# taz.de -- funk-Podcast „Telekaddi“ von Coldmirror: Über skandalöse Teletubbies und andere schlimme Dinge
       
       > Verbotene Episoden, schlechte Drehbedingungen oder bizarres Merchandise:
       > In ihrem Podcast analysiert YouTuberin Coldmirror Kinderserien der 90er.
       
 (IMG) Bild: Telekaddi analysiert Teletubbies
       
       „Wenn ihr euch besser an eure Lieblingsserienintros erinnert als an die
       Vornamen eurer Eltern, dann ist dieser Podcast etwas für euch“, sagt
       Coldmirror. Unter diesem Namen kennen die meisten die Künstlerin Kathrin
       Fricke. Wirklich weg war die fast-gebürtige Bremerin und
       Millennial-Superstar zwar nicht, trotzdem ist sie jetzt zurück.
       
       Ihren Durchbruch hatte Fricke Mitte der 2000er mit ihren von
       problematischer Sprache strotzenden [1][Harry-Potter-Parodien auf YouTube].
       Dieses Projekt führte sie ab 2015 erfolgreich und auch ohne
       diskriminierende Begriffe fort, indem sie beim „5 Minuten Harry Podcast“
       den ersten Teil der Filmreihe minutiös analysierte. Acht Jahre brauchte sie
       dafür.
       
       Nach über einem Jahr Pause knüpft sie an dieses Konzept an und widmet sich,
       was vor allem für Millennials interessant sein dürfte, Kinderserien und
       -filmen der 90er und frühen 2000er. „Wir sprechen über das, was wir alle
       gesehen haben. Aber auch das, was wir nicht gesehen haben (gruselige
       Musik)“, so beschreibt sie es in typischer Creepypasta-Manier – ein
       Millennial-Begriff für Schauriges.
       
       Coldmirror analysiert mit „obsessiver Liebe zum Detail“ Drehbedingungen,
       verrückte Fantheorien und sogar Skandale! Einer war „so schlimm, dass die
       Folge international verboten wurde“, heißt es etwa in ihrer Debütfolge über
       [2][die Kleinkinderserie „Teletubbies“].
       
       ## Fürchten wie Früher
       
       Mit „Telekaddi“, eine Produktion des öffentlich-rechtlichen
       Online-Content-Netzwerks funk, will Fricke das „Kuriosum“ in den Filmen und
       Serien finden, etwas, das uns als Kindern verborgen geblieben ist. Das
       können eine Kleinigkeit im Bildhintergrund, ein merkwürdiges
       Merchandiseprodukt oder auch ein nur Millisekunden zu sehender Bildframe
       mit verstörender Geschichte sein.
       
       In den drei bereits veröffentlichten Folgen gelingt ihr das so gut und
       unheimlich, dass man sich während des Hörens (oder des Schauens auf
       YouTube) schnell in genau dem Gefühlszustand wiederfindet, in den uns die
       Einbrecher bei „Kevin allein zu Haus“ oder die Haken [3][bei „Spongebob“]
       damals versetzt haben.
       
       17 Jan 2025
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] /!305685&s=coldmirror&SuchRahmen=Print/
 (DIR) [2] /Kindersendung-Teletubbies-feiert-Revival/!5396144
 (DIR) [3] /!618162&s=spongebob+schwammkopf&SuchRahmen=Print/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Marco Fründt
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Serien
 (DIR) Kinderfilm
 (DIR) Filmbranche
 (DIR) Podcast
 (DIR) Youtube
 (DIR) 90er Jahre
 (DIR) Social-Auswahl
 (DIR) Rechte Szene
 (DIR) Eier
 (DIR) Kika
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Rechte Medienprojekte: Teletubby-Logik und Populismus
       
       Die einen sind es schon, die andern blinken erst noch rechts. Über den
       aufgeheizten Diskurs in der Sommerhitze.
       
 (DIR) Kolumne Eier: Gender-Gaga im Teletubbyland
       
       Wie soll eine Gesellschaft nach dem Patriarchat aussehen? Tinky-Winky,
       Dipsy, Laa-Laa und Po leben bereits in der Utopie.
       
 (DIR) Kindersendung Teletubbies feiert Revival: Sie sind wieder da!
       
       Der Kika zeigt neue Folgen der „Teletubbies“ – und keiner regt sich auf.
       Das war vor 20 Jahren ganz anders: Da wurde vor Verdummung gewarnt.