# taz.de -- +++ Nachrichten im Iran-Krieg +++: Trump nennt Krieg „fast vorüber“
       
       > Der US-Präsident deutet mögliche weitere Gespräche mit Iran an, die
       > Türkei und Pakistan vermitteln derweil. Kämpfe zwischen Israel und
       > Hisbollah gehen weiter.
       
 (IMG) Bild: US-Präsident Donald Trump hofft auf ein Einlenken des Iran
       
       ## Iran erwartet pakistanische Delegation noch am Mittwoch
       
       Pakistan betätigt sich weiter als Vermittler im Iran-Krieg. Das iranische
       Außenministerium teilt staatlichen Medien zufolge mit, man erwarte am
       Mittwoch eine pakistanische Delegation, die Botschaften aus den USA
       überbringen solle. Ein Datum für eine Fortsetzung der Gespräche zwischen
       Teheran und Washington stehe jedoch noch nicht fest, berichtet die
       Nachrichtenagentur Mehr. Seit der Rückkehr der iranischen Delegation aus
       Pakistan am Samstag laufe der Nachrichtenaustausch weiter. Bei den
       Gesprächen gehe es um ein vollständiges Ende des Krieges, die Aufhebung von
       Sanktionen sowie um Entschädigungen für US-israelische Angriffe auf den
       Iran. Berichte über eine Verlängerung der Waffenruhe bestätigt das
       Ministerium nicht. (rtr)
       
       ## Trump: China wird Iran keine Waffen liefern
       
       China hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump einen Verzicht auf
       Waffenlieferungen an den Iran erklärt. Die Volksrepublik sei „sehr
       glücklich, dass ich die Straße von Hormus dauerhaft öffne“, schrieb Trump
       am Mittwoch in sozialen Medien. „Sie haben zugestimmt, keine Waffen an den
       Iran zu liefern.“ Berichten zufolge hat China erwogen, Waffen an den Iran
       zu liefern. Das chinesische Außenministerium hat in den vergangenen Tagen
       wiederholt bestritten, dass die Volksrepublik den Iran in irgendeiner Form
       militärisch unterstützt. Trump sagte am Dienstag in einem Interview, der
       chinesische Präsident Xi Jinping habe in Abrede gestellt, dass China den
       Iran mit Waffen versorge. (ap)
       
       ## Trump rudert nach Kritik an Spritpreis-Aussage zurück
       
       US-Präsident Donald Trump ist nach kritischen Reaktionen auf seine
       Äußerungen zur Entwicklung der Spritpreise zurückgerudert. In einem
       Interview mit Fox News hatte er am Sonntag eingeräumt, dass die Öl- und
       Benzinpreise bis zu den Kongresswahlen im November auf dem aktuell hohen
       Niveau bleiben oder „vielleicht ein bisschen höher“ ausfallen könnten. Doch
       in einem weiteren Gespräch des Nachrichtensenders, das am Dienstag im
       Weißen Haus aufgezeichnet und am Mittwoch ausgestrahlt wurde, behauptete
       er, dass er falsch zitiert worden sei.
       
       Trump sagte, er sei zufrieden mit einem Ölpreis von etwa 92 Dollar pro
       Barrel (159 Liter). „Er wird sehr stark nach unten gehen, sobald das hier
       vorbei ist“, erklärte er mit Blick auf den Iran-Krieg. „Und ich denke, das
       kann sehr bald vorbei sein.“ Im späteren Verlauf des Interviews sagte der
       Präsident voraus, dass die Benzinpreise, die derzeit im Schnitt etwas über
       vier Dollar pro Gallone (3,785 Liter) liegen, bis zu den Wahlen „deutlich
       niedriger“ sein würden. Mit Verweis auf den Krieg prophezeite er: „Wenn das
       geregelt ist, werden die Benzinpreise enorm sinken.“ (ap)
       
       ## Trump: Iran-Krieg steht kurz vor dem Ende
       
       US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der Krieg im Iran in Kürze
       enden wird. Er betrachte den Krieg als beinahe beendet, sagt er in einem am
       Dienstag aufgenommenen Interview mit dem Sender Fox Business Network. Die
       Führung in Teheran werde sich auf eine Vereinbarung einlassen. Zudem öffne
       sich die Straße von Hormus wieder. Zugleich warnt Trump Länder, die den USA
       ihre Hilfe verweigert haben: Zu diesen Staaten unterhalte man nicht mehr
       dieselbe Beziehung. (rtr)
       
       ## Iran droht wegen Seeblockade mit Angriffen
       
       Irans Militärführung hat angesichts der US-Seeblockade mit einer
       Wiederaufnahme von Angriffen gedroht. Sollte die Blockade die Sicherheit
       von iranischen Handelsschiffen und Öltankern bedrohen, werde sie einen
       Bruch der Waffenruhe einleiten, hieß es in einer Mitteilung der
       Militärführung, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Als
       mögliche Konsequenzen auf einen Bruch der Waffenruhe nannte die
       Militärführung auch eine Blockade im Roten Meer, wie die staatliche
       Nachrichtenagentur Irna berichtete. Konkret könnte die mit Teheran
       verbündete Huthi-Miliz im Jemen den Schiffverkehr in der Meerenge Bab
       al-Mandab mit Drohungen und Angriffen blockieren. Sie verbindet über den
       Suezkanal Europa mit Asien und gehört zu den wichtigsten Routen für den
       Handel auf See. (dpa)
       
       ## Trotz Libanon-Gesprächen in den USA: Angriffe zwischen Israel und
       Hisbollah fortgesetzt
       
       Nach den ersten direkten Gesprächen zwischen Vertretern Israels und des
       Libanon seit Jahrzehnten sind die gegenseitigen Angriffe zwischen der
       israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz unvermindert
       weitergegangen. Israel beschoss am Mittwoch eine Reihe von Zielen im
       Südlibanon. Die pro-iranische Hisbollah feuerte ihrerseits zahlreiche
       Raketen auf den Norden Israels ab. Die israelische Armee teilte am Mittwoch
       mit, sie habe innerhalb von 24 Stunden mehr als 200 Hisbollah-Ziele im
       südlichen Libanon angegriffen. Getroffen worden seien unter anderem
       „Terroristen“, militärische Infrastruktur und rund 20 Raketenwerfer.
       Angaben zu möglichen Toten durch die Angriffe machten die israelischen
       Streitkräfte nicht.
       
       Kurz zuvor hatte die israelische Armee eine neue Evakuierungsaufforderung
       an die Bevölkerung herausgegeben. „Die Luftangriffe gehen weiter“, hieß es
       darin. Alle Bewohner sollten sich „unverzüglich“ in Gebiete nördlich des
       Flusses Sahrani zurückziehen. Der Fluss liegt rund 40 Kilometer nördlich
       der Grenze zwischen dem Libanon und Israel. Die amtliche libanesische
       Nachrichtenagentur NNA berichtete von zwei israelischen Luftangriffen auf
       Fahrzeuge im Süden des Libanons. Eine Attacke erfolgte demnach in der
       Ortschaft Sadijat, eine weitere auf einer Küstenstraße im nahen Dschijeh.
       Auch andere Orte im Süden des Landes wurden demnach attackiert. Ein
       Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete von einem ausgebrannten
       Lieferwagen, aus dem Rettungskräfte menschliche Überreste bargen. Die
       Hisbollah erklärte ihrerseits, Israel mit zehn Raketen angegriffen zu
       haben. Das israelische Militär bestätigte den Beschuss. Es gab die Zahl der
       Raketen, die bis zum Vormittag auf israelisches Gebiet abgefeuert worden
       seien, aber mit 30 an. Die Hisbollah berichtete darüber hinaus von heftigen
       Kämpfen um die grenznahe Stadt Bint Dschubail. (afp)
       
       ## Trump: Habe Chinas Präsidenten Xi gebeten, dem Iran keine Waffen zu
       liefern
       
       US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach
       eigenen Angaben in einem Brief gebeten, dem Iran keine Waffen zu liefern.
       Xi habe daraufhin geantwortet, dass China die Regierung in Teheran nicht
       beliefere, sagte Trump in einem am Dienstag aufgezeichneten Interview mit
       dem US-Sender Fox Business Network. Wann der Briefwechsel stattfand, ließ
       er offen. Trump hatte in der vergangenen Woche Ländern mit sofortigen
       Zöllen von 50 Prozent gedroht, sollten sie Waffen an den Iran liefern. Die
       Entwicklungen auf dem globalen Ölmarkt wegen des Krieges im Iran und der
       Veränderungen in Venezuela dürften sich Trump zufolge nicht auf sein
       geplantes Treffen mit Xi im kommenden Monat auswirken. „Er ist jemand, der
       Öl braucht. Wir nicht“, sagte Trump. (rtr)
       
       ## Iranische Armee droht mit Blockade im Roten Meer
       
       Die iranische Armee hat mit einer Blockade der Schifffahrt durch das Rote
       Meer und den Persischen Golf gedroht, falls die USA weiterhin iranische
       Häfen in der Straße von Hormus blockieren. Sollten die USA ihre Blockade
       fortsetzten und damit weiter iranische Handelsschiffe und Öltanker in
       Gefahr bringen, würde dies „eine Vorstufe“ zu einer Verletzung der
       geltenden Waffenruhe darstellen, sagte Armeekommandeur Ali Abdollahi laut
       einem Bericht des iranischen Staatsfernsehens. In diesem Fall würden die
       iranischen Streitkräfte „keinerlei Exporte oder Importe durch den
       Persischen Golf, den Golf von Oman und das Rote Meer zulassen“, warnte
       Abdollahi. (afp)
       
       ## Pakistan kündigt tägliche Stromabschaltungen an
       
       Angesichts der stark gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs hat
       Pakistans Regierung angekündigt, dass im Großteil des Landes künftig
       täglich für zwei Stunden und 15 Minuten der Strom abgeschaltet wird. Dies
       werde abends zwischen 17.00 Uhr und 1.00 Uhr erfolgen, teilte die Regierung
       am Mittwoch mit. Damit solle die Nutzung teurer Brennstoffe reduziert und
       ein starker Preisanstieg verhindert werden. Ausgenommen sind die Städte
       Karachi und Hyderabad im Süden des Landes. Dort stehe eine „kostengünstige
       Stromerzeugung zur Verfügung“, erklärte die Regierung. (afp)
       
       ## Agentur: VAE und Iran telefonieren zu möglicher Deeskalation im Krieg
       
       Der Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Scheich Mansur
       bin Sajid, und der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf
       haben der staatlichen Nachrichtenagentur WAM zufolge über eine Deeskalation
       im Iran-Krieg beraten. Das seltene Telefonat fand vor dem Hintergrund der
       jüngsten Spannungen statt. Die VAE haben iranische Angriffe auf Golfstaaten
       als Terrorakte verurteilt und fordern eine bedingungslose Öffnung der
       Straße von Hormus. (rtr)
       
       ## Lawrow: Russland könnte angereichertes Uran aus Iran einlagern
       
       Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat eine Einlagerung von
       angereichertem Uran aus dem Iran in Russland vorgeschlagen. Moskau sei
       bereit, bei der Lösung der Frage nach dem Umgang mit dem Uran mitzuwirken,
       sagte Lawrow bei einem Besuch in China am Mittwoch. Für die Rolle Moskaus
       seien verschiedene Szenarien denkbar, neben einer Verbringung des
       Atommaterials nach Russland etwa die Verarbeitung hoch angereicherten Urans
       zu Brennstoffqualität. Denkbar sei alles, was für den Iran akzeptabel sei,
       „ohne – ich wiederhole – sein unveräußerliches Recht zu verletzen, Uran für
       friedliche Zwecke anzureichern, wie es das Recht jedes anderen Staates
       ist“, sagte Lawrow in Peking. (ap)
       
       ## Norwegens Ölexporte im März auf Rekordwert gestiegen
       
       Die Ölexporte Norwegens, des größten Ölproduzent Europas, haben im März
       wegen des Iran-Kriegs einen Rekordwert erreicht. Das Land führte im
       vergangenen Monat Öl im Wert von 57,4 Milliarden norwegische Kronen (5,2
       Milliarden Euro) aus, das waren knapp 68 Prozent mehr als im
       Vorjahresmonat, wie am Mittwoch das norwegische Statistikamt mitteilte. Der
       Preis pro Barrel (159 Liter) lag demnach im Monatsdurchschnitt bei 107,52
       Dollar (91,2 Euro). Die enorme Steigerung kommentierte am Dienstag auch
       US-Präsident Donald Trump. Er forderte, dass Großbritannien mehr Öl fördern
       soll.
       
       „Europa leidet unter einem akuten Energiemangel, und dennoch weigert sich
       das Vereinigte Königreich, das Nordseeöl, eines der größten Ölfelder der
       Welt, zu erschließen. Tragisch“, schrieb er am Dienstag in seinem
       Onlinedienst Truth Social. „Norwegen verkauft sein Nordseeöl zum doppelten
       Preis an das Vereinigte Königreich. Die verdienen ein Vermögen.“ Norwegen
       ist der wichtigste Öllieferant für Deutschland: Im vergangenen Jahr kamen
       mit einem Anteil von 16,6 Prozent die meisten Rohölimporte aus dem
       skandinavischen Land. Darauf folgten mit 16,4 Prozent die USA und mit 13,8
       Prozent Libyen. (afp)
       
       ## Türkei bemüht sich um Verlängerung von US-Iran-Waffenruhe
       
       Die Türkei setzt sich nach den Worten von Präsident Tayyip Erdogan für eine
       Verlängerung der Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ein. Ankara
       arbeite daran, die Spannungen abzubauen und die Fortsetzung von Gesprächen
       zu sichern, sagt Erdogan vor Abgeordneten in Ankara. Die Angriffe Israels
       auf den Libanon schadeten den Friedenshoffnungen. Das durch die Waffenruhe
       geschaffene Zeitfenster müsse genutzt werden. (rtr)
       
       ## Hisbollah-Abgeordneter: Spaltung im Libanon könnte sich vertiefen
       
       Die Spaltung im Libanon könnte sich laut der Hisbollah wegen der Gespräche
       zwischen Israel und der libanesischen Regierung vertiefen. Der
       Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah fordert die Regierung auf, diesen
       Schritt zu überdenken. Die mit dem Iran verbündete Gruppe strebe einen
       umfassenden Waffenstillstand an und keine Rückkehr zu den fast täglichen
       israelischen Angriffen und Attentaten, wie es sie nach dem Abkommen auf
       eine Waffenruhe vom November 2024 ‌gegeben habe, fügt er hinzu. (rtr)
       
       ## Vermittler bemühen sich um Verlängerung der Waffenruhe im Iran-Krieg
       
       Vermittler zwischen dem Iran und den USA streben nach Angaben von
       Regierungsvertretern aus der Golfregion eine Verlängerung der in einer
       Woche auslaufenden Waffenruhe an. Auf diese Weise solle die Diplomatie eine
       weitere Chance erhalten, sagten zwei Regierungsvertreter am Mittwoch. Die
       Kriegsparteien hätten einem solchen Schritt prinzipiell zugestimmt. Die
       Vermittler wollen die Waffenruhe, die am 22. April ausläuft, den Angaben
       zufolge um mindestens zwei Wochen verlängern. Sie arbeiteten zudem an einem
       Kompromissvorschlag für die Hauptstreitpunkte – das iranische Atomprogramm,
       die Schifffahrt in der Straße von Hormus und ein Ausgleich für
       Kriegsschäden, sagte einer der Regierungsvertreter, der in die
       Vermittlungsversuche eingebunden ist. (ap)
       
       ## Zeitung: USA wollen Tausende weitere Truppen nach Nahost verlegen
       
       Die USA bereiten einem Medienbericht zufolge die Verlegung Tausender
       weiterer Soldaten in den Nahen Osten vor. Dies solle in den kommenden Tagen
       geschehen, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf mit der
       Angelegenheit vertraute US-Regierungsvertreter. Die Regierung von
       US-Präsident Donald Trump wolle so den Druck auf den Iran erhöhen, ‌einem
       Abkommen zuzustimmen. Der Bericht ließ sich zunächst nicht bestätigen.
       (rtr)
       
       ## Moskau betont Recht des Iran auf Uran-Anreicherung zu zivilen Zwecken
       
       Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat dem Iran ein Recht auf
       Uran-Anreicherung attestiert. „Das Recht auf Uran-Anreicherung für zivile
       Zwecke ist ein unveräußerliches Recht der Islamischen Republik Iran“, sagte
       Lawrow am Mittwoch während eines Chinabesuchs. Russland werde jeden Ansatz
       akzeptieren, der diesem Prinzip Rechnung trage, unabhängig davon, ob der
       Iran sein Recht nach Verhandlungen mit den USA für eine bestimmte Zeit
       aussetze oder nicht. Lawrow betonte, Russland und China unterstützten
       nachdrücklich die Gespräche zur Beendigung des Krieges im Nahen Osten,
       „damit die Parteien realistische und faire Ziele erreichen können, wobei
       die legitimen Rechte jeder Partei in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht
       voll respektiert werden“ müssten. (ap)
       
       ## Organisation: Journalist in Kuwait festgenommen
       
       In Kuwait ist ein Journalist, der auch US-Staatsbürger ist, nach der
       Verbreitung von Videos zum Iran-Krieg festgenommen worden. Seit sechs
       Wochen gebe es kein Lebenszeichen von Ahmed Schihab-Eldin, teilte das
       Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) mit, das sich für den Schutz von
       Reportern weltweit einsetzt. Es werde davon ausgegangen, dass dem
       Journalisten unter anderem die Verbreitung von Falschnachrichten
       vorgeworfen werde. Er war Anfang März nach Kuwait gereist, um seine Familie
       zu besuchen. Von den Behörden in Kuwait gab es zunächst keine Bestätigung
       und auch keinen Kommentar zu dem Fall. Schihab-Eldin ist auch Staatsbürger
       Kuwaits und berichtete unter anderem für die Nachrichtensender CNN, PBS, Al
       Jazeera und die US-Zeitung „New York Times“. (dpa)
       
       ## Südkorea umgeht bei künftigen Öllieferungen die Straße von Hormus
       
       Südkorea will mit neuen Lieferverträgen für Öl und Naphtha die Auswirkungen
       des Iran-Krieges auf seine Wirtschaft in Grenzen halten. Das Land habe mit
       Golfstaaten und Kasachstan Abkommen über die Lieferung von 273 Millionen
       Barrel Öl und 2,1 Millionen Tonnen Naphtha geschlossen, teilte das Büro von
       Präsident Lee Jae Myung am Mittwoch mit. Die Verträge seien während seiner
       Besuche in Kasachstan, Oman, Saudi-Arabien und Katar in der vergangenen
       Woche erzielt worden, sagte Moons Stabschef Kang Hoon Sik.
       
       Das Öl komme größtenteils aus Saudi-Arabien, sagte Kang. Ein Teil davon
       werde über das Rote Meer geliefert, um die Straße von Hormus zu umgehen.
       Oman wird etwa 1,6 Millionen Tonnen Naphtha liefern, einen wichtigen
       petrochemischen Rohstoff für die Kunststoffherstellung, den Südkorea bisher
       hauptsächlich über die Straße von Hormus bezog. Kriegsbedingte Engpässe bei
       der Versorgung mit Naphtha haben in Südkorea Befürchtungen über
       Unterbrechungen in der Industrie und Engpässe bei medizinischen Produkten
       wie Infusionsbeuteln und Spritzen aufkommen lassen. (ap)
       
       ## Russland stellt China wegen Nahost-Krise mehr Energie in Aussicht
       
       ‌Russland stellt ‌China und anderen Ländern angesichts der Engpässe durch
       den Iran-Krieg zusätzliche Energielieferungen in Aussicht. Außenminister
       Sergej Lawrow sagte am Mittwoch bei einem Besuch in Peking, Moskau sei
       bereit, Engpässe auf den Märkten auszugleichen. „Russland kann natürlich
       den Ressourcenmangel ausgleichen, ‌mit dem sowohl China als auch andere
       Länder konfrontiert sind“, erklärte Lawrow russischen Nachrichtenagenturen
       zufolge. Voraussetzung sei eine gleichberechtigte Zusammenarbeit. (rtr)
       
       ## IAEA-Chef fordert klare Kontrollmechanismen für Irans Atomprogramm
       
       Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Rafael Grossi, hat
       zur Berücksichtigung klarer Kontrollmechanismen für das iranische
       Atomprogramm in einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem
       Iran aufgerufen. Es brauche ein gründliches Verifizierungssystem für das
       Atomprogramm, sagte Grossi am Mittwoch. „Der Iran hat ein sehr
       ambitioniertes, breit gefasstes Atomprogramm, daher wird für all das die
       Anwesenheit von IAEA-Inspektoren erforderlich sein“, sagte Grossi zu
       Reporterinnen und Reportern in Südkorea. „Sonst wird man kein Abkommen
       haben. Man wird die Illusion eines Abkommens haben.“ Eine Vereinbarung über
       Atomtechnologie brauche „sehr detaillierte Verifizierungsmechanismen“,
       sagte er. (ap)
       
       ## Pakistans Premier reist nach Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei
       
       Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif hat eine Reise nach
       Saudi-Arabien, Katar und in die Türkei angekündigt. Die Gespräche von
       Mittwoch bis Samstag sollten sich auf die bilateralen Beziehungen
       konzentrieren, teilte das Außenministerium mit. Pakistan versucht jedoch,
       die USA und den Iran in den kommenden Tagen erneut an einen Tisch zu
       bringen, bevor die Waffenruhe im Iran-Krieg am 22. April ausläuft. Es wurde
       erwartet, dass Sharif in Saudi-Arabien und Katar die Zusammenarbeit sowie
       Frieden und Sicherheit in der Region erörtern wird. In der Türkei wird er
       voraussichtlich an einem diplomatischen Forum teilnehmen und mit Präsident
       Recep Tayyip Erdogan und anderen ranghohen Politikern der Welt
       zusammentreffen. (ap)
       
       ## Trump: Iran-Krieg ist „fast vorüber“
       
       Der Iran-Krieg nähert sich nach Einschätzung von US-Präsident Donald Trump
       seinem Ende. Der Krieg sei „fast vorüber“, sagte Trump dem Sender Fox
       Business laut am Dienstag (Ortszeit) vorab veröffentlichten
       Interviewauszügen. Die iranische Führung wolle in Verhandlungen mit der
       US-Regierung „wirklich eine Einigung erreichen“. Zuvor hatte Trump eine
       mögliche neue Gesprächsrunde mit dem Iran angedeutet. „In den kommenden
       zwei Tagen“ könne mit Blick auf die Iran-Verhandlungen „etwas passieren“,
       sagte er einem Reporter der „New York Post“. (afp)
       
       ## Sri Lanka fliegt nach US-Angriff gestrandete iranische Marinesoldaten
       aus
       
       Rund sechs Wochen nach der Versenkung eines iranischen Kriegsschiff durch
       einen US-Angriff hat Sri Lanka 238 seither in dem Land gestrandete
       iranische Marinesoldaten in deren Heimat zurückgebracht. 32 von der
       versenkten „IRIS Dena“ gerettete iranische Seeleute sowie 206
       Besatzungsmitglieder der „IRIS Buschehr“ seien mit einem Charterflug in den
       Iran zurückgekehrt, sagte Verteidigungs-Staatssekretär Aruna Jayasekara am
       Mittwoch. Die „IRIS Dena“ war Anfang März zu Beginn des Iran-Kriegs durch
       einen Torpedo-Treffer eines US-U-Boots vor Sri Lanka versenkt worden. 104
       Besatzungsmitglieder wurden nach iranischen Angaben bei dem Angriff
       getötet. Nach dem Angriff hatte die „IRIS Buschehr“ Zuflucht in einem
       srilankischen Hafen gesucht. Sie ankert weiterhin vor der Nordostküste des
       Landes. (afp)
       
       ## „Denke nicht über Verlängerung der Waffenruhe nach“
       
       US-Präsident Donald Trump denkt nach eigenen Worten nicht über eine
       Verlängerung der noch eine Woche laufenden Waffenruhe mit dem Iran nach. Es
       könne so oder so ausgehen, sagte Trump am Dienstag dem Sender ABC News. Ein
       Abkommen ‌sei jedoch vorzuziehen, da das Land dann den Wiederaufbau angehen
       könne. Die USA und der Iran hatten vor einer Woche eine zweiwöchige
       Waffenruhe vereinbart, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu
       erreichen.
       
       US-Vizepräsident JD Vance gibt sich zuversichtlich über den Verlauf der
       Verhandlungen zur Beendigung des Iran-Krieges. Es gebe zwar viel Misstrauen
       zwischen Washington und ‌Teheran, das ‌nicht über Nacht gelöst werden
       könne, sagt Vance ⁠bei einer Veranstaltung. Die iranischen Unterhändler
       wollten jedoch eine Einigung erzielen. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was
       unsere Position ‌angeht“, sagte er. Die Gespräche könnten ‌nach Angaben von
       Präsident Donald Trump in den kommenden zwei Tagen in Pakistan
       wiederaufgenommen werden. Eine fragile zweiwöchige Waffenruhe ‌läuft noch
       eine Woche. (rtr)
       
       ## EU plant wegen Iran-Kriegs niedrigere Stromsteuern
       
       Die ‌EU will einem Medienbericht zufolge die Stromsteuern senken und den
       Ausbau erneuerbarer Technologien beschleunigen. Damit sollen Verbraucher
       vor den deutlich gestiegenen Öl- und Erdgaspreisen infolge des Iran-Krieges
       geschützt werden, zitierte die Nachrichtenagentur Bloomberg am Dienstag aus
       einem Entwurf der EU-Kommission, der am 22. April veröffentlicht werden
       soll. Demnach soll ‌Strom geringer besteuert werden als fossile
       Brennstoffe. Zudem soll es den Mitgliedstaaten erleichtert werden, die
       Stromsteuer für energieintensive Industrien auf null zu senken. Eine
       Sprecherin der EU-Kommission lehnte eine Stellungnahme ab.
       
       Die europäischen Erdgaspreise hatten sich in den ersten drei Wochen des
       Iran-Krieges fast verdoppelt und lagen am Dienstag trotz eines leichten
       Rückgangs noch immer rund 35 Prozent über dem Vorkriegsniveau. Europa könne
       es sich nicht leisten, immer häufigeren ‌Energieschocks ausgesetzt zu
       bleiben, hieß es in dem Entwurf laut Bericht. Jede verzögerte Investition
       in die Energiewende berge das Risiko höherer Kosten für ⁠die Gesellschaft.
       
       Um Preisspitzen durch gleichzeitige Käufe zu vermeiden, plant die EU dem
       Bericht zufolge ab diesem Monat, die Befüllung der Erdgasspeicher zu
       koordinieren. Vor dem Sommer soll ‌zudem ein Elektrifizierungsziel
       vorgeschlagen ‌werden, um die Industrie zum Umstieg von ⁠fossilen
       Brennstoffen auf Strom zu bewegen. Im kommenden Monat sollen den
       Energieministern der Mitgliedstaaten darüber hinaus Investitionskataloge
       für ‌energiesparende und kohlenstoffarme Technologien vorgelegt werden,
       ‌flankiert von Vorgaben für die Finanzierung intelligenter Stromnetze.
       (rtr)
       
       ## Iran nutzte chinesischen Spionagesatelliten für Angriffe auf
       US-Stützpunkte
       
       Iran ‌hat einem Zeitungsbericht zufolge ‌heimlich einen chinesischen
       Spionagesatelliten erworben und damit während des Krieges im Nahen Osten
       US-Militärstützpunkte in der Region ins Visier genommen. Die Financial
       Times berichtete am Mittwoch unter Berufung auf durchgestochene iranische
       Militärdokumente, die Luft- und Raumfahrtkräfte der Iranischen
       Revolutionsgarde hätten den Satelliten TEE-01B Ende 2024 übernommen. Dieser
       sei von dem chinesischen Unternehmen ‌Earth Eye gebaut und ins All gebracht
       worden. Die iranischen Kommandeure hätten mit dem Satelliten
       US-Militäranlagen beobachtet. Die Zeitung berief sich dabei auf mit
       Zeitangaben versehene Koordinatenlisten, Satellitenbilder und
       Orbitalanalysen.
       
       Dem Bericht zufolge entstanden im März Aufnahmen vor und nach Drohnen- und
       Raketenangriffen auf diese Standorte. So habe der Satellit am 13., 14. und
       15. März Bilder des Luftwaffenstützpunkts Prince Sultan in Saudi-Arabien
       gemacht. US-Präsident Donald Trump hatte am 14. März bestätigt, dass dort
       US-Flugzeuge getroffen ‌worden seien. Zudem seien der Luftwaffenstützpunkt
       Muwaffaq Salti in Jordanien, Gebiete nahe dem Marinestützpunkt der Fünften
       US-Flotte in Manama in Bahrain sowie der Flughafen Erbil im Irak ⁠überwacht
       worden. Dies sei etwa zu der Zeit geschehen, als die iranische
       Revolutionsgarde erklärte, sie habe Einrichtungen in diesen Gebieten
       attackiert.
       
       Teil der Vereinbarung sei auch der Zugang zu ‌kommerziellen Bodenstationen
       des ‌in Peking ansässigen Anbieters Emposat gewesen, berichtete die
       ⁠Zeitung weiter. Das Unternehmen betreibe ein Netzwerk, das sich über
       Asien, Lateinamerika und andere Regionen erstrecke. Stellungnahmen der USA
       ‌und Chinas lagen zunächst nicht vor. Auch ‌Earth Eye und Emposat äußerten
       sich auf Anfragen von Reuters vorerst nicht. (rtr)
       
       ## Trump nach Papst-Kritik: Iran tötete 42.000 Demonstranten
       
       Im Streit mit Papst Leo XIV. um dessen Appell für ein Ende der
       verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal
       nachgelegt. „Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den
       letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete
       Demonstranten getötet hat?“, schrieb Trump am späten Dienstagabend
       (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei „absolut
       inakzeptabel“, dass der Iran über eine Atombombe verfüge.
       
       Die USA und Israel hatten Ende Februar einen Krieg gegen den Iran begonnen,
       unter anderem mit dem Ziel, das Atomprogramm Teherans und damit auch die
       Fähigkeit zum Bau von Atomwaffen zu verhindern. Derzeit gilt eine
       zweiwöchige Waffenruhe. Ende Dezember hatten Protesten begonnen, die
       zunächst durch eine Wirtschaftskrise ausgelöst worden waren. Rasch
       entwickelten sich die Demonstrationen jedoch zu politischen Aufständen
       gegen das autoritäre Herrschaftssystem der Islamischen Republik. Der
       Sicherheitsapparat ging brutal gegen die Proteste vor.
       
       Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom
       mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatten
       sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit
       Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen
       den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich
       scharf und nannte sie „wirklich inakzeptabel“. Seitdem hört die
       Papst-Kritik von Trump und seinem Vize JD Vance nicht auf. (dpa)
       
       ## US-Militär: Blockade iranischer Häfen umgesetzt
       
       Im Konflikt mit dem Iran hat das US-Militär nach eigenen Angaben seine
       Sperre für die Schifffahrt erfolgreich umgesetzt. „Die Blockade iranischer
       Häfen ist vollständig ausgeführt worden“, teilte der Kommandeur des
       US-Regionalkommandos Centcom, Admiral Brad Cooper, auf der Online-Plattform
       X mit. Die US-Streitkräfte hätten ihre Überlegenheit auf dem Meer im Nahen
       Osten behauptet, erklärte Cooper. In weniger als 36 Stunden seit Beginn der
       Blockade hätten US-Streitkräfte den Handel in den Iran und aus dem Iran
       über das Meer vollständig zum Erliegen gebracht, hieß es weiter. Parallel
       erklärte Centcom in einem weiteren X-Beitrag, dass Zerstörer mit
       Lenkflugkörpern der Marine an der Blockade-Mission beteiligt seien. „Die
       Blockade wird unvoreingenommen gegen Schiffe aller Nationen durchgesetzt,
       die in die Küstengebiete oder Häfen des Irans einlaufen oder diese
       verlassen“, hieß es darin. (dpa)
       
       ## Zehn Länder fordern Ende der Kampfhandlungen im Libanon
       
       In einer gemeinsamen Mitteilung haben Kanada, Großbritannien, die Schweiz
       und sieben weitere Staaten „ein unverzügliches Ende der Kampfhandlungen im
       Libanon“ gefordert. Die Länder seien „zutiefst besorgt über die sich
       verschlechternde humanitäre Lage und die Vertreibungskrise im Libanon“,
       heißt es in der von Kanada verbreiteten Stellungnahme. Vor allem Zivilisten
       und zivile Infrastruktur müssten vor den Auswirkungen der Feindseligkeiten
       geschützt werden. Die Länder begrüßten die jüngst zwischen den Vereinigten
       Staaten, Israel und dem Iran vereinbarte zweiwöchige Waffenruhe. Aber auch
       im Libanon müssten nun die Waffen schweigen. (dpa)
       
       ## USA: Libanon und Israel einigen sich auf weitere Verhandlungen
       
       Bei einem ersten Treffen zwischen israelischen und libanesischen Vertretern
       auf politischer Ebene hat es nach US-Angaben „konstruktive Gespräche über
       Schritte zur Aufnahme direkter Verhandlungen“ gegeben. Das
       US-Außenministerium sprach von einem „historischen Meilenstein“. Die USA
       sicherten demnach beiden Ländern Unterstützung für weitere Gespräche zu.
       Alle Seiten hätten sich darauf geeinigt, direkte Verhandlungen zu einem
       später zu bestimmenden Zeitpunkt und Ort aufzunehmen. Einzelheiten wurden
       zunächst nicht genannt. Die USA äußerten die Hoffnung, dass die
       Verhandlungen zu einem „umfassenden Friedensabkommen“ führen könnten.
       Israelischen und libanesischen Berichten zufolge sollte das Treffen auf der
       Ebene von Botschaftern den Anfang der direkten Verhandlungen markieren.
       
       Weiter hieß es in dem US-Statement, dass Israel das Recht auf
       Selbstverteidigung gegen anhaltende Angriffe der proiranischen Hisbollah im
       Libanon habe. Ein mögliches Ende der Feindseligkeiten müsse zwischen beiden
       Regierungen unter US-Vermittlung erreicht werden, nicht über getrennte
       Verhandlungskanäle. Geführt wurden die Gespräche am Abend von der
       libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad, und dem
       israelischen Vertreter in Washington, Jechiel Leiter. (dpa)
       
       ## WSJ: Über 20 Handelsschiffe passieren Straße von Hormus
       
       Über ‌20 Handelsschiffe haben nach Informationen der Zeitung „Wall Street
       Journal“ innerhalb von ‌24 Stunden die Straße von Hormus passiert. Das
       Blatt beruft sich auf US-Regierungskreise. Die Nachrichtenagentur Reuters
       kann den Bericht zunächst nicht unabhängig überprüfen. Zuvor teilte das
       US-Zentralkommando mit, dass kein Schiff die US-Seeblockade der iranischen
       Häfen und Küstengebiete durchbrochen habe. Sechs Handelsschiffe seien den
       Anweisungen zur Umkehr gefolgt. (rtr)
       
       15 Apr 2026
       
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