf eigenen Beinen stehen“.
[2][Ob Trumps Ankündigung] vom Donnerstag sich auf die US-Soldaten bezog,
deren Entsendung nach Polen vorübergehend gestoppt worden war, blieb
zunächst unklar. Parlamentarier von Trumps Republikanischer Partei hatten
die Entscheidung zu Polen teils scharf kritisiert.
## Nato-Außenministertreffen in Schweden
Trump drängt die europäischen Verbündeten seit Langem dazu, mehr für ihre
eigene Verteidigung zu tun. Der US-Präsident hat sich auch wiederholt
darüber empört, dass sich die Nato-Verbündeten im Irankrieg nicht an der
Sicherung der Straße vom Hormus beteiligten.
Scharfe Kritik übte Trump in diesem Zusammenhang auch an Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU), der den USA eine fehlende Strategie im Irankrieg
vorgeworfen hat. Anfang Mai kündigten die USA an, binnen eines Jahres 5.000
Soldatinnen und Soldaten aus Deutschland abzuziehen. Trump erklärte später,
Washington werde die Zahl „noch deutlich stärker reduzieren“.
Kritiker werfen Trump vor, mit seinem Vorgehen [3][die Nato zu schwächen]
und damit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Karten zu
spielen. Inmitten der Spannungen kamen am Donnerstag die Nato-Außenminister
im schwedischen Helsingborg zu einem zweitägigen Treffen zusammen.
22 May 2026
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