# taz.de -- Bewegungstermine in Berlin: Solidarisch durch den Winter
       
       > Weihnachtsmarkt, Küfa oder politisches Kino: Zahlreiche Initiativen laden
       > in der dunklen Jahreszeit zu gemeinschaftlichen Abenden ein.
       
 (IMG) Bild: KØPI: Filmvorführung „They don't shoot horses, don't they“ (1969) von Sydney Pollack
       
       Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Tage werden immer kürzer, kälter und
       dunkler. Was dagegen hilft? Das Jahr gemütlich und gemeinschaftlich
       ausklingen lassen. Zum Beispiel beim Weihnachtsmarkt, einem Film oder einem
       gemütlichen Soli-Essen in netter Gesellschaft. Das Ganze kann sogar
       gleichzeitig einen solidarischen und politischen Anspruch haben.
       
       Beispielsweise im NewYorck im Bethanien beim [1][anarchistischen
       Soli-Dinner der Koukaki Squat Gemeinschaft aus Athen,] das 2020 nach drei
       Jahren schon wieder vor dem Aus stand. Die Gemeinschaft, [2][inmitten einer
       noblen und touristischen Gegend im Zentrum von Athen], war beispielhaft für
       den Gedanken von Gemeinschaftlichkeit. Mit Wohn- und Waschmöglichkeiten,
       öffentlichem Bad, einer Bibliothek und Event-Flächen.
       
       Einigen Mitgliedern der Gemeinschaft drohen starke Repressionen. In einem
       ersten Prozess wurden sechseinhalb Jahre Gefängnis angesetzt. Die
       Berufungsverhandlung findet bald statt, daher ist es wichtig eine
       Solidaritätsbewegung aufzubauen. Beim Abendessen mit mediterranen Meze wird
       über die aktuelle Situation der Angeklagten gesprochen. Zudem wird es einen
       Call mit zwei von ihnen geben (Montag, 15. Dezember, Mariannenplatz 2A,
       19:00 Uhr).
       
       In der [3][KØPI] wird die psychologische Tragödie „They don't shoot horses,
       don't they“ (1969) von Sydney Pollack gezeigt. Der Film thematisiert
       soziale Kälte, Existenzangst, Ausbeutung und die Entmenschlichung durch den
       Kapitalismus vor dem Hintergrund der Großen Depression in den USA. 120
       Minuten lang; der Eintritt ist frei (Montag, 15. Dezember, Köpenicker
       Straße 137, 21:00 Uhr).
       
       Beim [4][Soli-Küfa-Weihnachtsmarkt] in der Linienstrasse 206 können
       Weihnachtsbesorgungen gemacht werden und es gibt Essen und Glühwein zur
       Unterstützung eines queeren geflüchteten Kameraden. Es wird kamerunische
       Beignets, eine Kollektion selbstbedruckter Shirts, Keramikartikel und
       etliches mehr geben (Dienstag, 16. Dezember, Linienstr. 206, 17:00 Uhr).
       
       Der Soli-Stammtisch im Zielona Góra hat diesen Monat Premiere. Er soll dazu
       einladen Menschen zusammenzubringen, dazu gibt es Glühwein und Kekse
       (Mittwoch, 17. Dezember, Grünbergerstr. 73, 19:00 Uhr).
       
       Bei der veganen VoxKü in der Kadterschmiede stehen Essen, Getränke und
       Musik auf dem Menü. Dann und wann auch mit Veranstaltungen und Diskussionen
       und Feuertonne im Garten (Donnerstag, 18. Dezember, Rigaer Str. 94, 20:00
       Uhr).
       
       [5][Potse and Drugstore] präsentieren: Zimtschnecken Zinema in der
       Zollgarage im alten Flughafen Tempelhof. Der Film wird auf Englisch mit
       deutschen Untertiteln gezeigt. Der Eintritt ist frei (Freitag, 19.
       Dezember, Columbiadamm 10, 18:00 Uhr).
       
       Wer nach all den Veranstaltungen in der Woche zu viel oder doch noch zu
       wenig Glühwein hatte, geht zum Unholy Katerfrühstück – queer Küfa in die
       Villa Kuriosum. Dort gibt es mehr Glühwein und weihnachtliches Essen in
       freundlicher Gesellschaft (Sonntag, 21. Dezember, Scheffelstr. 21, 16:00
       Uhr).
       
       14 Dec 2025
       
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