# taz.de -- Brandkatastrophe in der Schweiz: Gericht bestätigt U-Haft für Barbetreiber
       
       > Beim Feuer in der Bar „Le Constellation“ in Crans-Montana sind 40
       > Menschen ums Leben gekommen. Nun bestätigt ein Gericht die U-Haft für den
       > Barchef.
       
 (IMG) Bild: Ein Polizeibeamter vor der Bar „Le Constellation“ nach einem verheerenden Brand während einer Silvesterparty, Crans-Montana, am 2. Januar 2026
       
       afp/dpa | Knapp zwei Wochen nach der [1][Brandkatastrophe von
       Crans-Montana] muss der Besitzer der betroffenen Bar, Jacques Moretti, in
       Untersuchungshaft. Das zuständige Zwangsmaßnahmengericht in Sitten (Sion)
       im Schweizer Kanton Wallis hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft
       stattgegeben.
       
       Nach einer mehr als sechsstündigen Befragung hatte die Staatsanwaltschaft
       im Kanton Wallis am Freitag entschieden, Jacques Moretti in Gewahrsam zu
       nehmen, und dies unter anderem mit Fluchtgefahr begründet. Morettis Frau
       hingegen blieb auf freiem Fuß. Moretti ist Franzose. Die Anwälte des
       Ehepaars betonten, dass die beiden keine Absicht hätten, sich den
       Ermittlungen zu entziehen.
       
       Gegen das französische Betreiber-Ehepaar Jacques und Jessica Moretti wird
       wegen des Verdachts auf fahrlässige Tötung und Körperverletzung ermittelt.
       
       Bei dem Brand in der Silvesternacht waren in der Bar Le Constellation 40
       überwiegend sehr junge Menschen ums Leben gekommen. 116 wurden verletzt,
       rund 80 befinden sind mit überwiegend schweren Verbrennungen noch in
       Krankenhäusern, auch in Deutschland.
       
       ## Bis zur Urteilsverkündung gilt Barbesitzer als unschuldig
       
       Die Untersuchungshaft ist zunächst auf drei Monate befristet. Moretti könne
       wieder auf freien Fuß kommen, wenn bestimmte Sicherheiten hinterlegt
       werden, teilte das Gericht mit. „Es geht also nicht darum, den Angeklagten
       bereits zu bestrafen, da dieser bis zum Inkrafttreten eines möglichen
       Urteils als unschuldig gilt“, heißt es weiter.
       
       Bei dem Unglück waren während der Silvesterparty in der zweigeschossigen
       Bar am Neujahrstag um 01.30 Uhr morgens Feuer ausgebrochen. Nach ersten
       Ermittlungen wurden sie durch funkensprühende Partyfontänen ausgelöst, die
       Schaumstoff an der Decke in Brand setzten. Wie die örtlichen Behörden
       einräumten, war die Bar zuletzt 2019 auf Brandschutzmaßnahmen untersucht
       worden, obwohl solche Kontrollen eigentlich jedes Jahr vorgeschrieben sind.
       
       Am vergangenen Freitag [2][hielt die Schweiz einen Staatstrauertag ab.] Zu
       einer Gedenkveranstaltung in Martigny kamen rund 1.000 geladene Gäste,
       darunter der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella und Frankreichs
       Präsident Emmanuel Macron. Aus Italien und Frankreich stammen viele Opfer.
       
       12 Jan 2026
       
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