# taz.de -- Schauspieler, Sänger, Regisseur: Volker Lechtenbrink ist tot
       
       > Er feierte nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Sänger, Regisseur
       > und Intendant Erfolge. Nun ist Volker Lechtenbrink im Alter von 77 Jahren
       > gestorben.
       
 (IMG) Bild: Volker Lechtenbrink bei den Bad Hersfelder Festspielen im Jahr 2012
       
       Hamburg dpa | Der Schauspieler, Sänger und Regisseur Volker Lechtenbrink
       ist tot. Er starb am Montag im Kreise seiner Familie an den Folgen einer
       schweren Erkrankung, wie seine Agentur und das Hamburger
       [1][Ernst-Deutsch-Theater] mitteilten. Lechtenbrink wurde 77 Jahre alt.
       Seinen großen Durchbruch feierte er bereits mit 14 Jahren, als er in
       Bernhard Wickis Antikriegsfilm „Die Brücke“ (1959) einen der sieben Jungen
       spielte, die kurz vor Kriegsende sinnlos eine Brücke verteidigen müssen.
       
       Nach Stationen an Theatern in Hannover, Köln, Berlin, München und Hamburg,
       folgten zahlreiche Fernsehauftritte („Derrick“, „Ein Fall für zwei“). In
       den 70er Jahren startete Lechtenbrink seine Karriere als Musiker und
       Moderator („Leben, so wie ich es mag“).
       
       Lechtenbrink wurde am 18. August 1944 als Sohn eines Angestellten in
       Cranz/Ostpreußen geboren, wuchs aber in Bremen und Hamburg auf, wohin es
       ihn als Flüchtlingskind verschlagen hatte. Bereits mit acht Jahren übernahm
       er Sprechrollen im NDR-Kinderfunk. Nach seinem Auftritt in „Die Brücke“
       absolvierte er eine Schauspielausbildung an der Hamburger Staatlichen
       Hochschule für Bildende Künste sowie beim privaten Hamburger
       Schauspielstudio Freese.
       
       Bereits mit 26 Jahren hatte er rund 60 Bühnen- und 50 Fernsehrollen
       gespielt. „Ich habe alles gespielt: vom Mörder bis zum Liebhaber, vom
       Verbrecher bis zum Komiker“, sagte er in einem dpa-Interview zu seinem 70.
       Geburtstag.
       
       Bekannt wurde Lechtenbrink auch durch seine unverwechselbare sonore Stimme:
       Als Synchronsprecher setzte er sein rauchiges Timbre unter anderem als
       deutsche Stimme von Kris Kristofferson und Burt Reynolds ein. 1995 kam noch
       der Job des Intendanten bei den Bad Hersfelder Festspielen hinzu, 2004
       übernahm er für drei Jahre die Leitung des Hamburger
       Ernst-Deutsch-Theaters.
       
       23 Nov 2021
       
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