# taz.de -- Geld für die Wissenschaft: Forschungs-Milliarden für 2026
       
       > Ein dicker Forschungsbrocken ist die neue „Hightech-Agenda“, mit der
       > ausgewählte Zukunftstechnologien mit 18 Milliarden Euro gefördert werden
       > sollen.
       
 (IMG) Bild: Milliardenetat: Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, hier mit Kanzler Friedrich Merz
       
       Ein dicker Scheck für die Wissenschaft: 21,8 Milliarden Euro kann
       Bundesforschungsministerin Dorothee Bär im kommenden Jahr für
       wissenschaftliche Projekte und die Grundfinanzierung von Instituten
       ausgeben. [1][Der Etat 2026 des Bundesministeriums für Forschung,
       Technologie und Raumfahrt (BMFTR)] wird heute, am 28. November, zusammen
       mit dem gesamten Bundeshaushalt vom Bundestag final verabschiedet.
       
       Es ist sogar mehr Geld als vom Ministerium zunächst erwartet. Das hatte im
       Sommer zunächst nur 21,2 Milliarden Euro beim Bundestag beantragt. Dann
       legte der Haushaltsausschuss des Parlaments, der das letzte Sagen bei der
       Mittelverteilung hat, Anfang November noch einmal 559 Millionen Euro drauf.
       Unter anderem zur Finanzierung eines neuen [2][Forschungsprogramms gegen
       Long-Covid-Erkrankungen], wofür 500 Millionen Euro in den nächsten zehn
       Jahren bewilligt wurden. Auch für den Transfer zwischen Wissenschaft und
       Wirtschaft wurden 50 Millionen zusätzlich spendiert.
       
       Insgesamt ist der [3][neue Etat 2026] ein ziemlicher Verschiebebahnhof und
       nur bedingt mit dem laufenden Haushalt 2025 mit Ausgaben in Höhe von 22,4
       Milliarden Euro zu vergleichen. Der Grund: Das Ressort wurde mit
       Amtsantritt von Ministerin Bär neu zugeschnitten. Der gesamte Bildungsteil
       des einstigen BMBF (Bildung und Forschung) wurde dem Familienministerium
       zugeschlagen, dafür kam die Raumfahrtzuständigkeit aus dem
       Wirtschaftsministerium zur Forschung.
       
       Ein dicker Forschungsbrocken ist die neue „[4][Hightech-Agenda]“, mit der
       ausgewählte Zukunftstechnologien in den nächsten Jahren mit insgesamt 18
       Milliarden Euro gefördert werden sollen. Das ist allerdings nur mit
       zusätzlichen Geldern aus dem „Sondervermögen Infrastruktur“ und dem Klima-
       und Transformationsfonds (KTF) möglich.
       
       Neben 2 Milliarden Euro im Kernhaushalt für 2026 kommen weitere 700
       Millionen Euro aus den Sondertöpfen hinzu. Aus dem KTF werden zudem 227
       Millionen in die Batterieforschung fließen, die dagegen im normalen
       Haushalt, dem „Einzelplan 30“, gekürzt wurde. Die Undurchsichtigkeit der
       Geldflüsse hat denn auch schon den Bundesrechnungshof zu kritischen
       Bemerkungen veranlasst.
       
       Die Gelder des Forschungsministeriums sind Investitionen in die Zukunft.
       Vor diesem Hintergrund hat das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
       (ZEW) in Mannheim kürzlich einen interessanten Vergleich angestellt:
       Untersucht wurde, welcher Anteil an den Staatsausgaben in
       zukunftsorientierte Bereiche wie Bildung, Forschung und Innovation fließen.
       Heraus kam, dass diese „Zukunftsquote“ im europäischen Durchschnitt
       zwischen 21 und 24 Prozent im Lauf der Jahre ausmacht. Die höchsten Werte
       erzielen die Schweiz (29 Prozent), Estland (28) und Schweden (26).
       Deutschland schaffte es in einer Gruppe mit Spanien, Frankreich, Italien
       mit Werten zwischen 19 und 22 Prozent nur ins Mittelfeld.
       
       27 Nov 2025
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.bmftr.bund.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/2025/08/Haushalt2026.html
 (DIR) [2] https://www.bmg-longcovid.de/zeitstrahl/foerderschwerpunkt
 (DIR) [3] https://www.bing.com/search?pc=MOZR&form=MOZLBR&q=Bundesetat+wissenschaft+2026
 (DIR) [4] https://hightech-agenda-deutschland.de/
       
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