# taz.de -- Saskia Esken zur Kindergrundsicherung: 12 Milliarden Euro nötig
       
       > Mit der Kindergrundsicherung soll Kinderarmut bekämpft werden. SPD-Chefin
       > Saskia Esken schätzt, dass dafür 12 Milliarden Euro benötigt werden.
       
 (IMG) Bild: Saskia Esken, Parteivorsitzende der SPD
       
       Berlin dpa | Im Koalitionsstreit über [1][die Kindergrundsicherung] hat
       SPD-Chefin Saskia Esken die von den Grünen geforderte Summe von 12
       Milliarden Euro befürwortet. „Ich gehe davon aus, dass wir den Betrag von
       12 Milliarden auch brauchen werden“, sagte Esken am Dienstag im
       ZDF-“Morgenmagazin“. Sie unterstützt damit die Forderung von
       Familienministerin Lisa Paus (Grüne), mehr Geld in die Bekämpfung von
       Kinderarmut zu investieren.
       
       Bislang seien die 12 Milliarden Euro aber noch eine Schätzung, sagte Esken.
       Wichtigstes Ziel müsse sein, mehr Menschen aus dem Kreis der
       Anspruchsberechtigten zu erreichen. „Es kommt vor allem darauf an, dass wir
       wirklich alle Kinder und Jugendlichen und ihre Familien eben erreichen, die
       diese Unterstützung auch brauchen“, sagte sie.
       
       Mit der im Koalitionsvertrag [2][vereinbarten Kindergrundsicherung] will
       die Ampelkoalition mehr Kinder aus der Armut holen. Sie soll ab 2025 die
       staatlichen Leistungen für Familien und Kinder bündeln. Umstritten ist
       jedoch, was alles dazugehören soll.
       
       Familienministerin Paus will eine Aufstockung auf 12 Milliarden Euro, weil
       die bisherigen Hilfen ihrer Meinung nach [3][Kinderarmut nicht ausreichend]
       bekämpfen. Finanzminister Christian Lindner (FDP) hingegen sieht kaum
       Spielraum im Haushalt und verweist auf die bereits erfolgte deutliche
       Kindergelderhöhung auf 250 Euro im Monat.
       
       Esken sagte, nicht nur das Kindergeld, sondern auch der Kinderzuschlag
       seien zum Jahresanfang massiv erhöht worden. Bei der Kindergrundsicherung
       komme es darauf an, die Auszahlungen für Empfänger zu erleichtern. Die
       Anträge für alle Einzelleistungen seien „einfach zu kompliziert, zu
       aufwendig“, so die SPD-Chefin.
       
       4 Apr 2023
       
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