# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Tote nach russischem Angriff auf Sumy
       
       > Bei einem Raketenangriff auf die Stadt Sumy sind laut ukrainischen
       > Behörden 32 Menschen ums Leben gekommen. Die Einsätze der Hilfskräfte
       > dauern an.
       
 (IMG) Bild: Ein trauernder Mensch nach einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Sumy am 13. April 2025
       
       Zahl der Toten bei russischem Angriff auf Sumy steigt auf 32
       
       Bei einem russischen Raketenangriff auf die Stadt Sumy im Nordosten der
       [1][Ukraine] sind nach Angaben der ukrainischen Behörden bisher mindestens
       32 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Toten seien zwei Kinder, teilte
       der staatliche Notfalldienst mit. 84 Menschen, unter ihnen zehn Kinder,
       seien verletzt worden.
       
       Zwei ballistische Raketen seien im Zentrum von Sumy eingeschlagen, als
       Ortsansässige sich für Feiern zum Palmsonntag versammelt hätten, schrieb
       der geschäftsführende Bürgermeister Artem Kobsar in einem Post in den
       sozialen Medien. „An diesem strahlenden Palmsonntag hat unsere Gemeinde
       eine schreckliche Tragödie erlitten.“
       
       Videos vom Ort des Geschehens in sozialen Medien zeigten auf dem Boden
       aufgereihte Leichensäcke inmitten von Schutt und Trümmern, Rauch stieg auf.
       Im Laufe der Bergungseinsätze wurden weitere Tote in Decken gehüllt.
       
       Präsident Wolodymyr Selenskyj teilte mit, dass die Einsätze der Hilfskräfte
       in Sumy andauerten. Es habe Dutzende Tote durch den Angriff mit den zwei
       Raketen gegeben. „Nur dreckiger Abschaum kann sich so verhalten –
       gewöhnlichen Menschen das Leben nehmen“, erklärte Selenskyj. Er forderte
       eine internationale Reaktion auf den Angriff. „Gespräche haben noch nie
       ballistische Raketen und Fliegerbomben gestoppt. Was Not tut, ist eine
       Haltung gegenüber Russland, die ein Terrorist verdient.“
       
       Es war der zweite schwere Angriff auf die Ukraine mit vielen zivilen
       Todesopfern in mehr als einer Woche. Am 4. April waren bei einem russischen
       Raketenangriff auf Selenskyjs Heimatstadt Krywyj Rih mindestens 19 Menschen
       getötet worden, darunter neun Kinder.
       
       Am Samstag hatten die Chefdiplomaten Russlands und der Ukraine der jeweils
       anderen Seite vorgeworfen, gegen eine von den USA vermittelte vorläufige
       Vereinbarung zu verstoßen, Angriffe auf die Energieinfrastruktur
       auszusetzen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow und der ukrainische
       Außenminister Andrij Sybiha äußerten sich bei separaten Veranstaltungen des
       Diplomatie-Forums im türkischen Antalya – eine Konferenz, die
       Podiumsdiskussionen zu Themen rund um Internationale Beziehungen
       ausrichtet.
       
       Lawrow erklärte, „die Ukrainer haben uns von Anfang an attackiert, an jedem
       Tag, vielleicht mit zwei oder drei Ausnahmen“. Er kündigte an, dass Moskau
       den USA, der Türkei und internationalen Organisationen eine Liste mit
       ukrainischen Angriffen auf Ziele in Russland in den vergangenen drei Wochen
       vorlegen werde.
       
       Sybiha wies die Vorwürfe am Samstag vehement zurück. Russland habe „fast 70
       Raketen, über 2.200 (explodierende) Drohnen und über 6.000 Lenkbomben“ auf
       die Ukraine abgeworfen, „zumeist auf Zivilisten“, seitdem Moskau einer
       begrenzten Feuerpause zugestimmt habe. (ap)
       
       Russland bestätigt Abschuss von F-16-Kampfjet in der Ukraine
       
       Nach dem Tod eines F-16-Kampfpiloten in der Ukraine hat das russische
       Militär den Abschuss eines solchen Kampfflugzeugs bestätigt. Die russische
       Flugabwehr habe eine F-16 abgeschossen, teilte das Verteidigungsministerium
       in Moskau mit, ohne Details zu Ort und Zeitpunkt zu nennen.
       
       Selenskyj hatte am Samstag mitgeteilt, dass der F-16-Kapitän Pawlo Iwanow
       getötet worden sei. Er verlieh dem 26-Jährigen postum den Titel „Held der
       Ukraine“. Selenskyj machte aber keine Angaben zum Vorfall selbst.
       
       Kiew nutzt unter anderem diese Kampfjets zur Abwehr gegen den russischen
       Angriffskrieg. Laut Medien soll der Kampfjet über dem Gebiet Sumy im
       Nordosten der Ukraine abgeschossen worden sein. Damit verlor die Ukraine
       die zweite der für sie wertvollen Maschinen. Nach dem selbst verschuldeten
       Verlust der ersten F-16 im Sommer hatte Selenskyj Luftwaffenchef Mykola
       Oleschtschuk entlassen. (dpa)
       
       Wieder ukrainische Angriffe auf Energieinfrastruktur
       
       Russland hat der Ukraine [2][erneut Angriffe auf Energieanlagen] trotz
       eines mit den USA vereinbarten Moratoriums vorgeworfen. Die Ukraine habe am
       Samstag zwei Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur verübt, teilt
       das Verteidigungsministerium laut der Nachrichtenagentur Interfax mit.
       Einzelheiten dazu lagen zunächst nicht vor. Russland und die Ukraine hatten
       sich im vergangenen Monat [3][unter Vermittlung der USA] darauf geeinigt,
       Angriffe auf Energieeinrichtungen vorerst einzustellen. Beide Seiten haben
       sich jedoch wiederholt vorgeworfen, dieses Moratorium gebrochen zu haben.
       (rtr)
       
       13 Apr 2025
       
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