# taz.de -- Nachrichten im Iran-Krieg: Iran meldet Angriff auf Uran-Aufbereitungsanlage
       
       > Laut Staatsmedien wurden ein Schwerwasserreaktor und eine
       > Uran-Aufbereitungsanlage getroffen. Israel droht mit Ausweitung der
       > Angriffe.
       
 (IMG) Bild: Von Luftangriffen zerstörte Gebäude in Teheran, 27. März
       
       ## Staatsmedien: Angriff auf Schwerwasserreaktor und
       Uran-Aufbereitungsanlage im Iran
       
       Bei einem Angriff der USA und Israels im Zentrum des Iran ist nach Angaben
       der iranischen Staatsmedien ein Schwerwasserreaktor getroffen worden. Die
       Atomanlage Chondab (früher Arak) sei in zwei Wellen angegriffen worden,
       meldete die staatliche Nachrichtenagentur Fars am Freitag unter Berufung
       auf die Verwaltung der Provinz Markasi. Nach Angaben der iranischen
       Atombehörde wurde zudem eine Uran-Aufbereitungsanlage in Arkadan im Zentrum
       des Landes getroffen. Die Anlage zur Umwandlung von Uranoxid sei „vor
       wenigen Minuten vom amerikanisch-zionistischen Feind“ ins Visier genommen
       worden, berichtete die Behörde im Onlinedienst Telegram.
       
       Radioaktives Material sei jedoch nicht freigesetzt worden. Auch bei dem
       Angriff auf den Schwerwasserreaktor trat laut Fars keine Radioaktivität
       aus. Niemand sei verletzt worden. Die USA und Israel hatten bereits vor
       Tagen die schwer gesicherte Atomfabrik Natans angegriffen, die aus
       oberirdischen und unterirdischen Einrichtungen zur Urananreicherung
       besteht. US-Präsident Donald Trump hat die Vernichtung des iranischen
       Atomprogramms als eines der Ziele des seit rund vier Wochen andauernden
       Krieges genannt. (afp)
       
       ## Regierung meldet vier Tote bei Luftangriff an libanesischer Küste
       
       Bei einem Luftangriff im Südlibanon sind nach Regierungsangaben vier
       Menschen getötet worden. Weitere acht hätten Verletzungen erlitten, als der
       Angriff ein Haus in dem Küstendorf Saksakije zerstört habe, teilte das
       Gesundheitsministerium mit. Libanesische Staatsmedien berichteten auch über
       Luftangriffe in anderen Teilen des Südlibanon, darunter die Stadt Nabatije
       und umliegende Dörfer sowie Orte in der Küstenregion Tyrus. Am
       Freitagnachmittag flogen israelische Kampfflugzeuge Angriffe auf südliche
       Vororte von Beirut. Das israelische Militär erklärte, es attackiere die
       Infrastruktur der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt.
       Die Angriffe erfolgten, während es in anderen Teilen des Südlibanon zu
       heftigen Kämpfen zwischen israelischen Truppen und Hisbollah-Kämpfern kam.
       Nach Angaben der Hisbollah lieferten sich ihre Kämpfer heftige Gefechte in
       den Dörfern Chamaa und Bajada nahe der Mittelmeerküste. (ap)
       
       ## Iran meldet Tod von Diplomaten bei Angriff im Libanon
       
       Teherans Außenministerium hat Israel einen tödlichen Angriff auf einen
       Wohnsitz iranischer Diplomaten im Libanon vorgeworfen. Das Ministerium
       sprach in einer Mitteilung von sechs getöteten Diplomaten und verurteilte
       den Angriff aufs Schärfste. Die Angaben lassen sich derzeit nicht
       unabhängig überprüfen. Die israelische Armee äußerte sich zunächst nicht zu
       den iranischen Angaben. (dpa)
       
       ## Wadephul fordert Iran zu „ernsthaften Verhandlungen“ mit den USA auf
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat den Iran zu „ernsthaften
       Verhandlungen“ mit den USA aufgefordert. Das iranische Regime sei „gut
       beraten, jetzt in ernsthafte Verhandlungen mit den USA einzusteigen“, sagte
       Wadephul am Freitag zum Abschluss des G7-Außenministertreffens in der Nähe
       von Paris. Es gebe „erste Anzeichen, die zuversichtlich stimmen können,
       dass solche Gespräche stattfinden sollen“, sagte der Minister. Ein
       künftiges Treffen von Vertretern der USA und des Irans sei durchaus
       möglich. Allerdings würde dies „unter Kriegsbedingungen“ stattfinden, daher
       seien Kommunikation und Abstimmung schwierig, betonte er. Am Morgen hatte
       Wadephul Pakistan als möglichen Ort genannt. (afp)
       
       ## Russland schickt tonnenweise Arzneimittel in den Iran
       
       Russland hat große Mengen Medikamente in den Iran geliefert. 313 Tonnen
       Medizin seien auf Anweisung von Präsident Wladimir Putin per Eisenbahn an
       die Grenze zwischen Aserbaidschan und dem Iran gebracht worden, teilte das
       russische Katastrophenschutzministerium am Freitag mit. Dort seien sie
       Vertretern des Irans übergeben worden. Vor einiger Zeit hatte das
       Ministerium 13 Tonnen humanitäre Hilfsgüter mit einem Flugzeug in den Iran
       gebracht. (ap)
       
       ## Iran verliert WM-Test gegen Nigeria
       
       Der Iran hat das erste Fußball-Länderspiel seit Beginn des Krieges im Nahen
       Osten verloren. Der WM-Teilnehmer unterlag 1:2 (0:1) gegen Nigeria. Das
       Spiel, das eigentlich in Jordanien hätte stattfinden sollen, wurde
       kurzfristig ins türkische Antalya verlegt und fand ohne Zuschauer statt.
       Der iranische Verband hatte politische Proteste von in der Türkei lebenden
       Iranern im Stadion befürchtet. (dpa)
       
       ## Wadephul: Haben gemeinsame Linie mit den USA zum Iran-Krieg
       
       ‌Nach Angaben von Außenminister ‌Johann Wadephul haben die G7-Staaten eine
       gemeinsame Linie zum Iran-Krieg gefunden – und damit auch mit den USA.
       Zugleich wies er nach einem Treffen der G7-Außenminister in der Nähe von
       Paris den Eindruck eines Zerwürfnisses zwischen Washington und Deutschland
       zurück. „Es gab und ‌es gibt keine Anforderung der Vereinigten Staaten von
       Amerika, insbesondere an uns, vor Ende der Kampfhandlungen einen
       militärischen Beitrag zu leisten“, betonte der CDU-Politiker. Wadephul
       betonte, dass die Bundesregierung diplomatisch aktiv sei, man stimme sich
       eng ‌miteinander ab. „Für ein Szenario danach habe ich unsere prinzipielle
       Bereitschaft bekundet, dass wir über so etwas miteinander sprechen können,
       wenn ⁠es sinnvoll ist, wenn es notwendig ist.“ Während er zuvor gesagt
       hatte, dass er mit US-Außenminister Marco Rubio bereits über diese Frage
       gesprochen habe, sagte ‌Wadephul nach ‌dem G7-Treffen, dass man zum
       jetzigen ⁠Zeitpunkt noch nicht so weit sei, über eine Nachkriegs-Hilfe zu
       sprechen. Auf die Frage, ob ‌die G7-Staaten mit US-Außenminister Rubio
       ‌eine gemeinsame Linie gefunden hätten, antwortete er mit „Ja“. (rtr)
       
       ## Indien kürzt Steuern auf Diesel und Benzin
       
       Vor dem Hintergrund der Folgen des Iran-Kriegs für die Energieversorgung
       haben Indien und Vietnam Entlastungen bei den Steuern auf Kraftstoffe
       verkündet. In Indien sinken die Verbrauchssteuern auf Benzin und Diesel um
       umgerechnet rund neun Cent pro Liter, „um die Verbraucher vor
       Preissteigerungen zu schützen“, wie die indische Finanzministerin Nirmala
       Sitharaman am Freitag mitteilte. Unterdessen setzte Vietnam eine
       Umweltsteuer auf Kraftstoffe aus. Sitharaman verkündete zudem Gebühren auf
       Exporte von Diesel und Kerosin in Höhe von 20 Cent beziehungsweise 27 Cent.
       „Dies wird eine ausreichende Versorgung mit diesen Produkten für den
       inländischen Verbrauch sicherstellen“, erklärte die indische
       Finanzministerin. (afp)
       
       ## Vietnam setzt Umweltsteuer aus
       
       In Vietnam hatte sich der Dieselpreis seit Kriegsbeginn mehr als
       verdoppelt, bis die Regierung am Mittwoch Schritte ergriff, um die Kosten
       zu senken. Am Freitag setzte Hanoi zudem eine Umweltsteuer auf Kraftstoffe
       bis zum 15. April aus, wie das Handelsministerium mitteilte. Demnach
       erwartet das Ministerium, dass damit der Benzinpreis um rund 26 Prozent
       sinkt und der Dieselpreis um etwa 15 Prozent. (afp)
       
       ## Iran-nahe Hacker: Haben uns Zugang zur Mailbox von FBI-Chef Patel
       verschafft
       
       Hacker mit Verbindungen zum Iran ‌haben sich nach eigenen Angaben Zugang
       zum E-Mail-Account des FBI-Direktors Kash Patel verschafft und angebliches
       Material daraus veröffentlicht. Auf ihrer Website teilte die Hackergruppe
       Handala Hack Team mit, der Chef der US-Bundespolizei werde „nun seinen
       Namen auf der Liste der erfolgreich gehackten Opfer finden“. Ein Beamter
       des Justizministeriums bestätigte Reuters, dass Patels E-Mails
       kompromittiert worden seien, nannte aber keine Details. Später sagte eine
       Quelle aus dem Ministerium, das Material scheine echt zu sein. (rtr)
       
       ## Bericht: Zwei wichtige Stahlwerke bei US-israelischen Angriffen
       beschädigt
       
       Bei US-israelischen Luftangriffen auf den Iran sind iranischen
       Medienberichten zufolge zwei wichtige Stahlwerke beschädigt worden. „Vor
       wenigen Minuten hat der amerikanisch-zionistische Feind in separaten
       Angriffen auf die Stahlfabriken Chusestan (im Südwestiran) und Mobarakeh in
       Isfahan (im Zentraliran) gezielt“, berichtete die amtliche
       Nachrichtenagentur Fars am Freitag. Rettungskräfte hätten sich unmittelbar
       vor Ort begeben, hieß es weiter. Auch der staatliche Rundfunk Irib
       berichtete über die Angriffe. Ersten Informationen zufolge seien in der
       Fabrik von Mobarakeh „ein Umspannwerk und eine Produktionslinie für
       legierten Stahl“ angegriffen worden, berichtete Fars. In der Fabrik von
       Chusestan sei ein Lager getroffen worden. Stahl ist für die Produktion
       zahlreicher industrieller und militärischer Güter unverzichtbar, darunter
       Raketen, Drohnen und Schiffe. (afp)
       
       ## UNO warnt vor „humanitärer Katastrophe“ im Libanon
       
       Infolge der erneuten Eskalation zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz
       warnt das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) vor einer
       „humanitären Katastrophe“ im Libanon. „Die Lage bleibt äußerst
       besorgniserregend, und die Gefahr einer humanitären Katastrophe ist real“,
       sagte die UNHCR-Repräsentantin in dem Land, Karolina Lindholm Billing, am
       Freitag in Genf. (afp)
       
       ## Wall Street gibt nach
       
       Der ‌andauernde Nahost-Konflikt hat ‌die US-Börsen am Freitag belastet. Der
       Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 verloren
       je rund ein Prozent auf 45.515 und 6417 Punkte. Der Index der
       Technologiebörse Nasdaq sank um 1,2 Prozent auf 21.139 Punkte. (rtr)
       
       ## Ausschusschef Röwekamp pocht auf deutschen Militäreinsatz
       
       Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses, Thomas Röwekamp
       (CDU), pocht auf einen deutschen Militäreinsatz in der Straße von Hormus.
       „Die Stabilität im Golf ist für unsere sicherheitspolitischen Interessen
       von zentraler Bedeutung“, sagte Röwekamp der „Rheinischen Post“
       (Samstagsausgabe). „Deshalb halte ich es für richtig, dass wir uns auch
       selbst einbringen – etwa beim Schutz der Schifffahrtswege in der Straße von
       Hormus.“ „Es geht dabei ausdrücklich nicht um einen Kampfeinsatz, sondern
       um Verantwortung in einer Phase nach akuten Kampfhandlungen“, betonte der
       Verteidigungspolitiker. Ein solcher Einsatz sei im Aspides-Mandat – die
       EU-Marinemission im Roten Meer – schon so angelegt und regional erfasst.
       „Wer verlässliche Stabilität will, darf sich dieser Verantwortung nicht
       entziehen“, mahnte Röwekamp. (afp)
       
       ## Straßen in Dubai nach Starkregen überflutet
       
       Nach Starkregen waren Straßen in einigen Städten der Vereinigten Arabischen
       Emirate überflutet. In Dubai steckten Autos im Wasser fest, Menschen
       wateten durch hüfthohes Wasser. Das meteorologische Institut der Emirate
       hatte eine entsprechende Wetterwarnung herausgegeben, die Region soll
       demnach noch bis zum Freitagabend davon betroffen sein. Ein Bäcker in der
       Hafenstadt Schardscha sagte der staatlichen Zeitung „The National“, er sei
       vom Wasser beim Ausliefern des Brotes gehindert worden. Er habe sein
       Fahrrad abgestellt und sei durch hüfthohes Wasser gewatet, um seine Kunden
       zu versorgen.
       
       Flüge in Schardscha waren vom Wetter am Freitag teilweise noch betroffen,
       meldete die Flughafenbehörde auf X. Die Polizei der Hafenstadt bat Anwohner
       in den sozialen Medien darum, von unnötigen Reisen abzusehen. Der Verkehr
       fließe derzeit jedoch. Die Behörde für Katastrophenschutz der Emirate
       warnte auf X davor, überflutete Gegenden zu betreten. Auch Teile von Abu
       Dhabi waren laut „The National“ am Freitag überflutet. Seit den
       Morgenstunden hätten Aufräumarbeiten begonnen. Offizielle Angaben zu
       Schäden gibt es bisher nicht. (dpa)
       
       ## US-Insider: Nur etwa ein Drittel des iranischen Raketenarsenals zerstört
       
       Die USA können ‌Insidern zufolge mit Sicherheit nur bestätigen, dass sie
       etwa ein Drittel des riesigen iranischen Raketenarsenals zerstört haben.
       Dies sagen fünf den US-Geheimdiensten nahestehende Personen. Der Status von
       etwa einem weiteren Drittel ist weniger klar, doch die Bombardements haben
       diese Raketen wahrscheinlich beschädigt, zerstört oder in unterirdischen
       Tunneln und Bunkern verschüttet, sagen vier der Insider. Ein Insider sagt,
       die Erkenntnisse seien ähnlich wie bei den Drohnenkapazitäten des Irans,
       wobei eine gewisse Sicherheit bestehe, dass etwa ein Drittel zerstört
       worden sei. Die Einschätzung, über die bisher noch nicht berichtet wurde,
       zeigt, dass zwar die meisten iranischen Raketen entweder zerstört oder
       unzugänglich sind, Teheran jedoch immer noch über einen beträchtlichen
       Raketenbestand verfügt und möglicherweise in der Lage sein könnte, einige
       verschüttete oder beschädigte Raketen wiederherzustellen, sobald die Kämpfe
       aufhören. (rtr)
       
       ## Großbritannien: Iran darf Weltwirtschaft nicht als Geisel nehmen
       
       Die britische Außenministerin Yvette Cooper hat eine rasche Lösung des
       Krieges im Nahen Osten und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus
       gefordert. Bei einem Treffen der G7-Außenminister außerhalb von Paris
       erklärte Cooper, die Regierung in Teheran untergrabe die Weltwirtschaft,
       indem sie den internationalen Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus
       blockiere. „Es ist schlichtweg unzulässig, dass der Iran die Weltwirtschaft
       wegen einer Meerenge, die für internationale Schifffahrtsrouten und die
       Freiheit der Schifffahrt von entscheidender Bedeutung ist, als Geisel
       nimmt“, sagte sie. (ap)
       
       ## Dombrovskis: EU droht durch den Iran-Krieg Stagflation
       
       Die ‌Wirtschaft der Europäischen Union ist EU-Wirtschaftskommissar Valdis
       Dombrovskis zufolge von Stagflation bedroht. Grund sei der durch den Krieg
       der USA und Israels gegen den Iran verursachte Anstieg der Energiepreise,
       sagt Dombrovskis nach einem Treffen der EU-Finanzminister. „Die Aussichten
       sind von großer Unsicherheit überschattet, aber es ist klar, dass wir
       Gefahr laufen, einen stagflationären Schock zu erleben, das heißt eine
       Situation, in der ein langsameres Wachstum mit einer höheren Inflation
       einhergeht.“ Dies gelte auch, wenn die Unterbrechungen der
       Energieversorgung relativ kurz sein sollten. „In einem solchen Szenario
       deutet unsere Analyse darauf hin, dass das Wachstum in der EU im Jahr 2026
       um etwa 0,4 Prozentpunkte niedriger ausfallen könnte als in unserer
       Herbstprognose prognostiziert, und die Inflation um bis zu einen
       Prozentpunkt höher“, sagt er. (rtr)
       
       ## Wadephul trifft Rubio
       
       Außenminister Johann Wadephul bemüht sich nach der US-Kritik gegen
       Deutschland und Europa wegen des Iran-Kriegs um eine Entspannung des
       Verhältnisses zu Washington. „Die Stimmung ist eine Arbeitsatmosphäre. Sie
       ist ernst, weil die Lage ernst ist“, sagte der CDU-Politiker nach ersten
       Beratungen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio im Kreis der Außenminister
       der G7-Partner wirtschaftsstarker Demokratien in der Nähe von Paris. Da man
       sehe, „dass Iran und Russland auf das Engste zusammenarbeiten, da müssen
       wir noch enger zusammenstehen“. (dpa)
       
       ## Unicef: 370.000 Kinder durch israelische Angriffe im Libanon vertrieben
       
       Die UN-Kinderhilfsorganisation Unicef zeichnet ‌ein verheerendes Bild ‌der
       israelischen Angriffe auf den Libanon. Seit Beginn der Offensive hätten
       370.000 Kinder aus ihren Wohnungen und Häusern fliehen müssen, sagte der
       Unicef-Gesandte Marcoluigi Corsi am Freitag auf einer Pressekonferenz.
       Mindestens 121 Kinder seien getötet und 399 verletzt worden. Die Menschen
       im Libanon hätten keinen sicheren Ort mehr für eine Zuflucht – nicht einmal
       in der Hauptstadt Beirut. Etwa ein Fünftel der Bürgerinnen und Bürger
       ‌seien inzwischen Vertriebene. Unicef müsse dringend Zugang zu allen
       Bedürftigen bekommen, um humanitäre Hilfe leisten zu können.
       
       Ein Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR sagte, im Süden des
       Libanons seien inzwischen rund 150.000 Menschen von der Außenwelt
       abgeschnitten, nachdem Israel dort Brücken zerstört habe. Israel habe zudem
       seine Wortwahl mit Blick auf sein Vorgehen im Libanon deutlich verschärft.
       Dabei sei es äußerst wichtig, dass die territoriale Integrität und die
       Souveränität des Libanons ohne Einschränkungen akzeptiert werde. (rtr)
       
       ## Ökonomen: Iran-Krieg sorgt für größten Preisschub seit 2022
       
       Der Iran-Krieg ‌lässt die deutschen ‌Verbraucherpreise nach Prognose von
       Ökonomen so schnell steigen wie seit dreieinhalb Jahren nicht mehr. Waren
       und Dienstleistungen dürften sich im März um durchschnittlich 1,1 Prozent
       im Vergleich zum Vormonat verteuern, sagen von der Nachrichtenagentur
       Reuters befragte Volkswirte voraus. Das wäre der größte monatliche Zuwachs
       seit September 2022, als nach der russischen Invasion in der Ukraine viele
       Rohstoffe teurer wurden. „Der starke ‌Anstieg der Öl- und Gaspreise dürfte
       dafür gesorgt haben“, erklärten die Analysten der Landesbank Helaba am
       Freitag.
       
       Im Vergleich zum Vorjahresmonat dürften die Verbraucherpreise um 2,6
       Prozent steigen, sagen die Ökonomen voraus. Das wäre die höchste
       Inflationsrate seit Dezember 2024. Im Februar hatte sie noch bei 1,9
       Prozent gelegen, im Januar bei 2,1 Prozent. Das Statistische Bundesamt will
       an diesem Montag eine erste offizielle Schätzung vorlegen. (rtr)
       
       ## Regierungssprecher: Trump-Äußerung raubt uns nicht den Schlaf
       
       Die Bundesregierung reagiert zurückhaltend auf neue Kritik von US-Präsident
       Donald Trump wegen ausbleibender Hilfe bei der Sicherung der Straße von
       Hormus. „Wir kommentieren jetzt nicht jede Äußerung anderer
       Staatsoberhäupter und werden auch in diesem Fall diese Äußerung intern
       bewerten“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius vor Journalisten in
       Berlin. Man stehe im engen Kontakt mit der US-Regierung. „Aber es ist jetzt
       keine Äußerung, die uns den Schlaf raubt“, fügte er hinzu. Trump hatte
       Deutschland am Vortag im Zusammenhang mit dem Krieg gegen den Iran
       kritisiert. (dpa)
       
       ## Israel droht mit Ausweitung der Angriffe im Iran
       
       Während es aus den USA Signale für eine mögliche Verständigung mit dem Iran
       gibt, kündigt Israels Verteidigungsminister eine Ausweitung der
       israelischen Angriffe im Iran an. Grund sei der andauernde Raketenbeschuss
       aus dem Land auf Israel, teilte Israel Katz nach Angaben seines Büros mit.
       Israels Armee werde deshalb ihre Angriffe „eskalieren“ und mehr Ziele und
       Gebiete im Iran ins Visier nehmen. Im Fokus sollen demnach Ziele in
       Verbindung mit iranischen Waffen stehen. Ministerpräsident Benjamin
       Netanjahu und er hätten Teheran dazu aufgefordert, Raketenangriffe auf
       Israels Zivilbevölkerung einzustellen, sagte Katz. Aber trotz der Warnungen
       gehe der Beschuss weiter. Am frühen Nachmittag hatte es in Israel erneut
       Raketenbeschuss aus dem Iran gegeben. Berichte über Schäden oder Opfer gab
       es zunächst nicht. (dpa)
       
       ## Soldateneltern verlangen Ende der israelischen Einsätze im Libanon
       
       Eltern israelischer Soldaten haben ein Ende des Krieges gegen die
       Hisbollah-Miliz im Libanon gefordert. In einem Brief an den israelischen
       Generalstabschef Ejal Zamir verlangten die Unterzeichner am Freitag ein
       Ende der Bodenoffensive im Libanon. Der Gruppe „Eltern von Kampfsoldaten“
       gehören 600 Mütter und Väter von Militärangehörigen an. In dem Brief hieß
       es, das Militär erhalte Befehle von Politikern, die bereit seien, die
       Kinder zu opfern. Zamir werde dringend gebeten, sich auf eine politische
       Lösung zu konzentrieren. „Vier Soldaten sind bereits im Libanon getötet
       worden, wie viele werden noch umsonst ihr Leben opfern?!“, heißt es in dem
       Brief. (ap)
       
       ## Rotes Kreuz: Mehr als 1900 Tote und mindestens 20.000 Verletzte im Iran
       
       Im Iran sind nach Angaben des Rotes Kreuzes mehr als 1900 Menschen ums
       Leben gekommen. Mindestens 20.000 Personen seien verletzt worden, teilt das
       Rote Kreuz mit, das sich auf Angaben des im Iran vertretenen Roten
       Halbmondes bezieht. 17 Zentren des Roten Halbmondes seien getroffen worden,
       nahezu 100 Krankenwagen beschädigt oder zerstört worden. 289
       pharmazeutische, medizinische und Gesundheitseinrichtungen seien beschädigt
       worden. Auch etwa 600 Schulen und andere Bildungseinrichtungen seien
       getroffen worden. Das Rote Kreuz ruft die internationale Gemeinschaft auf,
       die Einsätze der Hilfsorganisation im Iran zu unterstützen. (rtr)
       
       ## Teheran: 120 Museen und Kulturstätten durch Angriffe der USA und Israels
       beschädigt
       
       Bei den Luftangriffen der USA und Israels auf den Iran sind nach Angaben
       Teherans zahlreiche Museen und andere Kulturstätten beschädigt worden.
       „Mindestens 120 Museen, historische Gebäude und Kulturstätten in
       verschiedenen Provinzen wurden direkt angegriffen und erlitten schwere
       bauliche Schäden“, sagte ein Vertreter des Ministeriums für Kulturerbe in
       Teheran am Freitag dem Staatsfernsehen. Er nannte unter anderem den zum
       Unesco-Weltkulturerbe zählenden Golestan-Palast sowie den Saadabad-Palast,
       den Marmor-Palast und das sogenannte Kriegsmuseum in Teheran. (afp)
       
       ## Iranische Miliz stoppt drei Schiffe in der Straße von Hormus
       
       Die paramilitärische Basidsch-Miliz im Iran hat drei Containerschiffen die
       Fahrt durch die Straße von Hormus verwehrt. Nach Angaben der
       Nachrichtenagentur Tasnim begründete die Miliz ihr Vorgehen mit angeblichen
       Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach die Meerenge für die
       Schifffahrt offen sei. Die Miliz wies auf die offizielle iranische Haltung
       hin, dass für Schiffe mit Verbindungen zu Israel, den USA und deren
       Verbündete die Passage verboten sei. Trump verlängerte am Donnerstag sein
       Ultimatum zur Wiedereröffnung der Meerenge erneut. Die angekündigten
       Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur verschob er um zehn Tage – auf den
       6. April 2026. Zuvor hatte er die Passage von zehn Öltankern als „Geschenk“
       Teherans bezeichnet und als Zeichen des guten Willens dargestellt.
       
       Die iranischen Revolutionsgarden (IRGC) erklären, dass der Schiffsverkehr
       „von und zu Häfen von Verbündeten und Unterstützern der
       israelisch-amerikanischen Feinde“ über jeden Korridor und zu jedem Zielort
       verboten sei. Das berichten iranische Staatsmedien. Die Straße von Hormus
       sei gesperrt. Jeder Transit durch die Wasserstraße werde mit harten
       Maßnahmen geahndet. Drei Containerschiffe verschiedener Nationalitäten
       seien nach Warnungen der Marine der Garden aus der Straße von Hormus
       zurückgeschickt worden. (dpa/rtr)
       
       ## Zeitung: USA haben über 850 Tomahak abgefeuert – Pentagon alarmiert
       
       Das US-Militär hat einem Bericht der Washington Post zufolge in den vier
       Wochen des Krieges mit dem Iran über 850 Tomahawk-Marschflugkörper
       abgefeuert. Damit seien diese Präzisionswaffen in einem Tempo verbraucht
       worden, das einige Vertreter des Pentagon alarmiert und interne
       Diskussionen darüber ausgelöst hat, wie man den Vorrat aufstocken könnte,
       berichtet die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute
       Personen. Reuters konnte den Bericht nicht sofort bestätigen. Das
       US-Verteidigungsministerium und das Weiße Haus reagierten nicht sofort auf
       Anfragen von Reuters nach einer Stellungnahme. (rtr)
       
       ## Französische Verteidigungsministerin Vautrin: „Nicht unser Krieg“
       
       Frankreich setzt zur Beendigung des Iran-Kriegs ausschließlich auf
       diplomatische Mittel. Der Krieg im Nahen Osten sei „nicht unser Krieg“,
       sagte Verteidigungsministerin Catherine Vautrin am Freitag in Interviews.
       Frankreichs Position sei rein defensiv. In Gesprächen mit den Sendern
       Europe 1 und CNews erklärte die Ministerin, Frankreichs Strategie im Nahen
       Osten beruhe auf einem diplomatischen Ansatz, um eine Eskalation in der
       Region zu vermeiden. „Das Ziel ist, ich wiederhole es, den diplomatischen
       Weg zu ebnen“, sagte sie. Mit Blick auf die faktische Blockade der Straße
       von Hormus erklärte Vautrin: „Das Ziel ist ganz klar dieser diplomatische
       Ansatz, denn nur er kann die Rückkehr zum Frieden gewährleisten. Viele
       Länder sind besorgt, und es ist absolut notwendig, dass wir eine Lösung
       finden.“ (ap)
       
       ## Ukraine verkündet Rüstungskooperation mit Saudi-Arabien
       
       Die Verteidigungsministerien der Ukraine und von Saudi-Arabien haben sich
       nach ukrainischen Angaben auf eine Rüstungskooperation geeinigt und ein
       erstes Abkommen unterzeichnet. „Es legt die Grundlage für weitere Verträge,
       technologische Zusammenarbeit und Investitionen und stärkt die
       internationale Rolle der Ukraine als Lieferant von Sicherheit“, schrieb der
       ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken.
       Selenskyj hatte demnach ein Treffen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed
       bin Salman. Der ukrainische Staatschef verwies dabei auf das vorhandene
       ukrainische Wissen bei der Abwehr von Drohnen und ballistischen Raketen im
       Krieg mit Russland. Kiew sei bereit, dieses mit Riad zu teilen. „Und
       Saudi-Arabien hat das, woran die Ukraine interessiert ist“, schrieb er ohne
       konkretere Angaben.
       
       Bei ihrem Gespräch seien die Situation im Nahen Osten und am Persischen
       Golf, die Hilfe für den Iran durch Russland, die Situation auf den
       Treibstoffmärkten und eine mögliche Zusammenarbeit im Energiebereich
       besprochen worden. Zuvor hatte Selenskyj ein Treffen mit ukrainischen
       Militärs, die nach seinen Angaben bereits eine Woche in Saudi-Arabien sind.
       Die Ukraine bietet seit dem Ausbruch des Irankrieges vor knapp einem Monat
       den Staaten im Nahen Osten und den Golfmonarchien Hilfe bei der Abwehr von
       iranischen Drohnen an. (dpa)
       
       ## Iran will US-Soldaten in Hotels in Golfstaaten ins Visier nehmen
       
       Der Iran hat mit Angriffen auf Hotels in der Golfregion gedroht, die
       US-Armeeangehörige beherbergen. „Wenn US-Soldaten in einem Hotel
       untergebracht werden, dann wird dieses Hotel aus unserer Sicht
       amerikanisch“, sagte der Sprecher der iranischen Armee, Abolfasl
       Schekartschi, am Donnerstagabend im iranischen Staatsfernsehen. „Wir müssen
       natürlich dort zuschlagen, wo sie sind“, fügte er hinzu. Ähnlich äußerte
       sich der iranische Außenminister Abbas Araghtschi. Er warf den Staaten des
       Golf-Kooperationsrats am Donnerstag vor, ihre Bürger als „menschliche
       Schutzschilde“ zu nutzen. US-Soldaten würden sich „in Hotels und Büros
       verstecken“, erklärte er im Onlinedienst X. Er forderte Hotels in der
       Region auf, ihnen Zimmer zu verweigern.
       
       Der iranischen Nachrichtenagentur Fars zufolge schickte der Iran
       entsprechende „eindringliche Warnungen“ an zahlreiche Hotels, insbesondere
       in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Bahrain. Fars zufolge hat der
       Iran aber auch ähnliche Einrichtungen in Syrien, dem Libanon und Dschibuti
       identifiziert, die von US-Militärangehörigen genutzt würden. Die iranischen
       Revolutionsgarden forderten am Freitag Zivilisten in der Region auf, sich
       von US-Einrichtungen fernzuhalten. „Wir empfehlen, Standorte, an denen
       US-Streitkräfte stationiert sind, dringend zu verlassen“, erklärten die
       Revolutionsgarden auf ihrer Website. (afp)
       
       ## EASA: Empfehlen Meidung des Luftraums über Konfliktgebieten bis 10.
       April
       
       Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) verlängert ihre Warnung
       für Fluggesellschaften für den Luftraum über dem Iran, Israel und mehreren
       Golfstaaten. Die Empfehlung den Luftraum aufgrund erhöhter militärischer
       Aktivitäten zu meiden gelte nun bis zum 10. April, teilt die EASA mit. Die
       Empfehlung galt zuvor bis zum 27. März. (rtr)
       
       ## Irans Chefdiplomat: USA und Israel haben Genozid vor
       
       Teherans Außenminister Abbas Araghtschi warnt vor einem Völkermord durch
       Israel und die Vereinigten Staaten in seinem Land. In einer
       Dringlichkeitssitzung des UN-Menschenrechtsrates in Genf verwies er auf
       zahlreiche Angriffe auf Zivilisten und zivile Einrichtungen in seinem Land.
       „Das Vorgehen der Aggressoren, gepaart mit ihrer Rhetorik, lässt kaum
       Zweifel an ihrer klaren Absicht, Völkermord zu begehen“, sagte er in einer
       Videobotschaft an das Gremium. (dpa)
       
       ## Saudi-Arabien: Iran feuert Raketen auf Riad ab
       
       Der Iran hat nach Angaben aus Saudi-Arabien sechs Raketen auf die
       Hauptstadt Riad abgefeuert. Vier der Raketen seien in den Persischen Golf
       gestürzt oder auf unbewohntem Gelände eingeschlagen, teilte das Königreich
       am Freitag mit. Zwei weitere Geschosse seien abgefangen worden. (ap)
       
       ## Luftangriff in Ghom: Behörden melden 15 Tote
       
       Bei einem Luftangriff auf Ziele in der iranischen Stadt Ghom sind nach
       Angaben der örtlichen Behörden mindestens 15 Menschen getötet worden.
       Weitere zehn Personen seien verletzt, sagte der stellvertretende Gouverneur
       der gleichnamigen Provinz, Mortesa Heidari, der staatlichen
       Nachrichtenagentur Isna. Die Rettungskräfte suchten im Stadtviertel
       Pardisan weiterhin nach Verschütteten. Die Zahl der Todesopfer könne daher
       noch steigen. Es liegen keine Angaben über die getroffenen Ziele vor, und
       es gibt keine unabhängige Bestätigung. Ghom gilt als religiöses Zentrum im
       Iran und zählt zu den wichtigsten schiitischen Wallfahrtsorten weltweit.
       Die Region ist zudem wegen strategischer Industrie- und Atomanlagen von
       strategischer Bedeutung. (dpa)
       
       ## Australien betont Unterstützung für Golfstaaten nach Trump-Kritik
       
       Nach Kritik von US-Präsident Donald Trump hat Australien seine praktische
       Unterstützung für den Iran-Krieg unterstrichen. Das Land habe mit der
       Entsendung eines militärischen Aufklärungsflugzeugs einen konstruktiven
       Beitrag geleistet, sagte Premierminister Anthony Albanese am Freitag. „Wir
       haben das E-7-Wedgetail-Flugzeug bereitgestellt, das eine entscheidende
       Rolle bei der Unterstützung der Golfstaaten spielt“, erklärte der
       Regierungschef und bezog sich dabei auf ein von den Vereinigten Arabischen
       Emiraten angefordertes Aufklärungsflugzeug. Der Botschafter der Emirate in
       Australien, Fahad Obaid Mohamed Altaffag, sagte dem Rundfunksender ABC, die
       Wedgetail sei einsatzbereit und habe sich als sehr hilfreich erwiesen. „Sie
       hat uns in unserer weiterhin verfolgten defensiven Haltung maßgeblich
       unterstützt.“
       
       Seit Kriegsbeginn hat der Iran die Vereinigten Arabischen Emirate mit mehr
       als 3.300 Raketen und Drohnen angegriffen. Rund 95 Prozent der Geschosse
       seien abgefangen worden, sagte Altaffag. Trump bezeichnete Australien
       bereits zweimal als einen der US-Verbündeten, die keine ausreichende
       militärische Hilfe leisteten und ihn damit enttäuscht hätten. „Australien
       war nicht gut. Ich war etwas überrascht von Australien“, sagte der
       US-Präsident zuletzt. Albanese erklärte, er pflege ein sehr konstruktives
       Verhältnis zu Trump. „Ich habe schon früh gesagt, dass ich seine täglichen
       Äußerungen nicht kommentieren werde, aber ich wiederhole: Es gibt keine an
       Australien gerichtete Anfrage, der nicht zugestimmt wurde.“ (ap)
       
       ## Ölpreis steigt und sinkt
       
       Das ‌verlängerte Iran-Ultimatum von US-Präsident ‌Donald Trump hat am
       Ölmarkt für etwas Entspannung gesorgt. Öl der Nordseesorte Brent und US-Öl
       WTI verbilligten sich am Freitag in der Spitze um jeweils gut 2,5 Prozent
       auf 105,09 beziehungsweise 92,08 US-Dollar je Fass.
       
       Trump hat die angedrohten Angriffe auf Energieanlagen im Iran nach eigenen
       Angaben für zehn ‌weitere Tage ausgesetzt. Zudem sagte er, die laufenden
       Gespräche mit der Regierung in Teheran liefen sehr gut. Am Donnerstag
       hatten schwindende Hoffnungen auf ein rasches Ende des Nahost-Krieges die
       Preise noch um rund fünf Prozent nach oben getrieben. (rtr)
       
       ## Trump verlängert Ultimatum an Iran
       
       US-Präsident Donald Trump hat sein Ultimatum an den Iran zur Freigabe der
       Straße von Hormus erneut verlängert. Auf Ersuchen der iranischen Regierung
       werde er vorerst bis zum 6. April von Bombenangriffen auf iranische
       Kraftwerke absehen, erklärte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth
       Social. Die Verhandlungen würden fortgesetzt.
       
       Zuvor hatte Trump erklärt, der Iran habe mehreren Öltankern die Passage
       durch die strategisch wichtige Meerenge erlaubt. Er interpretiert dies als
       ein Zeichen guten Willens für Verhandlungen. „Ich denke, wir haben es mit
       den richtigen Leuten zu tun“, sagte er.
       
       Trump erklärte, dass er mögliche Maßnahmen aufschiebe, weil die Gespräche
       zur Beendigung des Konflikts „sehr gut“ liefen – obwohl der Iran weiterhin
       betont, dass er nicht mit dem Weißen Haus über einen angeblichen
       15-Punkte-Plan zur Beendigung des Krieges verhandle. Am Mittwochabend hatte
       Irans Außenminister Abbas Araghtschi im iranischen Staatsfernsehen
       mitgeteilt, es habe keine Verhandlungen mit den USA zur Beendigung des
       Krieges gegeben und der Iran plane dies auch nicht.
       
       Trump sagte, der Iran habe um eine Fristverlängerung gebeten. „Sie haben um
       sieben Tage gebeten“, sagte er in der Sendung „The Five“ des Senders Fox
       News. „Und ich sagte: Ich gebe euch zehn.“ (dpa)
       
       ## Hafen in Kuwait-Stadt angegriffen
       
       Der wichtigste Hafen in Kuwait ist bei einem Angriff beschädigt worden. Die
       Behörden teilten am Freitag mit, Ziel des Angriffs sei der Hafen Schuwaich
       in Kuwait-Stadt gewesen. Es seien Schäden entstanden, aber keine Verletzten
       gemeldet worden. In den Golfstaaten Bahrain und Katar wurde am
       Freitagvormittag wegen eines drohenden iranischen Angriffs Raketenalarm
       ausgelöst. (ap)
       
       ## Außenminister: Indirekte Kontakte zwischen USA und Iran
       
       Bundesaußenminister Johann Wadephul zufolge hat es indirekte Kontakte
       zwischen den USA und dem Iran gegeben. Derzeit liefen Vorbereitungen für
       direkte Gespräche, sagt Wadephul im Deutschlandfunk. Diese sollte zeitnah
       in Pakistan stattfinden. „Und das ist doch eine gute Nachricht, dass diese
       Gespräche stattfinden können.“ Anscheinend seien bereits erste Positionen
       über Dritte schriftlich ausgetauscht worden. Eventuell gebe es beim
       G7-Treffen in Frankreich von US-Außenminister Marco Rubio mehr Details.
       (rtr)
       
       ## Israel greift Raketenproduktion in Iran an
       
       Israels Armee hat eigenen Angaben zufolge in der Nacht erneut Ziele im Iran
       angegriffen. Ins Visier seien dabei unter anderem Produktionsstätten für
       ballistische Raketen, Raketenlager und Raketenabschussrampen genommen
       worden, teilte das israelische Militär am Morgen mit. Angriffe habe es
       unter anderem in der iranischen Hauptstadt Teheran gegeben. Ziel sei es,
       den iranischen Beschuss auf Israel einzuschränken.
       
       Dennoch heulten wegen Angriffen aus dem Iran in der Nacht erneut die
       Sirenen in Israel, darunter in der Küstenmetropole Tel Aviv. Berichte über
       Opfer gab es zunächst nicht.
       
       Israelischen Medienberichten zufolge liegt der Fokus der israelischen
       Angriffe im Iran derzeit nicht mehr so sehr auf dem iranischen Machtapparat
       wie zuvor, sondern vor allem auf militärischen Zielen wie der
       Rüstungsindustrie. Hintergrund dürfte demnach sein, dass Israel sich darauf
       vorbereitet, dass US-Präsident Donald Trump schon bald eine Waffenruhe mit
       dem Iran verkünden könnte. (dpa)
       
       ## 🐾 Israels Abwehr am Limit
       
       Der Irankrieg legt die Schwachstellen von Israels Raketenschirm offen. Und
       zeigt: Iran hat seit dem Krieg im letzten Sommer dazugelernt. Ob das dem
       Land ernsthaft gefährlich werden kann, [1][analysiert taz-Korrespondent
       Felix Wellisch in Tel Aviv.]
       
       ## Emirate wollen Straße von Hormus sichern
       
       Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen sich einem Zeitungsbericht
       zufolge an einem ‌multinationalen Marineeinsatz zur Wiederöffnung der
       Straße von Hormus beteiligen. Die VAE hätten ihre Bereitschaft dazu den USA
       und anderen westlichen Verbündeten mitgeteilt, berichtet die Financial
       Times (FT). Dem zufolge bemühen sich die VAE zudem darum, Dutzende Länder
       für die Bildung einer „Hormus-Sicherheits-Truppe“ zu gewinnen. Diese solle
       die Meerenge vor iranischen Angriffen schützen und die Schifffahrt
       eskortieren. Die VAE arbeiten laut FT zusammen mit Bahrain an einer
       Resolution des UN-Sicherheitsrates, die ein Mandat für einen Einsatz
       erteilen soll. (rtr)
       
       ## Frachter im Arabischen Golf auf Grund gelaufen
       
       In der Straße von Hormus ist ein thailändisches Frachtschiff nach einem
       Angriff auf Grund gelaufen. Das thailändische Außenministerium teilte am
       Freitag mit, iranische und omanische Einsatzkräfte hätten die „Mayuree
       Naree“ erreicht. Drei Seeleute würden vermisst. Das Schiff war am 11. März
       von iranischem Gebiet aus angegriffen worden. Die halbstaatlichen
       iranischen Nachrichtenagenturen Tasnim und Fars, die der iranischen
       Revolutionsgarde nahestehen, berichteten, dass das Schiff in der Nähe des
       Dorfes Ramcha auf der Insel Keschm festsitze. (ap)
       
       ## USA prüfen Entsendung weiterer Truppen
       
       Das US-Verteidigungsministerium prüft einem Zeitungsbericht zufolge die
       Entsendung „von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen“ in ⁠den Nahen
       Osten. Damit solle US-Präsident Donald Trump mehr militärische Optionen
       erhalten, auch wenn er Friedensgespräche mit der Regierung in Teheran
       erwäge, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider aus
       dem ‌Pentagon. (rtr)
       
       27 Mar 2026
       
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