# taz.de -- +++Liveticker zur Wahl in Nordrhein-Westfalen+++: Wüst sieht Regierungsauftrag
       
       > Die CDU wird nach ersten Hochrechungen stärkste Kraft. Die
       > Wahlbeteiligung ist geringer als bei der Wahl 2017. Alle Nachrichten im
       > Liveticker.
       
 (IMG) Bild: Freude beim Wahlsieger: Der amtierende Ministerpräsident Hendrik Wüst
       
       ● Von 8 Uhr bis 18 Uhr waren die Wahllokale in Nordrhein-Westfalen
       geöffnet. Schon in den Umfragen hatte sich ein Regierungswechsel
       angekündigt. Die Hochrechnungen sehen die CDU bei 35,3%, die SPD bei 27,5%,
       die Grünen bei 17,9%, FDP bei 5,5% und die AfD bei 5,6%. Die [1][Linken
       verpassen den Einzug in den Landtag.]
       
       ● Alle einordnenden Texte aus unserer Sonderbeilage zur Landtagswahl in
       Nordrhein-Westfalen finden Sie gesammelt auf [2][unserer thematischen
       Schwerpunktseite]. 
       
       ● taz.de liefert Vor-Ort-Berichte, Einordnungen und Grafiken zum
       Wahlausgang. Außerdem [3][einen Livetalk zu Wahl]. 
       
       ● Neben eigenen Recherchen und Texten wird im Liveticker Material aus den
       Nachrichtenagenturen dpa, afp, reuters und epd verwendet. 
       
       ## 20.30 Uhr: Liveticker-Ende
       
       In NRW steigen jetzt die Wahlpartys, mehr Sekt 🥂 wird wohl bei [4][den
       Grünen] und [5][der CDU fließen] als [6][bei der AfD] und [7][FDP.]
       Keinerlei Partystimmung [8][dürfte bei den Linken herrschen.] Weitere
       Analysen zum Wahlausgang und möglichen Koalitionen sowie Berichte aus NRW
       erwarten Sie morgen wieder auf taz.de und schon jetzt einige auf unserer
       Schwerpunktseite zur [9][“Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen“]. Und damit
       noch einen schönen Abend! 🍻
       
       ## 20.20 Uhr Stamp: „Zumindest weiter im Landtag“
       
       Der FDP-Spitzenkandidat Joachim Stamp hat sich vorsichtig optimistisch
       gezeigt, dass seine Partei trotz deutlicher Verluste im neuen Landtag von
       Nordrhein-Westfalen sitzen wird. „Wir sind jetzt froh, dass sich der Trend
       scheinbar stabilisiert, dass wir zumindest mit der Fraktion weiter im
       Landtag drin sein werden“, sagte Stamp am frühen Sonntagabend im WDR
       angesichts von Hochrechnungen, die die FDP knapp über der wichtigen
       Fünf-Prozent-Hürde sahen. „Aber wir verlieren großartige Abgeordnete“,
       sagte er.
       
       Die Probleme seien vielschichtig gewesen, sagte Stamp. Aber natürlich sei
       er der Landesvorsitzende und der Spitzenkandidat. „Und deswegen ist das in
       erster Linie meine Verantwortung, mein Ergebnis.“ (dpa)
       
       ## 20.09 Uhr: Grüne halten sich Koalitionsoptionen offen
       
       Die Bundes-Grünen können sich nach Angaben ihrer Politischen
       Geschäftsführerin Emily Büning in Nordrhein-Westfalen eine Koalition sowohl
       mit der CDU als auch mit SPD und FDP vorstellen. Büning sagte am
       Sonntagabend im ZDF: „Wir werden jetzt Gespräche führen in den nächsten
       Tagen und ausloten, (…) in welcher Koalition wir die meisten grünen Inhalte
       umsetzen können.“ Das habe Priorität.
       
       In der Bundesregierung sei man derzeit in einem „sehr konstruktiven
       Verhältnis“ mit der SPD und der FDP. „Wir sehen in NRW, dass wir jetzt
       einen Auftrag haben, da eine Koalition auszuloten“, fügte Büning hinzu.
       „Das können wir uns sowohl mit der CDU als auch mit SPD und FDP vorstellen,
       je nachdem, wo wir die grünen Inhalte umsetzen.“
       
       Büning sagte, die Grünen seien in Nordrhein-Westfalen angetreten, um „den
       Stillstand zu beenden, um einen Politikwechsel mit uns Grünen
       herbeizuführen“. Der Wahlausgang habe gezeigt, dass die Wählerinnen und
       Wähler die Grünen für die Partei hielten, die Antworten auf die
       drängendsten Fragen gebe. (dpa)
       
       ## 19.36 Uhr Lindner sieht „desaströses“ Ergebnis
       
       FDP-Parteichef Christian Lindner hat sich enttäuscht über das Abschneiden
       [10][seiner Partei bei den Landtagswahlen in NRW] geäußert. „Wir haben
       eine, man muss es so sagen, desaströse Niederlage heute Abend zu
       verzeichnen“, sagt er. Die jüngste Hochrechnung, wonach die FDP über fünf
       Prozent komme, könne nicht beruhigen. „Es ist für uns ein sehr trauriger
       Abend.“ (rtr)
       
       ## 🐾Was kommt nach dem Wüst-Erfolg?
       
       Was bedeutet das Landtagswahl-Ergebnis für eine kommende Regierung in NRW?
       [11][Eine Einordnung von Sabine am Orde und Pascal Beucker.] (taz)
       
       ## 19.20 Uhr: Klingbeil: Schwarz-Gelb ist abgewählt
       
       Die SPD steht nach Worten ihres Parteichefs Lars Klingbeil bereit für
       Koalitionsgespräche in Nordrhein-Westfalen. Nach den ersten Hochrechnungen
       stehe der Ausgang der Landtagswahl noch nicht fest, sagte Klingbeil am
       Sonntag im ZDF. Sicher sei nur: „Schwarz-Gelb ist abgewählt worden heute
       Abend.“ Jetzt müsse die Auszählung zeigen, ob Rot-Grün und damit ein
       Politikwechsel möglich sei. „Das werden jetzt Wochen auch, in denen man in
       NRW hoffentlich verhandelt, was am besten für die Bürgerinnen und Bürger
       ist“, sagte Klingbeil. Zunächst aber sei erst einmal vieles unklar. (dpa)
       
       ## 🐾19.15 Uhr: FDP in Bredouille
       
       taz-Parlamentskorrespondentin Sabine am Orde sieht im taz-talk vor allem
       die FDP nach der NRW-Wahl in der Bredouille. Diese habe nach
       Schleswig-Holstein nun im Land des Parteichefs und „starken Mannes“
       Christian Lindner die nächste herbe Schlappe hinnehmen müssen. Die
       Liberalen könnte dieser Umstand zwingen, nun in der Ampelkoalition im Bund
       weitere Versuche zu starten, sich zu profilieren und eigene Inhalte
       durchzusetzen. (taz)
       
       ## 19.11 Uhr: Grüne und CDU am Zug
       
       Die nordrhein-westfälische SPD-Generalsekretärin Nadja Lüders sieht nach
       der Landtagswahl in dem Bundesland den Regierungsauftrag zunächst bei CDU
       und Grünen. „Natürlich liegt der Regierungsauftrag bei CDU und den Grünen,
       denen ich herzlich zu dem Erfolg, insbesondere den Grünen, gratuliere. Aber
       wir sind bereit für Gespräche“, sagte Lüders am Sonntag dem Westdeutschen
       Rundfunk. (dpa)
       
       ## 🐾 19.10 Uhr: Stimme aus Kölle
       
       Pascal Beucker, Redakteur im Inlandsressort der taz, sieht Hendrik Wüsts
       Erfolg in NRW in langer Tradition: Wie schon Jürgen Rüttgers, der das
       bevölkerungsreichste Bundesland von 2005 bis 2010 regiert und Armin Laschet
       habe er die Wahlen in der Mitte gewonnen und nicht etwa am rechten Rand.
       Der Kölner berichtet live aus dem Düsseldorfer Landtag [12][und mutmaßt im
       taz-talk] vom Platz des Ministerpräsidenten aus: Die Wahlsieger in Schwarz
       und Grün werden am Ende des Tages gemeinsam regieren. (taz)
       
       ## 19.05 Uhr: Kutschaty „offen für Gespräche“
       
       Der nordrhein-westfälische SPD-Chef Thomas Kutschaty hat sich nach der
       Landtagswahl für Gespräche aller demokratischen Parteien im
       bevölkerungsreichsten Bundesland ausgesprochen. „Wir stehen allen
       Gesprächen offen“, sagt er in der ARD. Er könne aber am Wahlabend keine
       abschließende Stellungnahme über mögliche Koalitionen abgeben. Die SPD
       verfüge indes über viele Schnittmengen mit den Grünen. (rtr)
       
       ## 🐾 19.03 Uhr: „Wüsts Erfolg liegt darin, weichgespült zu sein“
       
       Im [13][taz-talk erklärt taz-Chefredakteurin Ulrike Winkelmann], selbst
       Nordrhein-Westfälin, den Wahlerfolg von Hendrik Wüst vor allem darin, sich
       opportunistisch angepasst zu haben. „Es ist gar nicht mehr sichtbar, ob er
       überhaupt noch konservativ ist“, sagt Winkelmann. Sein Gegenkandidaten
       Kutschaty sei eben kein Volkstribun, sondern mehr „der feine Anwalt“ und
       habe die SPD-Klientel nicht ausreichend persönlich nicht mobilisiert. (taz)
       
       ## 19.00 Uhr: Wüst: Klarer Regierungsauftrag
       
       Ministerpräsident Hendrik Wüst sieht im Wahlergebnis einen „klaren
       Regierungsauftrag für mich und die CDU in Nordhrein-Westfalen“.
       Wirtschaftliche müsse mit ökologischer Kompetenz verbunden werden, um das
       Land voranzubringen, sagt er im ZDF. (rtr)
       
       ## 18.47 Uhr: Die taz-Titelseite von morgen
       
       Klare Wahlsieger, [14][kommentiert auch Jan Feddersen zum ESC.]
       
       ## 18.43 Uhr: Lauterbach findet Ergebnis „unschön“
       
       Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat nach der Landtagswahl
       in Nordrhein-Westfalen von einem „unschönen“ Ergebnis für seine Partei
       gesprochen. Er plädierte dafür, dass zunächst CDU und Grüne miteinander ein
       mögliches Regierungsbündnis ausloten. „Wir haben diese Wahl verloren. Union
       und Grüne haben gewonnen, die müssen daher auch zuerst die Gespräche
       führen. Alles andere kommt danach“, sagte der Minister am Sonntagabend in
       der ARD. Zunächst müssten die Wahlsieger miteinander verhandeln.
       
       „Vielleicht reicht es ja noch ganz knapp für Rot-Grün“, fügte er hinzu.
       „Aber das ist jetzt nicht der Moment, wo wir darüber spekulieren, was wir
       schon wieder für Regierungen bilden.“ Erstmal müsse man die Niederlage
       akzeptieren. (dpa)
       
       ## 18.40 Uhr: Einordnungen und Kommentare im taz-talk
       
       Jetzt auch auf Sendung: der taz-Livetalk zur Landtagswahl. Verfolgen können
       [15][Sie ihn bequem hier im Stream.] (taz)
       
       ## 18.34 Uhr: Erste Hochrechnungen
       
       Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist die CDU am Sonntag mit
       Abstand stärkste Kraft geworden. Nach den ersten Hochrechnungen von ARD und
       ZDF lag sie mit 35 Prozent deutlich vor der SPD, die auf 27,5 bis 27,9
       Prozent kam. Die bisherige CDU/FDP-Koalition hat keine Mehrheit mehr. (dpa)
       
       ## 18.32 Uhr: AfD unzufrieden
       
       AfD-Chef Tino Chrupalla sieht nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
       einigen Diskussionsbedarf in seiner Partei. „Wir sind erstmal zufrieden,
       dass es aller Voraussicht nach doch reicht, dass wir einziehen werden“,
       sagte er am Sonntag im ZDF nach der Veröffentlichung der Prognosen.
       Gleichwohl sei die Partei natürlich „in Gänze nicht zufrieden“. „Da werden
       wir uns die nächsten Tage natürlich auch unterhalten müssen, inwieweit wir
       dann doch eine Initiative West auch hier brauchen.“
       
       Der Prognose zufolge verschlechtert sich die AfD bei der Wahl auf 5,5 bis
       6,0 Prozent (2017: 7,4). (dpa)
       
       ## 18.30 Uhr: Wer gewann Stimmen von wem?
       
       Die Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in NRW lag bis 16:00 Uhr in acht
       ausgewählten Kreisen und kreisfreien Städten im Durchschnitt bei 53,35
       Prozent. Die stichprobenartige Umfrage wurde nach Angaben des
       Landeswahlleiters in den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss
       sowie in den kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und
       Mülheim an der Ruhr durchgeführt. Im Vergleich zur Landtagswahl 2017, bei
       der bis 16:00 Uhr rund 59 Prozent zur Wahl gingen oder an der Briefwahl
       teilnahmen, sei die Wahlbeteiligung in diesen ausgewählten Bereichen
       geringer, wobei der Anteil der Briefwähler mit rund 27 Prozent höher sei
       als 2017 mit 14,2 Prozent. (rtr)
       
       ## 18.23 Absolutes Entsetzen bei der FDP
       
       Drin? Nicht drin? Die FDP muss noch zittern.
       
       ## 18.20 Uhr: Grüne gewinnen deutlich dazu
       
       Die Politische Geschäftsführerin der Bundes-Grünen, Emily Büning, hat den
       Erfolg ihrer Partei bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bejubelt.
       „Was für ein Erfolg – eine Woche nach dem historisch besten Wahlergebnis in
       Schleswig-Holstein jetzt auch im bevölkerungsreichsten Bundesland NRW“,
       schrieb Büning am Sonntag auf Twitter. „Das zeigt, die Menschen wollen,
       dass wir Grüne regieren.“ Sie gratulierte Spitzenkandidatin Mona Neubaur
       und allen Wahlkämpfern und Wahlkämpferinnen. (dpa)
       
       ## 18.13 Uhr: Kühnert will Regierung bilden
       
       SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat betont, dass die Sozialdemokraten in
       NRW auch als Zweitplatzierte versuchen werden, eine Regierung zu bilden.
       „Selbstverständlich muss man das gerade tun“, sagt er in der ARD. Denn die
       bisherige schwarz-gelbe Regierung sei abgewählt, die beliebteste Koalition
       sei laut Umfragen ein rot-grünes Bündnis. Es gehe nun darum, wer im Landtag
       eine Mehrheit haben werde, sagt er mit Blick auf ein mögliches Bündnis mit
       den Grünen oder mit Grünen und FDP. (rtr)
       
       ## 18.07 Uhr: Prien: Klarer Auftrag für CDU
       
       Die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Karin Prien sieht im Abschneiden
       ihrer Partei einen klaren Regierungsauftrag für Ministerpräsident Hendrik
       Wüst. „Damit geht klar ein Regierungsauftrag für die CDU einher“, sagt sie
       im ZDF. „Wir sind gemeinsam raus dem dem Tal der Tränen.“ Notwendig sei nun
       ein „Zukunftsbündnis“ in Nordrhein-Westfalen, worüber mit den Grünen
       verhandelt werden sollte. (rtr)
       
       ## 18.05 Uhr: CDU doch deutlich vorne
       
       Doch kein Kopf-an-Kopf-Rennen: Die CDU führt bei der Wahl doch deutlich vor
       der SPD. AfD und FDP sind noch nicht sicher im Landtag vertreten. Die Linke
       scheitert an der 5-Prozent-Hürde.
       
       Offen ist, wer künftig das bevölkerungsreichste Bundesland regieren wird.
       Nach den Zahlen sind mehrere Koalitionen möglich.
       
       ## 18.00 Uhr: Wie hat NRW gewählt? Das sind die Zahlen der ersten
       Prognosen:
       
       CDU 35 %SPD 28 %Grüne 18 %FDP 5,5 %AFD 5,5 %Linke 2,0%
       
       Quelle: ZDF 
       
       ## 17.48 Uhr: Auch Zweitplatzierte kann Regierung bilden
       
       Bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl könnte nach Ansicht von
       Landesjustizminister Peter Biesenbach (CDU) auch der Zweitplatzierte eine
       Koalition ausloten und eine Regierung bilden. „Ich halte das für etwas
       Legitimes in der Demokratie“, sagte Biesenbach am Sonntag der Deutschen
       Presse-Agentur in Düsseldorf. „Alle Parteien, die im Landtag vertreten
       sind, haben das Recht, eine Koalition zu bilden“, sagte der Jurist.
       „Mehrheiten zählen, und wenn Mehrheiten gebildet werden, dann halte ich das
       für legitim.“
       
       Das einzige Recht, das die Partei mit den meisten Stimmen habe, sei den
       Landtagspräsidenten zu stellen. „Weitere Ansprüche sehe ich nicht.“ SPD und
       CDU haben sich in den Umfragen wochenlang ein Kopf-an-Kopf-Rennen in den
       Umfragen zur NRW-Wahl geliefert. (dpa)
       
       ## 17.00 Uhr: Wahlbeteiligung bis 16.00 Uhr bei über 53 Prozent
       
       Bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen am Sonntag ist die Wahlbeteiligung bis
       zum Nachmittag mäßig gewesen. Bis 16.00 Uhr gaben 53,35 Prozent der
       Wahlberechtigten ihre Stimme ab, deutlich weniger als bei der Wahl 2017. In
       Nordrhein-Westfalen sind insgesamt mehr als 13 Millionen Stimmberechtigte
       aufgerufen, über die Zusammensetzung des Landtags abzustimmen.
       
       Die Wahlbeteiligung bis 16.00 Uhr war deutlich niedriger als bei der
       vorherigen Wahl von 2017 zur selben Zeit, wie die Landeswahlleitung in
       Düsseldorf mitteilte. Damals waren es um 16.00 Uhr rund 59 Prozent. Die
       Werte beruhen demnach auf Stichproben, auch Briefwähler zählen mit. 2017
       hatte die Wahlbeteiligung am Ende des Wahltags bei 65,2 Prozent gelegen.
       (afp)
       
       ## 🐾 Wer regiert denn da?
       
       NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst muss heute Abend auf genügend Stimmen
       für die nächste Amtszeit hoffen. Was macht ihn sonst aus? Ein [16][Porträt
       von taz-Redakteurin Sabine am Orde und NRW-Korrespondent Andreas Wyputta].
       
       ## 16.20 Uhr: Strengere Faltregeln
       
       In Düsseldorfer Wahlkabinen hat das zuständige Amt am Sonntag
       Anleitungszettel mit dem Titel „Falten des Stimmzettels“ angebracht. Darauf
       zu lesen: „Falten Sie Ihren Stimmzettel in der Wahlkabine bitte in der
       Weise, dass Ihre Stimmabgabe nicht sichtbar ist – das heißt, mit der
       beschrifteten Seite innen!“ Ob die Anleitungen wegen des Fehlers von Armin
       Laschet bei der letzten Bundestagswahl aufgehangen wurden, blieb zunächst
       unklar – eine Antwort der Stadt stand am Nachmittag aus.
       
       Bei der Bundestagswahl im vergangenen Herbst [17][hatte der frühere
       CDU-Kanzlerkandidat und Ex-NRW-Ministerpräsident Armin Laschet] seinen
       Stimmzettel nicht korrekt zusammengefaltet. Beim Fototermin für den Einwurf
       des Stimmzettels waren dadurch Laschets Kreuze für die CDU zu sehen
       gewesen. Das hatte zu einer Debatte über die Gültigkeit des Stimmzettels
       und viel Häme für Laschet geführt. (dpa)
       
       ## 15.18 Uhr: Sonne, Sonne, Eis, Eis
       
       Nein, hier verpasst man nichts, wenn man jetzt noch lieber ein Eis in der
       Sonne isst. Am frühen Abend wird es dann interessant… 🍦 ☀️
       
       ## 🐾Hat NRW eine mangelhafte Landesidentität?
       
       Kann man zu viele „Was-macht-NRW-aus“-Texte haben? Nein, heute nicht.
       taz-Redakteur Stefan Reinecke [18][versucht NRW vor Klischees zu retten.]
       (taz)
       
       ## 14.30 Uhr: Stamp wählte in Bonn
       
       Als letzter der Spitzenkandidatinnen und –kandidaten hat auch Joachim Stamp
       am Sonntag seine Stimme für die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen
       abgegeben. Der FDP-Politiker und Familienminister kam am Mittag mit seiner
       Frau Barbie Haller zur Wahlurne in der Schlossbachschule im Stadtteil
       Röttgen seiner Heimatstadt Bonn. (dpa)
       
       ## 🐾 Die NRW-Promis
       
       Welche Personen des öffentlichen Lebens kennt man neben Tatort-Schauspieler
       Wotan Wilke Möhring noch so, der oder die gebürtig aus NRW stammen?
       [19][Ruhrgebietssohn und langjähriger taz-Autor Bernd Müllender] gibt eine
       Übersicht. (taz)
       
       ## 14.00 Uhr: …und nun zum Wetter
       
       Am Tag der Landtagswahl macht das Wetter keine Unterschiede in
       Nordrhein-Westfalen: Das Bundesland befindet sich unter Hochdruckeinfluss,
       und es wird überall sonnig. Ein paar Wolken gebe es auch, teilte der
       Deutsche Wetterdienst in Essen am Sonntag mit. „Das Wetter ist aus
       meteorologischer Sicht unspannend“, sagte die Meteorologin vom Dienst. Im
       Rheinland werde der Sonntag ein Sommertag mit bis zu 28 Grad. Auch im
       Bergland werden bis zu 24 Grad erreicht. Der Wind weht aus Ost bis Südost.
       (dpa)
       
       ## 🐾 Versöhnen, nicht verhöhnen!
       
       Wofür steht NRW und seine Menschen? „Für absolut nichts“, meint Bielefelder
       Christph Höhtker [20][in seinem „absolut letzten Heimattext“]. Ein Essay.
       (taz)
       
       ## 13.00 Uhr: Etwa 36 Prozent Wahlbeteiligung bis Mittag
       
       Die Beteiligung an der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen lag am Sonntag
       um 12.00 Uhr in acht ausgewählten Kreisen und Städten bei etwa 36 Prozent.
       Das teilte Landeswahlleiter Wolfgang Schellen aufgrund von Stichproben in
       den Kreisen Düren und Gütersloh, im Rhein-Kreis Neuss sowie in den
       kreisfreien Städten Düsseldorf, Duisburg, Essen, Köln und Mülheim an der
       Ruhr mit.
       
       Bei der Landtagswahl 2017 seien bis 12.00 Uhr etwa 34 Prozent zur Wahl
       gegangen oder hätten an der Briefwahl teilgenommen. Damit sei die
       Beteiligung an der Landtagswahl in diesen ausgewählten Bereichen etwa
       gleich hoch wie 2017, teilte der Landeswahlleiter mit.
       
       2017 war am Ende des Wahltags eine Wahlbeteiligung von 65,2 Prozent
       festgestellt worden. Bei der Landtagswahl in NRW wird in 128 Wahlkreisen
       abgestimmt. (dpa)
       
       ## 12:15 Uhr: Stimmabgabe mit viel Liebe
       
       Seine Stimmabgabe für die Landtagswahl in NRW hat SPD-Spitzenkandidat
       Thomas Kutschaty bei Twitter mit einer Liebeserklärung an seine Frau
       Christina versehen. „Heute darf ich hier, mit der Frau, die ich liebe, das
       #NRWvonMorgen wählen“, postete der Politiker zu seiner Stimmabgabe am
       Sonntagvormittag in Essen. „Ich nehme ein gutes Gefühl mit in den Tag.“
       Kutschaty hat in seinem einstigen Klassenzimmer aus Grundschulzeiten
       zusammen mit seiner Frau Christina gewählt. (dpa)
       
       ## 11.50 Uhr: Neubaur wählt in Düsseldorf
       
       Die Spitzenkandidatin der Grünen bei der Landtagswahl in
       Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur, hat in Düsseldorf gewählt. Die 44 Jahre
       alte Diplompädagogin gab am späten Sonntagvormittag ihre Stimme in einem
       Wahllokal im Stadtteil Pempelfort ab. Das Wahllokal war im Klassenzimmer
       einer Katholischen Grundschule eingerichtet.
       
       Neubaur sagte, sie sei froh, dass sie in einem freien Land wählen könne.
       Die Wahl-Rheinländerin mit bayerischen Wurzeln ist auch Landesvorsitzende
       der NRW-Grünen. Laut Meinungsumfragen können die Grünen bei der Wahl
       drittstärkste Partei in NRW werden. (dpa)
       
       ## 🐾Wahl als Votum für oder gegen Scholz?
       
       Was bedeutet die Landtagswahl in NRW für den Regierungskurs von Kanzler
       Olaf Scholz? Wer den SPD-Spitzenkandiaten Thomas Kutschaty wählt, kriegt
       den Kanzler dazu. [21][Ein Kommentar von Anna Lehmann.] (taz)
       
       11.15 Uhr: Wüst wird das super Wahlwetter genießen 
       
       Noch [22][Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU)] hat am Sonntagmorgen in
       seiner Heimatstadt Rhede seine Stimme für die Landtagswahl in
       Nordrhein-Westfalen abgegeben. Der 46 Jahre alte Jurist kam mit seiner Frau
       Katharina zum Wahllokal und schob das einjährige Töchterchen Philippa wie
       schon bei seiner Amtseinführung vor einigen Monaten im blauen Kinderwagen
       vor sich her. „Uns geht es prima. Es ist ein wunderbarer Tag in
       Nordrhein-Westfalen, wunderbares Wetter. Es ist einen toller Tag, um wählen
       zu gehen“, sagte Wüst lächelnd und gut gelaunt, nachdem er gegen 10.30 Uhr
       sein Kreuzchen gemacht hatte.
       
       Wüst bat alle Bürgerinnen und Bürger, „von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu
       machen und dankte den Helferinnen und Helfern in den Wahllokalen des
       Landes, „die dafür sorgen, dass wir heute wählen können“.
       
       Den Nachmittag werde er bei dem sonnigen und warmen Wetter ganz in Ruhe mit
       der Familie verbringen, sagte Wüst. „Wir werden zu Hause sein und ein
       bisschen auf Familie machen.“ Später werde er dann nach Düsseldorf fahren,
       wo er in der CDU-Landesgeschäftsstelle und im Landtag erwartet wird. „Also,
       schönen Sonntag noch, tschüss“, sagte Wüst zu den Journalisten. (dpa)
       
       ## 8.00 Uhr: Wahllokale sind geöffnet
       
       In Nordrhein-Westfalen hat die Landtagswahl begonnen, die Wahllokale sind
       seit 8.00 Uhr geöffnet. Rund 13 Millionen Menschen sind i[23][m
       bevölkerungsreichsten Bundesland] wahlberechtigt.
       
       In letzten Meinungsumfragen zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen
       der CDU mit Ministerpräsident Hendrik Wüst und der SPD mit Spitzenkandidat
       Thomas Kutschaty ab. In Umfragen hat die seit fünf Jahren amtierende
       schwarz-gelbe Koalition keine Mehrheit mehr. Bis 2017 war eine rot-grüne
       Koalition an der Macht in NRW. Der Ausgang der Landtagswahl und mögliche
       künftige Koalitionen gelten als völlig offen. Die erste Prognose zum
       Wahlausgang wird kurz nach Schließung der Wahllokale um 18.00 Uhr erwartet.
       
       Für die Bundesparteien und die im Bund regierende Ampel-Koalition aus SPD,
       Grünen und FDP gilt die auch als „kleine Bundestagswahl“ bezeichnete
       Abstimmung in NRW als wichtiger Stimmungstest. Am vergangenen Sonntag hatte
       die CDU mit Ministerpräsident Daniel Günther bei der Wahl in
       Schleswig-Holstein klar gesiegt. Zuvor hatte bei der Landtagswahl im
       Saarland die SPD mit Anke Rehlinger hoch gewonnen. (dpa)
       
       15 May 2022
       
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