# taz.de -- Karl Lauterbach will Ausbruch eindämmen: Affenpocken-Impfstoff bestellt
> Tödliche Verläufe sind bei den Affenpocken selten. Trozdem kauft die
> Bundesregierung 200.000 Impfstoff-Dosen, um die Krankheit einzudämmen.
(IMG) Bild: Kein abstraktes Gemälde sondern das Affenpocken-Virus unter dem Elektronenmikroskop
Berlin afp/rtr | Die Bundesregierung hat Gesundheitsminister Karl
Lauterbach zufolge Impfdosen gegen die Affenpocken bestellt. „Der Vertrag
liegt vor, ist von mir gezeichnet“, sagte Lauterbach (SPD) am Sonntagabend
der ARD. Er gehe davon aus, dass der Impfstoff sehr bald vorliegen werde.
„Dann können wir auch Impfkonzepte machen, um [1][die Infizierten] herum.“
Dies werde vorbereitet. Im Juni könnten rund 40.000 Dosen geliefert werden,
im weiteren Verlauf des Jahres weitere 200.000 Impfdosen.
[2][Die Gefahr einer neuen Pandemie] sehe er nicht, betonte der Minister.
„Trotzdem ist es keine schöne Erkrankung. Wir müssen das eindämmen. Wir
wollen auch nicht, dass es sich festsetzt.“
In mehreren Staaten in West- und Zentralafrika sind die Affenpocken
endemisch, sie treten dort also dauerhaft und gehäuft auf. Zuletzt wurden
Affenpocken aber auch in mehr als 20 anderen Ländern festgestellt – unter
anderem in Deutschland und anderen EU-Staaten sowie in Australien und den
USA.
Affenpocken sind verwandt mit den Pocken, an denen jahrhundertelang
jährlich Millionen Menschen starben, bis die Krankheit 1980 ausgerottet
wurde. Die Affenpocken sind aber erheblich weniger gefährlich. Die meisten
Erkrankten erholen sich innerhalb weniger Wochen wieder, ein tödlicher
Verlauf ist selten.
30 May 2022
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