# taz.de -- US-Präsidentschaftskandidatur 2024: Musk für DeSantis, Trump gegen Ye
       
       > Elon Musk hat vor, Floridas Gouverneur Ron DeSantis im Fall einer
       > Kandidatur zu unterstützen. Dagegen holte sich Rapper Kanye West eine
       > Abfuhr beim Ex-Präsidenten.
       
 (IMG) Bild: Mischt sich jetzt noch offensiver in die US-Politik ein: Elon Musk
       
       Washington dpa | Der [1][neue Besitzer des Nachrichtendienstes Twitter],
       Elon Musk, hat Floridas Gouverneur Ron DeSantis im Fall einer
       Präsidentschaftskandidatur seine Hilfe in Aussicht gestellt. Auf die Frage
       eines Twitter-Nutzers, ob er den Republikaner bei der nächsten Wahl 2024
       unterstützen wurde, antwortete Musk ganz knapp: „Ja.“ Später fügte er
       hinzu: „Aber Twitter als Plattform muss fair zu allen sein.“
       
       [2][DeSantis gilt nach seiner Wiederwahl im November als stärkster
       möglicher innerparteilicher Rivale] des abgewählten Ex-Präsidenten Donald
       Trump. Trump hatte Mitte November bekanntgegeben, dass er sich wieder um
       die Kandidatur der Republikaner bemüht.
       
       Musk hatte vor seiner Antwort schon geschrieben, dass er für die Wahl 2024
       einen „vernünftigen und gemäßigten“ Bewerber wolle. „Ich hatte gehofft, das
       wäre bei der Biden-Regierung der Fall, bin aber bisher enttäuscht worden.“
       Er habe bei der jüngsten Wahl für den heutigen demokratischen Präsidenten
       Joe Biden gestimmt, wenn auch widerwillig. Zuvor schon habe er die
       Regierung von Barack Obama und dessen damaligem Vize Biden (2009-2017)
       unterstützt.
       
       Musk hatte Twitter Ende Oktober für rund 44 Milliarden Dollar gekauft.
       Schon Mitte des Jahres hatte er zu erkennen gegeben, dass er DeSantis
       zuneige.
       
       ## Ein heikles Abendessen
       
       Unterdessen kabbeln sich [3][der Rapper Kanye West] und Ex-US-Präsident
       Donald Trump in sozialen Netzwerken. Hintergrund ist ein Abendessen, dass
       am Dienstag in Trumps Anwesen Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida
       stattgefunden haben soll. Daran soll West zufolge auch der rechtsextreme
       Nationalist Nick Fuentes teilgenommen haben.
       
       Trump reagierte nun auf entsprechende Berichte: West, der sich mittlerweile
       Ye nennt, habe ihn wegen eines Abendessens angerufen, schrieb der
       Ex-Präsident am Freitag auf der von ihm mitgegründeten Plattform „Truth
       Social“. „Kurz darauf tauchte er unerwartet mit drei seiner Freunde auf,
       von denen ich nichts wusste.“ Das Essen sei dann im Beisein vieler anderer
       „schnell und ereignislos“ gewesen.
       
       West hatte zuvor ein Video auf Twitter veröffentlicht, in dem er
       behauptete, Trump sei „beeindruckt“ von Fuentes gewesen. West sagte darin
       außerdem, er habe Trump vorgeschlagen, dass der Ex-Präsident bei der Wahl
       2024 als sein Vize antreten könne.
       
       Trump habe ihn am Tisch angeschrien und ihm zu verstehen gegeben, dass er
       denke, dass West verlieren werde.
       
       Trump (76) hat vor gut einer Woche erklärt, 2024 für die Republikaner noch
       einmal als Präsidentschaftskandidat antreten zu wollen.
       
       West (45) hat bereits 2020 angedeutet, bei der Abstimmung 2024 noch einmal
       ins Rennen gehen zu wollen. Zuletzt postete er auf Twitter Videos mit den
       Worten „Ye 24“.
       
       [4][2020 hatte sich West für das Amt des US-Präsidenten beworben] – wegen
       verpasster Anmeldefristen schaffte er es jedoch in den meisten Staaten
       nicht auf den Wahlzettel.
       
       Der Rapper war einst einer von wenigen Stars, die sich öffentlich für Trump
       aussprachen. Zuletzt verbreitete er immer wieder antisemitische Hassrede –
       der Sportartikelhersteller Adidas [5][kündigte die Zusammenarbeit mit ihm
       auf].
       
       26 Nov 2022
       
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