# taz.de -- Nach Tragödie in Crans-Montana: Strafuntersuchung gegen Barbetreiber
       
       > Gegen die Betreiber der abgebrannten Bar in Crans-Montana ist eine
       > Strafuntersuchung eröffnet worden. Ihnen wird unter anderem fahrlässige
       > Tötung vorgeworfen.
       
 (IMG) Bild: Zwei Tage nach der Brandkatastrophe: ein Meer von Blumen, Kerzen und kleinen Plüschtieren vor der Bar
       
       dpa | Zwei Tage nach dem [1][verheerenden Brand in einer Bar in
       Crans-Montana] mit 40 Toten sind strafrechtliche Ermittlungen gegen die
       beiden Betreiber aufgenommen worden. „Ihnen werden fahrlässige Tötung,
       fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer
       Feuersbrunst vorgeworfen“, teilte die Polizei des Kantons Wallis mit. „Es
       wird daran erinnert, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die
       Unschuldsvermutung gilt.“
       
       Bei dem Brand in der Silvesternacht war nach ersten Ermittlungen [2][durch
       funkensprühende Partyfontänen] Schaumstoff an der Decke in Brand geraten.
       Er hatte sich innerhalb kürzester Zeit ausgebreitet. Neben den Todesopfern
       wurden 119 Menschen größtenteils schwer verletzt.
       
       ## Zweifel an Einhaltung von Brandschutzvorschriften
       
       Brandschutzexperten hatten bereits in Frage gestellt, ob die Bar genügend
       Notausgänge hatte und ob das Material, das unter der Decke wahrscheinlich
       zur Schalldämpfung installiert war, gesetzeskonform war.
       
       Die Betreiber der Bar, ein französisches Ehepaar hatten Medien gesagt, sie
       seien am Boden zerstört und kooperierten mit den Behörden, um die
       Katastrophe aufzuklären.
       
       „Nach Abschluss der ersten Ermittlungen, die unter der Leitung der
       Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis durchgeführt wurden, wurde gestern
       Abend eine Strafuntersuchung gegen die beiden Betreiber der Bar eröffnet“,
       teilte die Polizei mit.
       
       ## Erste Todesopfer von Brand in der Schweiz identifiziert und an Familien
       übergeben
       
       Die ersten vier Todesopfer konnten identifiziert und ihren Angehörigen
       übergeben worden. Es handele sich um die sterblichen Überreste von zwei
       weiblichen und zwei männlichen Opfern im Alter zwischen 16 und 21 Jahren
       aus der Schweiz, teilte die Polizei des Kantons Wallis am Samstag mit.
       Andere Familien bangten weiter um ihre immer noch vermissten Kinder.
       
       Im Zentrum des Skiorts verharren immer wieder Menschen in der Nähe des
       Unglücksorts in Trauer – vor einem immer größer werdenden Meer von Blumen,
       Kerzen und kleinen Plüschtieren. „Mut all den Familien der Opfer, wir
       denken an Stefan und hoffen, dass er okay ist: ein Held“, heißt es auf
       einem Zettel. „Wir denken an Dich“ und „Mögen sie in Frieden ruhen“ steht
       auf Karten geschrieben.
       
       Die Arbeiten zur Identifizierung der übrigen Todesopfer [3][und Verletzten]
       dauerten an. Bis Freitag konnten 113 der 119 Verletzten identifiziert
       werden. Das französische Außenministerium erklärte am Samstag, dass bei dem
       Brand 16 Franzosen verletzt worden seien. Weitere neun blieben demnach
       vermisst.
       
       3 Jan 2026
       
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