# taz.de -- Trassensperrungen bis 2036: Neue Reihenfolge bei Korridor-Sanierung der Bahn
       
       > Um pünktlicher zu werden, modernisiert die Bahn stark befahrene
       > Schienenkorridore. Die Reihenfolge der rund 40 Strecken hat sich
       > geändert.
       
 (IMG) Bild: Im Mai wurden bereits die Stellwerke zwischen Köln und Koblenz modernisiert – 2028 folgen die Gleise
       
       Berlin dpa | Die [1][Modernisierung vielbefahrener, aber überalterter
       Bahnstrecken wird noch bis weit in die 2030er Jahre hinein dauern]. Die
       aktuelle Reihenfolge der geplanten 42 Korridore im sogenannten
       Hochleistungsnetz hat die Bahn nun mit dem Bund abgestimmt, wie der Konzern
       mitteilte. Demnach wird die letzte Sanierung der Strecke Flensburg-Hamburg
       erst 2036 durchgeführt.
       
       „Im kommenden Jahr werden planmäßig die Generalsanierungen der Korridore
       Hagen–Wuppertal–Köln, Nürnberg–Regensburg, Obertraubling–Passau,
       Troisdorf–Unkel/Unkel–Wiesbaden durchgeführt“, teilte die Bahn mit. „Für
       das Jahr 2027 ist die gebündelte Erneuerung und Modernisierung der
       KorridoreRosenheim–Salzburg, Lehrte–Berlin, Bremerhaven–Bremen und
       Fulda–Hanau vorgesehen.“
       
       Ursprünglich wollten Bahn und Bund die Korridore bis zum Jahr 2031
       sanieren. Es geht um stark belastete und aufgrund ihres schlechten Zustands
       besonders [2][störanfällige Knotenpunkte] im bundesweiten Fernverkehr.
       Start der sogenannten Generalsanierungen war im vergangenen Jahr auf der
       Riedbahn zwischen Frankfurt und Mannheim. Derzeit laufen die
       Modernisierungsarbeiten zwischen [3][Hamburg] und Berlin sowie zwischen
       Emmerich und Oberhausen in Nordrhein-Westfalen.
       
       Für die Bauarbeiten werden die Strecken für rund ein halbes Jahr voll
       gesperrt. Dafür sollen die Abschnitte im Anschluss für mindestens fünf
       Jahre baufrei bleiben. Ursprünglich waren bis zu neun Sanierungen pro Jahr
       geplant. Insbesondere bei den Wettbewerbern im Güterverkehr stieß der Plan
       auf Ablehnung, weil die Güterzüge während der Sperrungen oft deutlich
       weitere Umwege in Kauf nehmen müssen, als die Personenzüge. Im Juli stimmte
       die Bahn deshalb ein neues Konzept mit der Branche und nun auch mit dem
       Bund ab.
       
       9 Sep 2025
       
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