# taz.de -- Vor der Waffenruhe in Nahost: US-Außenminister Blinken zuversichtlich
       
       > Netanjahu wirft der Hamas vor, Teile der erreichten Vereinbarung
       > abzulehnen. Doch die widerspricht. Der Militäreinsatz in Gaza geht
       > unterdessen weiter.
       
 (IMG) Bild: Der Markt von Khan Younis am Sonntag
       
       19:50 Uhr: Blinken erwartet planmäßigen Beginn der Gaza-Waffenruhe
       
       Die US-Regierung geht trotz eines Streits über Details einer
       Waffenruhevereinbarung im Gaza-Krieg davon aus, dass der Zeitplan
       eingehalten wird. „Ich bin zuversichtlich, und ich gehe fest davon aus,
       dass die Umsetzung, wie wir gesagt haben, am Sonntag beginnen wird“, sagte
       US-Außenminister Antony Blinken in Washington in einer Pressekonferenz. Es
       sei „nicht wirklich überraschend“, dass es am Ende so schwieriger
       Verhandlungen noch zu klärende Detailfragen gebe. Man sei aktuell daran,
       das zu regeln.
       
       Die Pressekonferenz wurde von mehrfach von wütenden Zwischenrufen
       unterbrochen, in denen Blinken schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit der
       militärischen Unterstützung Washingtons für Israel gemacht wurden.
       
       Der Vermittler Katar hatte am Mittwoch einen Durchbruch in den
       Verhandlungen zwischen Israel und der islamistischen Hamas erklärt. Die
       Einigung zwischen Israel und der Hamas soll am Sonntag um 11.15 Uhr MEZ in
       Kraft treten und zunächst für 42 Tage gelten. Israels Ministerpräsident
       Benjamin Netanjahu warf der Islamistenorganisation aber am Donnerstag vor,
       ihre Zustimmung zu Teilen der Vereinbarung zu verweigern. Die Hamas wies
       die Anschuldigung zurück und bekannte sich zu dem Abkommen. (dpa)
       
       ## 18:07 Uhr: Blinken bleibt zuversichtlich
       
       US-Außenminister Antony Blinken zeigt sich trotz eines noch offenen Punktes
       zuversichtlich, dass die Feuerpause wie geplant am Sonntag in Kraft treten
       kann. Er habe am Morgen mit dem US-Unterhändler Brett McGurk und Vertretern
       des Vermittlers Katars gesprochen, um die Angelegenheit zu klären, sagt
       Blinken bei seiner letzten Pressekonferenz im Amt. Angesichts der
       schwierigen und heiklen Verhandlungen könne es schon „ein loses Ende“
       geben. Dieses werde in diesem Augenblick beseitigt. Am Montag übernimmt die
       Regierung des designierten US-Präsidenten Donald Trump die Macht in den
       USA. Der bisherige Senator Marco Rubio dürfte in den kommenden Tagen von
       der Kongresskammer als neuer Außenminister bestätigt werden. (reuters)
       
       ## 17:54 Uhr: Israels Kabinett entscheidet wohl am Freitag
       
       Das israelische Kabinett wird Medienberichten zufolge am Freitag
       zusammentreten, um dem Gaza-Abkommen zuzustimmen. Eine offizielle
       Bestätigung lag zunächst nicht vor. Kurz zuvor berichtete das Medium Axios
       unter Berufung auf US-Kreise, die letzten noch strittigen Punkte der
       Vereinbarung seien gelöst worden. (reuters)
       
       17:16 Uhr: Israels Armee meldet Angriffe auf 50 Ziele im Gazastreifen
       
       Die israelische Armee hat auch nach der Ankündigung einer Waffenruhe im
       Gazastreifen ihre Angriffe auf Ziele in dem Palästinensergebiet
       fortgesetzt. In den vergangenen 24 Stunden habe die Luftwaffe „etwa 50
       terroristische Ziele im gesamten Gazastreifen“ angegriffen, hieß es in
       einer Erklärung der Armee am Donnerstag. Dabei seien unter anderem
       „Mitglieder der Terrororganisationen Hamas und Islamischer Dschihad,
       militärische Infrastruktur, Munitionsdepots, Raketenwerferstellungen,
       Waffenproduktionsstätten und Beobachtungsposten“ ins Visier genommen
       worden. Die Hamas warnte Israel indes, dass die anhaltenden Angriffe im
       Gazastreifen die dort festgehaltenen israelischen Geiseln gefährdeten.
       „Jede Aggression und jeder Beschuss durch den Feind in dieser Phase könnte
       die Freiheit eines Gefangenen in eine Tragödie verwandeln“, erklärten die
       Essedin al-Kassam-Brigaden, der bewaffnete Arm der Hamas, im Onlinedienst
       Telegram. (afp)
       
       14:21 Uhr: Israel zu Gaza-Deal: Hamas sperrt sich und löst Krise aus
       
       Die Hamas im Gazastreifen verweigert nach Darstellung von Israels
       Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ihre Zustimmung zu Teilen der
       Vereinbarung über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln. Die
       Islamistenorganisation habe das Ziel, „in letzter Minute Zugeständnisse zu
       erpressen“, ließ er über sein Büro am Morgen mitteilen. Das israelische
       Kabinett werde daher erst dann zur Billigung des Deals zusammentreten,
       „wenn die Vermittler Israel mitteilen, dass die Hamas alle Elemente des
       Abkommens akzeptiert hat“. Die Sitzung war für 10.00 Uhr (MEZ) geplant. Die
       Hamas habe eine Krise bei den Verhandlungen verursacht, hieß es von
       Netanjahus Büro weiter. Dem widersprachen die Islamisten: Issat al-Rischk,
       Mitglied des Hamas-Politbüros, erklärte via Telegram, die Hamas stehe zur
       von den Vermittlern angekündigten Waffenruhevereinbarung.
       
       Grund für die Verschiebung der Kabinettssitzung soll laut dem israelischen
       Sender Kan auch sein, dass der rechtsextreme Finanzminister Bezalel
       Smotrich Netanjahu noch nicht Bescheid gegeben habe, ob seine Partei aus
       Protest gegen das geplante Abkommen die Regierung verlässt. Israelischen
       Angaben zufolge werden derzeit in Katar noch abschließend Details zu der
       von Katar und den USA zuvor offiziell verkündeten Waffenruhe im
       Gazastreifen geklärt. Laut der israelischen Nachrichtenseite „Ynet“ handelt
       es sich um „technische Details“ wie die genaue Zusammensetzung der Liste
       von palästinensischen Häftlingen, die aus israelischen Gefängnissen
       freikommen sollen. (dpa)
       
       12:45 Uhr: EU sagt für Gazastreifen weitere 120 Millionen Euro zu
       
       Die Europäische Union hat nach der Vereinbarung über eine Waffenruhe im
       Gazastreifen ein neues Hilfspaket von 120 Millionen Euro angekündigt. Die
       Mittel sollten helfen, die „katastrophale“ Lage der Menschen im
       Gazastreifen zu verbessern, sagte EU-Kommissionssprecherin Eva Hrncirova am
       Donnerstag in Brüssel. Vorgesehen seien Nahrung, Arzneimittel und
       Notunterkünfte für die Palästinenser in dem Küstenstreifen. „Wir hoffen,
       dass der Waffenstillstand den Zugang für humanitäre Hilfe im Gazastreifen
       erheblich verbessert und dass die Hilfe an die Bedürftigen verteilt werden
       kann“, betonte die EU-Kommission. Dies soll in Zusammenarbeit mit den
       UN-Organisationen vor Ort geschehen. (afp)
       
       11:16 Uhr: Sieben Strafanzeigen nach Demonstrationen zu Gaza
       
       Eine spontane Demonstration nach der vereinbarten Waffenruhe zwischen
       Israel und der Hamas am Mittwochabend in Berlin-Neukölln hat sieben
       Strafanzeigen nach sich gezogen. Ermittelt werde wegen des Verwendens von
       Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen, teilte
       die Polizei am Donnerstag in Berlin mit. In einem Fall habe es eine
       Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz
       gegeben. Nach Angaben der Polizei erlitten zwei Beamte bei dem Einsatz am
       Mittwochabend Atemwegsreizungen durch Pyrotechnik. Insgesamt demonstrierten
       auf dem Hermannplatz bis zu 150 Personen nach dem ausgehandelten Abkommen
       zwischen Israel und der Hamas. Wiederholt sei es dabei zu
       verfassungswidrigen Ausrufen gekommen. (epd)
       
       11:06 Uhr: Gazastreifen: 73 Tote durch israelische Angriffe seit
       Mittwochabend
       
       Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen sind seit Verkündung einer
       Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der radikalislamischen
       Hamas nach palästinensischen Angaben mindestens 73 Menschen getötet worden.
       Wie die von der Hamas kontrollierte Zivilschutzbehörde am Donnerstag
       mitteilte, wurden bei den anhaltenden Bombardierungen auch 230 Menschen
       verletzt. (afp)
       
       10:51 Uhr: Habeck: Waffenruhe muss Prozess hin zu Zweistaatenlösung sein
       
       Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat die Einigung zwischen Israel und der
       Hamas begrüßt und gefordert, dass das Abkommen für einen Prozess „hin zu
       einer Zweistaatenlösung“ genutzt wird. „Endlich ein Waffenstillstand,
       endlich die Freilassung von Geiseln“, schrieb der Bundeswirtschaftsminister
       am Donnerstag im Internetdienst X. „Es muss jetzt alles daran gesetzt
       werden, dass das Abkommen zur Realität wird“, fuhr Habeck fort. Zugleich
       müsse es der „Anfang für einen Friedensprozess hin zu einer
       Zweistaatenlösung“ sein. (rtr)
       
       10:32 Uhr: Lufthansa fliegt wieder nach Tel Aviv
       
       Der Lufthansa-Konzern nimmt nach einem monatelangen Flugstopp seine
       Verbindungen zum Ben-Gurion-Flughafen in Tel Aviv wieder auf. Die Flüge von
       und nach Israel sollen vom 1. Februar an wieder stattfinden, teilte der
       Konzern in Frankfurt mit. Das gilt für alle Airlines des Konzerns mit
       Israel-Flügen, die während des Gaza-Konflikts aus Sicherheitsgründen
       zeitweise ausgesetzt waren. Die Verbindungen in die libanesische Hauptstadt
       Beirut bleiben bis einschließlich 28. Februar 2025 gestrichen. Die
       iranische Hauptstadt Teheran wird bis einschließlich 14. Februar nicht
       angeflogen. (dpa)
       
       10:17 Uhr: Hamas widerspricht Netanjahu: Stehen zu Waffenruhe-Vereinbarung
       
       Die Hamas weist israelische Vorwürfe zurück, sie ziehe sich von einzelnen
       Punkten des Abkommens für eine Waffenruhe im Gazastreifen zurück. Man stehe
       zu der von den Vermittlern vorgelegten Vereinbarung, teilt der ranghohe
       Hamas-Vertreter Issat El-Reschik mit. Israels Ministerpräsident Benjamin
       Netanjahu hatte der Hamas kurz zuvor vorgeworfen, sich von einigen Details
       der Vereinbarung zurückzuziehen, „um in letzter Minute Zugeständnisse zu
       erpressen“. Das israelische Kabinett werde sich nicht für eine Zustimmung
       zu dem Abkommen versammeln, bis die Vermittler Israel darüber informieren,
       dass die Hamas allen Elementen der Vereinbarung zugestimmt habe. (rtr)
       
       10:01 Uhr: Hilfsorganisationen begrüßen angekündigte Waffenruhe im
       Gaza-Streifen
       
       Die Diakonie Katastrophenhilfe hat die vereinbarte Waffenruhe zwischen
       Israel und der Hamas als überfälligen Schritt begrüßt und ein dauerhaftes
       Ende des Konflikts gefordert. Das Abkommen zwischen Israel und der Hamas
       gebe den Geiseln die Freiheit zurück, „die ihnen vor 15 Monaten auf
       brutalste Weise genommen wurde“, sagte der Leiter der Diakonie
       Katastrophenhilfe, Martin Keßler, am Donnerstag. Und den fast zwei
       Millionen Menschen in Gaza gebe es endlich Hoffnung auf ein Ende des
       monatelangen Hungerns sowie der immer neuen Vertreibungen und Angriffe. Die
       Waffenruhe, die ab Sonntag gelten soll, dürfe „keine kurze Atempause für
       die Menschen in Gaza und in Israel sein“, sondern sie müsse ein dauerhaftes
       Ende des bewaffneten Konflikts einleiten, forderte Keßler. Er betonte zudem
       die Notwendigkeit eines uneingeschränkten Zugangs für humanitäre Helfer
       sowie robuster Sicherheitsgarantien, um die Versorgung der Zivilbevölkerung
       sicherzustellen. „Wenn diese Rahmenbedingungen gegeben sind, können wir
       Hilfsmaßnahmen mit unseren lokalen Partnern ausweiten, die sich derzeit auf
       Nahrungsmittellieferungen und Winterhilfepakete für geflüchtete Familien
       konzentrieren“, sagte Keßler. (epd)
       
       09:53 Uhr: Netanjahu: Hamas macht Rückzieher bei Waffenruhe-Details
       
       Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wirft der Hamas vor,
       sich von einigen Details der Vereinbarung für eine Waffenruhe im
       Gazastreifen zurückzuziehen. Dies verzögere die Zustimmung der israelischen
       Regierung. „Die Hamas zieht sich von Teilen der Vereinbarung zurück, die
       mit den Vermittlern und Israel getroffen wurde, um in letzter Minute
       Zugeständnisse zu erpressen“, sagt Netanjahu. „Das israelische Kabinett
       wird sich nicht versammeln, bis die Vermittler Israel darüber informieren,
       dass die Hamas allen Elementen der Vereinbarung zugestimmt hat.“ Nach der
       am Mittwoch erzielten Einigung war geplant, dass die israelische Regierung
       dem Abkommen, das auch eine Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der
       Hamas vorsieht, am Donnerstag zustimmt. (rtr)
       
       09:25 Uhr: Irans Revolutionsgarden begrüßen Abkommen als „Sieg“ für
       Palästinenser
       
       Die iranischen Revolutionsgarden haben das Abkommen für eine Waffenruhe im
       Gazastreifen als „Sieg“ für die Palästinenser begrüßt. Das Ende des Kriegs
       im Gazastreifen sei „ein klarer Sieg und ein großer Sieg für Palästina und
       eine noch größere Niederlage für das monströse zionistische Regime“, hieß
       es am Donnerstag mit Verweis auf Israel in einer Erklärung. Auch der
       iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf sprach von einem
       „Scheitern“ Israels. Er rief zudem dazu auf, „Maßnahmen zur Bestrafung des
       verbrecherischen Regimes und zur Heilung der Wunden des palästinensischen
       Volkes“ zu ergreifen. (afp)
       
       09:16 Uhr: China begrüßt Einigung auf Waffenruhe im Gazastreifen
       
       China hat die Einigung auf eine Waffenruhe zwischen Israel und der
       radikalislamischen Hamas im Gazastreifen begrüßt. Peking hoffe, dass das
       Abkommen „effektiv umgesetzt werden kann, um eine umfassende und dauerhafte
       Waffenruhe“ in dem Palästinensergebiet zu erreichen, sagte
       Außenministeriumssprecher Guo Jiakun am Donnerstag. China werde sich
       „gemeinsam mit der internationalen Gemeinschaft unermüdlich für Frieden und
       Stabilität im Nahen Osten einsetzen“, fügte er hinzu. „Wir hoffen auch
       aufrichtig, dass die betroffenen Parteien die Waffenruhe im Gazastreifen
       als Gelegenheit nutzen werden, um den Abbau der regionalen Spannungen zu
       fördern“, sagte Guo. (afp)
       
       08:50 Uhr: Baerbock: „Tag der Erleichterung“ für alle Seiten
       
       Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hat angesichts der
       Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas von einem „Tag der
       Erleichterung“ gesprochen. „Erleichterung darüber, dass das Leid auf allen
       Seiten nun ein Ende finden kann“, führte Baerbock am Mittwochabend in einer
       Erklärung aus. Die Einigung auf eine Waffenruhe und die Freilassung von in
       den Gazastreifen verschleppten Geiseln gebe „den Menschen in Gaza, den
       Geiseln und ihren Angehörigen und allen Menschen der Region nach 15 Monaten
       greifbare Hoffnung“. „Meine Gedanken sind ganz besonders bei den deutschen
       Staatsangehörigen, die seit 467 Tagen in der Hand der Hamas Unvorstellbares
       durchstehen“, erklärte Baerbock in Berlin. Sie hoffe „inständig, dass sie
       nun sehr bald zu ihren Familien zurückkehren können“.
       
       Die Ministerin rief alle Beteiligten auf, die Vorgaben des Abkommens zu
       erfüllen: „Die Geiseln müssen schnell und entsprechend der Vereinbarung
       freikommen. Humanitäre Hilfe muss massiv zu den notleidenden Menschen in
       Gaza kommen“, mahnte sie. Die Waffenruhe kann aus Sicht der
       Bundesaußenministerin „der erste Schritt für einen echten politischen
       Prozess sein“ hin zu einem „dauerhaften Frieden“. „Diese Chance dürfen wir
       nicht verstreichen lassen“, mahnte Baerbock und warb für eine
       Zweistaatenlösung im Nahen Osten. Dies sei „die einzige Lösung, die
       Palästinensern wie Israelis ein Leben in Frieden, Sicherheit und Würde
       ermöglicht“. (afp)
       
       08:01 Uhr: Islamischer Dschihad nennt Gaza-Deal „ehrenhaft“
       
       Die palästinensische Terrororganisation Islamischer Dschihad hat das
       Waffenruhe-Abkommen zwischen der Hamas und Israel begrüßt. „Heute hat unser
       Volk und sein Widerstand eine ehrenhafte Vereinbarung durchgesetzt, um die
       Aggression zu stoppen“, hieß es in einer Erklärung des Islamischen
       Dschihads. Die Vereinbarung sehe sowohl einen Rückzug israelischer Truppen
       aus dem Gazastreifen als auch einen „ehrenhaften“ Austausch von
       palästinensischen Gefangenen in israelischer Haft gegen Geiseln vor.
       Zugleich würden die militanten Gruppen im Gazastreifen „wachsam bleiben“,
       um sicherzustellen, dass das Abkommen vollständig umgesetzt werde, erklärte
       der Islamische Dschihad. Die Terrororganisation ist die zweitgrößte
       militant-islamistische Gruppe im Gazastreifen nach der Hamas. Mitglieder
       der Gruppe Islamischer Dschihad waren an dem von der Hamas angeführten
       Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober 2023 beteiligt, der den Gaza-Krieg
       auslöste. Die Hamas ist auf den Rückhalt des Islamischen Dschihads für das
       nun erzielte Abkommen angewiesen, um mögliche Hindernisse bei dessen
       Umsetzung auszuräumen. (ap)
       
       07:42 Uhr: US-Kreise: Vermittler reden in Kairo über Umsetzung von
       Gaza-Deal
       
       Unterhändler aus Ägypten, Katar und den USA wollen noch am Donnerstag für
       weitere Gespräche über eine Umsetzung einer Einigung auf eine Waffenruhe im
       Gaza-Krieg und eine Freilassung von Geiseln der Hamas nach Kairo reisen.
       Dies teilte ein ranghohes US-Regierungsmitglied mit. Die Vermittler wollten
       sicherstellen, dass sowohl Israel als auch der Hamas klar sei, was nun von
       beiden Seiten erwartet werde. Zudem gehe es darum, eine möglichst
       reibungslose Umsetzung des Abkommens zu ermöglichen, erklärte die
       Gewährsperson, die sich unter Zusicherung von Anonymität äußerte. (ap)
       
       06:28 Uhr: Festnahmen bei propalästinensischer Kundgebung in Berlin
       
       Bei einer propalästinensischen Kundgebung nach der Einigung zwischen Israel
       und der Hamas auf eine Waffenruhe im Gazastreifen sind in Berlin mehrere
       Menschen festgenommen worden. Wie die Polizei in der Bundeshauptstadt in
       der Nacht zum Donnerstag mitteilte, versammelten sich am Mittwochabend im
       Stadtteil Neukölln bis zu 150 Menschen spontan. Dabei sei es „wiederholt zu
       Straftaten seitens der Versammlungsteilnehmenden“ gekommen. Die Polizei
       habe die Kundgebung daher aufgelöst. Mehrere Menschen seien festgenommen
       worden, hieß es weiter. Unter anderem „wegen des Skandierens verbotener
       Parolen“ seien mehrere Ermittlungsverfahren eingeleitet worden. Spontane
       Kundgebungen gab es am Mittwochabend auch in anderen deutschen Städten. Aus
       der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz etwa meldete die Polizei nach
       einer Kundgebung am Hauptbahnhof mit bis zu 70 Teilnehmern einen insgesamt
       friedlichen Verlauf. (afp)
       
       04:24 Uhr: Israel verstärkt Angriffe auf Gaza vor Waffenruhe
       
       Nach der Ankündigung einer Waffenruhe hat die israelische Armee nach
       Angaben des Zivilschutzes ihre Angriffe auf den Gazastreifen verstärkt. Bei
       schweren Bombardements vor allem in Gaza-Stadt seien am späten
       Mittwochabend 32 Menschen getötet worden, teilen Ärzte mit. Die Angriffe
       dauerten bis in die frühen Morgenstunden und zerstörten Häuser in Rafah im
       Süden, in Nuseirat im Zentrum und im Norden des Gazastreifens. Ein
       palästinensischer Vertreter, der mit den Waffenstillstandsverhandlungen
       vertraut ist, sagt, die Vermittler versuchten beide Seiten davon zu
       überzeugen, die Feindseligkeiten einzustellen, bevor die Waffenruhe in
       Kraft trete. In sozialen Netzwerken rufen einige Bewohner des Gazastreifens
       die Palästinenser zu besonderer Vorsicht auf, da sie befürchten, dass
       Israel die Angriffe in den kommenden Tagen noch verstärken könnte, um vor
       dem Inkrafttreten der Waffenruhe seine Gewinne zu maximieren. (rtr)
       
       03:20 Uhr: Netanjahu: Letzte Details des Waffenruhe-Abkommens noch offen
       
       Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich noch immer
       nicht eindeutig hinter das Waffenruhe-Abkommen für den Gazastreifen
       gestellt. Netanjahu teilte mit, er werde erst dann eine formelle Erklärung
       abgeben, „wenn die letzten Details des Abkommens, an denen derzeit
       gearbeitet wird, abgeschlossen sind“. Aus israelischen Regierungskreisen
       verlautete, bei den Details handle es sich um die Liste jener
       Palästinenser, die freigelassen werden sollen. Netanjahus Kabinett muss die
       Vereinbarung billigen.
       
       Am frühen Donnerstag erklärte Netanjahu, die militant-islamistische Hamas
       sei von einer früheren Abmachung des Abkommens abgerückt. Er sagte, dass
       die Hamas gegen einen Teil der Vereinbarung Einspruch erhebe, der Israel
       die Möglichkeit geben soll, ein Veto gegen die Freilassung bestimmter
       palästinensischer Gefangener einzulegen. Er sagte, er habe den israelischen
       Unterhändlern gesagt, sie sollten an der früheren Vereinbarung festhalten.
       Die Hamas reagierte zunächst nicht auf Netanjahus Aussagen. (ap)
       
       03:06 Uhr: Israels Regierungschef Netanjahu dankt Biden und Trump
       
       Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat dem scheidenden
       US-Präsidenten Joe Biden wie auch dessen designiertem Nachfolger Donald
       Trump für ihre Unterstützung beim Aushandeln eines Abkommens mit der Hamas
       gedankt. Biden gratulierte Netanjahu nach Angaben des Weißen Hauses für die
       von den Vermittlern verkündete Einigung auf eine Waffenruhe und Freilassung
       der Geiseln. Beide hätten über die unvorstellbaren Bedingungen gesprochen,
       die die Geiseln – darunter mehrere Amerikaner – in den 15 Monaten ihrer
       Gefangenschaft ertragen mussten, und über das schreckliche Leid ihrer
       Familien.
       
       Biden hielt zwar stets zu Israel, übte aber auch zunehmend Kritik an der
       Kriegsführung in Gaza. Sein gewählter Nachfolger Trump, der am Montag als
       Präsident vereidigt wird, ist hingegen als enger Verbündeter Netanjahus
       bekannt. Er habe Trump für seine Unterstützung beim Vorantreiben des
       Gaza-Abkommens gedankt, teilte Netanjahus Büro mit. Der Republikaner habe
       Israel geholfen, „das Leiden Dutzender Geiseln und ihrer Familien zu
       beenden“. Netanjahu lobte demnach auch Trumps Versprechen, dass die USA mit
       Israel sicherstellen wollten, dass der Gazastreifen niemals zum
       Zufluchtsort für Terroristen werde. Beide wollten sich „demnächst“ in
       Washington treffen. (dpa)
       
       01:12 Uhr: Saudi-Arabien begrüßt Waffenruhe-Abkommen
       
       Saudi-Arabien hat die Waffenruhe-Vereinbarung zwischen Israel und der Hamas
       begrüßt und zu einem Ende der „israelischen Aggression“ im Gazastreifen
       aufgerufen. „Das Königreich unterstreicht die Notwendigkeit, sich an das
       Abkommen zu halten und die israelische Aggression gegen den Gazastreifen zu
       beenden“, erklärte das Außenministerium in Riad am Mittwoch. Es forderte
       den „vollständigen Rückzug der israelischen Besatzungstruppen“ aus dem
       Gazastreifen „und allen anderen palästinensischen und arabischen
       Territorien und die Rückkehr der Vertriebenen in ihre Gebiete“. (afp)
       
       00:59 Uhr: Macron pocht auf politische Lösung im Nahost-Konflikt
       
       Nach der von Katar verkündeten Einigung Israels mit der islamistischen
       Hamas auf eine Waffenruhe hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine
       politische Lösung in dem Konflikt gefordert. Das getroffene Abkommen müsse
       eingehalten werden, sagte Macron. Nach fünfzehn Monaten „eines nicht zu
       rechtfertigenden Martyriums“ gebe es riesige Erleichterung für die Menschen
       im Gazastreifen und Hoffnung für die Geiseln und ihre Familien. Die
       Waffenruhe müsse unbedingt umgesetzt werden und dauerhaft gelten sowie zur
       Freilassung sämtlicher Geiseln führen, erklärte das französische
       Außenministerium. Es müsse auf die absolute humanitäre Notlage in Gaza
       reagiert und unverzüglich mit der Wiederaufbauarbeit begonnen werden.
       
       Frankreich fordere, dass alle Zugänge zum Gazastreifen unverzüglich
       geöffnet werden und dass die Arbeit internationaler Organisationen und
       humanitärer Helfer von Israel im Einklang mit dem Völkerrecht und den
       Anordnungen des Internationalen Gerichtshofs erleichtert wird, hieß es vom
       Außenministerium. Die Rückkehr der Palästinensischen Autonomiebehörde, die
       dazu berufen sei, dieses palästinensische Gebiet zu verwalten, müsse
       vorbereitet werden. Frankreich rief außerdem die Unterstützer Israels und
       Palästinas dazu auf, den Waffenstillstand zu nutzen, um die Umsetzung der
       Zweistaatenlösung mit Sicherheitsgarantien für Israelis und Palästinenser
       in Gang zu setzen. Diese stelle die einzige Perspektive für einen gerechten
       und dauerhaften Frieden dar. (dpa)
       
       23:55 Uhr: Huthi-Miliz lobt „Widerstand“ gegen Israel
       
       Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach der angekündigten Waffenruhe im
       Gazastreifen den „Widerstand“ der Palästinenser gegen Israel gelobt. Diese
       hätten sich Israel mit „legendärer und historischer Entschlossenheit“
       entgegengestellt, teilte Huthi-Sprecher Mohammed Abdel Salam der
       Nachrichtenagentur Saba zufolge mit, die von der Miliz kontrolliert wird.
       Er lobte dabei auch die ebenfalls mit dem Iran verbündete Hisbollah-Miliz
       im Libanon und die Milizen im Irak, die den Kampf gegen Israel ebenfalls
       unterstützt hätten.
       
       Die Huthi-Miliz griff Israel und internationale Handelsschiffe mit
       mutmaßlichem Bezug zu Israel seit Beginn des Gaza-Kriegs immer wieder an –
       nach eigener Darstellung zur Unterstützung der Hamas. Israel sowie die
       Verbündeten USA und Großbritannien griffen mehrfach Huthi-Ziele im Jemen
       an, darunter auch den Flughafen in der Hauptstadt Sanaa sowie Häfen am
       Roten Meer. Ob die Miliz diese Angriffe fortsetzen werde, blieb unklar. Der
       Huthi-Sprecher erklärte einerseits, dass der Kampf zwischen Israel und der
       Hamas nun „sein Ende erreicht“ habe. Zugleich bedeute die israelische
       „Besatzung Palästinas eine Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität der
       Region“. (dpa)
       
       23:42 Uhr: Gaza-Deal: Kundgebungen in mehreren deutschen Städten
       
       Nach Bekanntwerden der Vereinbarung über eine Waffenruhe im Gazastreifen
       gab es in mehreren deutschen Städten spontan kleinere Demonstrationen. Es
       kamen am Abend jeweils einigen Dutzend Teilnehmer, etwa in Hamburg am
       Hachmannplatz, in Frankfurt am Main am Kaisertor, am Mainzer Hauptbahnhof,
       in Leipzig und Hannover. Die Polizei sprach von friedlichen Kundgebungen
       und gut gelaunten Demonstranten. In Berlin versammelten sich Dutzende
       Menschen spontan in Neukölln. Am späteren Abend kam es laut Polizei
       wiederholt zu Straftaten. Da der Versammlungsleiter keine
       Einflussmöglichkeiten auf die Kundgebung mehr habe, werde diese aufgelöst,
       teilte die Berliner Polizei auf X mit. Es seien drei Ermittlungsverfahren
       unter anderem wegen des Skandierens verbotener Parolen eingeleitet und
       mehrere Personen festgenommen worden. (dpa)
       
       22:43 Uhr: Rechtsextremer Minister: Abkommen ist „Gefahr für Sicherheit
       Israels“
       
       Israels rechtsextremer Finanzminister Bezalel Smotrich hat das Abkommen mit
       der Hamas über eine Waffenruhe im Gazastreifen als Gefahr für die
       Sicherheit Israels bezeichnet. „Das Abkommen, das der Regierung vorgelegt
       werden wird, ist ein schlechtes und gefährliches Abkommen für die
       Sicherheit des Staates Israel“, erklärte Smotrich am Mittwoch. Die Minister
       seiner Partei würden gegen das Abkommen stimmen, welches am Donnerstag von
       der israelischen Regierung bestätigt werden soll, hieß es in Smotrichs
       Erklärung weiter. Der Minister hatte sich bereits zuvor gegen jegliche
       Vereinbarung mit der radikalislamischen Hamas ausgesprochen und vor einem
       „Kapitulations-Abkommen“ gewarnt. (afp)
       
       22:38 Uhr: Hamas-Verhandler: Werden Israel das Leid der Palästinenser nie
       verzeihen
       
       Ungeachtet der Einigung mit Israel auf eine Waffenruhe im Gazastreifen hat
       sich der Chef-Verhandler der Hamas unversöhnlich gezeigt. Die
       radikalislamische Palästinenserorganisation werde das Leid der Menschen im
       Gazastreifen während des Kriegs mit Israel nicht verzeihen, sagte der
       Hamas-Verhandler Chalil al-Haija am Mittwochabend in der katarischen
       Hauptstadt Doha. „Im Namen aller Opfer, jedes Tropfens vergossenen Bluts
       und jeder Träne wegen des Schmerzes und der Unterdrückung sagen wir: Wir
       werden nicht vergessen und wir werden nicht verzeihen“, betonte er. In
       einer Erklärung versicherte die Hamas, die geplante Waffenruhe im
       Gazastreifen sei „das Ergebnis der legendären Hartnäckigkeit unseres
       palästinensischen Volkes und unseres tapferen Widerstands im Gazastreifen
       seit mehr als 15 Monaten“. Die nun erzielte Vereinbarung öffne den Weg zur
       Umsetzung des Strebens des palästinensischen Volkes nach „Befreiung“. (afp)
       
       22:34 Uhr: UN-Nothilfeprogramm: Hoffnung für Millionen in Gaza
       
       Das UN-Nothilfeprogramm Ocha sieht in der vereinbarten Waffenruhe im
       Gaza-Krieg eine Hoffnung für Millionen notleidende Menschen. „Die heutige
       Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas bietet eine dringend benötigte
       Hoffnung für Millionen Menschen, deren Leben durch diesen Konflikt zerstört
       wurden“, teilte UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher mit. Die Palästinenser
       hätten mehr als 15 Monate lang „Trauma, Zerstörung und (…) Tod“ erlebt.
       Hilfsorganisationen bereiteten sich nun auf mehr Lieferungen in das
       abgeriegelte Küstengebiet vor, sagte Fletcher. Man werde so gut wie möglich
       auf die neue Lage reagieren trotz der Herausforderungen auf politischer
       Ebene und in Sicherheitsfragen. „Dies ist ein Moment der Hoffnung und der
       Chancen, aber wir sollten uns keinen Illusionen hingeben, dass es sehr
       schwierig sein wird, die Überlebenden zu unterstützen. Es könnte nicht mehr
       auf dem Spiel stehen.“ (dpa)
       
       22:27 Uhr: Erdogan hofft auf dauerhaften Frieden durch Gaza-Waffenruhe
       
       Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat die Einigung Israels mit
       der islamistischen Hamas gelobt. Er hoffe nun auf dauerhaften Frieden und
       Stabilität, schrieb der türkische Präsident auf der Plattform X. Die Hamas
       nannte er eine „Widerstandsbewegung“. Ankara unterhält enge Beziehungen zur
       Hamas. (dpa)
       
       --> Die wichtigsten Punkte der Vereinbarung zwischen Hamas und Israel <--
       
       Nach mehr als 15 Monaten Krieg im Gazastreifen haben sich Israel und die
       Hamas auf eine Waffenruhe und die Freilassung der Geiseln sowie im Gegenzug
       palästinensischer Gefangener aus israelischer Haft verständigt. Im Folgen
       die wichtigsten Punkte, die ein mit den Verhandlungen vertrauter Insider
       der Nachrichtenagentur Reuters genannt hat:
       
       * In einer ersten sechswöchigen Phase gilt eine Waffenruhe. In dieser Zeit
       sollen sich die israelischen Streitkräfte schrittweise aus dem Zentrum des
       Gazastreifens zurückziehen. Die aus dem Norden in den Süden des
       Küstengebietes vertriebenen Palästinenserinnen und Palästinenser sollen
       zurückkehren.
       
       * In der ersten Phase soll die Hamas 33 Geiseln freilassen. Darunter sollen
       alle festgehaltenen Frauen (Zivilistinnen und Soldatinnen), Kinder und
       Männer über 50 sein. Die Hamas soll zuerst weibliche Geiseln und
       Minderjährige unter 19 Jahren freilassen, danach Männer über 50 Jahre.
       Israel soll für jede zivile Geisel 30 palästinensische Gefangene aus
       israelischer Haft entlassen. Für jede israelische Soldatin, die in der
       Gewalt der Hamas ist, sollen 50 palästinensische Gefangene freikommen.
       Mindestens drei Geiseln sollen in jeder Woche dieser ersten Phase
       freikommen. Insgesamt sind noch rund hundert Geiseln in der Gewalt der
       Hamas.
       
       * Israel wird im Gegenzug bis zum Ende der ersten Phase alle seit dem 7.
       Oktober 2023 inhaftierten palästinensischen Frauen und Kinder unter 19
       Jahren aus der Haft entlassen. Die Gesamtzahl der entlassenen
       Palästinenserinnen und Palästinenser hängt von der Zahl der freigelassenen
       Geiseln ab. Sie könnte zwischen 990 und 1650 palästinensischen Häftlingen
       liegen. Unter ihnen sind nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder.
       
       * Pro Tag sollen der Vereinbarung zufolge 600 Lkw-Ladungen mit Hilfsgütern
       in den Gazastreifen gebracht werden. 300 Lkw seien für den Norden des
       Gazastreifens vorgesehen. Auch Treibstoff soll in den weitgehend zerstörten
       Küstenstreifen transportiert werden.
       
       * Verhandlungen über eine zweite Phase der Vereinbarung sollen am 16. Tag
       der ersten Phase aufgenommen werden. Es ist zu erwarten, dass dann alle
       verbliebenen Geiseln freikommen, darunter auch israelische Soldaten –
       Soldatinnen sollen wie alle Frauen bereits in der ersten Phase freigelassen
       werden. Auch ein dauerhafter Waffenstillstand und der komplette Abzug des
       israelischen Militärs aus dem Gazastreifen werden dann voraussichtlich
       vereinbart.
       
       * In einer dritten Phase sollten alle verbliebenen Leichen übergeben und
       der Wiederaufbau des weitgehend zerstörten Gazastreifens begonnen werden.
       Der Wiederaufbau wird von Ägypten, Katar und den Vereinten Nationen
       überwacht.
       
       * Die Umsetzung des Abkommens wird von Katar, Ägypten und den USA
       garantiert. Diese drei Staaten haben über Monate zwischen Hamas und Israel
       vermittelt. Direkte Gespräche zwischen den Kriegsparteien gab es nicht.
       (rtr)
       
       16 Jan 2025
       
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