# taz.de -- Razzien gegen Einwanderer in Minnesota: Der „Grenzzar“ ruft seine Meute zurück
       
       > Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan erklärt den Einsatz der
       > US-Bundesbehörden in Minneapolis für beendet. Sie sollen bis nächste
       > Woche abziehen.
       
 (IMG) Bild: Im Namen der Sicherheit: „Grenzzar“ Tom Homan am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Minneapolis, Minnesota
       
       afp | Der Grenzschutzbeauftragte Tom Homan hat das Ende des [1][Einsatzes
       von US-Bundesbehörden in der Großstadt Minneapolis] angekündigt. Der von
       Medien als „Grenzzar“ titulierte Homan sagte am Donnerstag bei einer
       Pressekonferenz in Minneapolis, US-Präsident Trump habe seinem Vorschlag
       für ein Ende des Einsatzes zugestimmt. Die Bundesmitarbeiter sollen nach
       seinen Angaben bis nächste Woche abgezogen werden. „Ein deutlicher Abzug
       hat bereits diese Woche begonnen und wird bis in die kommende Woche
       fortgesetzt“, sagte Homan. Homan hatte vor gut einer Woche bereits einen
       Teilabzug von 700 Einsatzkräften angekündigt. Rund 2.000 weitere verblieben
       aber vorerst in Minnesota.
       
       Trump hatte Tausende schwer bewaffnete und maskierte Bundesbeamte nach
       Minnesota entsandt. Seit 1. Dezember schwärmten Agenten der
       Einwanderungsbehörde ICE im Rahmen der „Operation Metro“ durch die Gegend,
       um illegale Einwanderer festzusetzen. Es kam zu zahlreichen gewaltsamen
       Zusammenstößen mit Demonstranten. Zwei US-Bürger wurden dabei in
       Minneapolis von Bundesbeamten getötet.
       
       Nach den tödlichen Schüssen auf den Krankenpfleger Alex Pretti am 24.
       Januar hatte es auch im Lager von Trumps Republikanern teils [2][entsetzte
       Reaktionen] gegeben. Es war der zweite Todesfall dieser Art, nachdem ein
       ICE-Mitarbeiter am 7. Januar die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good in
       Minneapolis erschossen hatte. Im Fall Pretti wurden [3][zwei Beamte der
       Grenzschutzbehörde CBP vom Dienst suspendiert].
       
       Für die tödlichen Schüsse auf Good war Videoaufnahmen zufolge der ICE-Agent
       Jonathan Ross verantwortlich. In diesem Fall gab es keine personellen
       Konsequenzen. Die Bundesbehörden weigerten sich, Informationen mit lokalen
       Ermittlern zu teilen. Der Tod von Renee Good löste aber heftige politische
       Debatten, rechtliche Auseinandersetzungen und anhaltende Proteste aus.
       
       Zum Ende des scharf kritisierten Einsatzes der Einwanderungsbehörde ICE und
       des Grenzschutzes in Minnesota sagte Homan am Donnerstag, der
       US-Bundesstaat sei nun in weit geringerem Maße ein Zufluchtsort für
       Kriminelle als zuvor. „Ich habe vorgeschlagen, und Präsident Trump hat
       zugestimmt, dass diese Razzia beendet wird“, fügte er hinzu.
       
       12 Feb 2026
       
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