# taz.de -- Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften: „Neue Einblicke in den Arbeitsmarkt“
       
       > Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften geht an drei Forscher aus
       > den USA und Kanada. Unter anderem werden Verdienste zur Arbeitsökonomie
       > ausgezeichnet.
       
 (IMG) Bild: Die drei Preisträger: David Card, Joshua D. Angrist und Guido W. Imbens
       
       Stockholm afp | Mit dem diesjährigen Wirtschaftsnobelpreis werden der
       Kanadier David Card, der US-israelische Forscher Joshua Angrist sowie der
       US-Niederländer Guido Imbens geehrt. Das gab die Königliche Akademie der
       Wissenschaften am Montag in Stockholm bekannt. Die Forscher hätten mit
       ihrer Arbeit „neue Einblicke in den Arbeitsmarkt“ gegeben und gezeigt,
       welche Schlussfolgerungen aus Ursache und Wirkung von Experimenten gezogen
       werden könnten.
       
       Damit ist in Stockholm die letzte Auszeichnung des diesjährigen
       Nobelpreisreigens verkündet worden. Der Wirtschaftsnobelpreis geht im
       Gegensatz zu den anderen Preisen nicht direkt auf das Testament des
       Preisstifters Alfred Nobel zurück. Er wurde 1968 von der Schwedischen
       Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel ins Leben gerufen und wird seit 1969
       verliehen.
       
       Im vergangenen Jahr waren die US-Ökonomen Paul R. Milgrom und Robert B.
       Wilson für Verbesserungen der Auktionstheorie und Erfindungen von neuen
       Auktionsformaten geehrt worden.
       
       Die allermeisten Wirtschaftsnobelpreise sind bislang an
       Amerikaner*innen gegangen. Als bislang einziger Deutscher wurde der
       2016 verstorbene Reinhard Selten ausgezeichnet. Er erhielt den Preis 1994
       zusammen mit seinen US-Kollegen John Nash und John Harsanyi für seine
       Beiträge zur Spieltheorie.
       
       Der Preis für Wirtschaftswissenschaften ist wie die anderen Nobelpreise mit
       zehn Millionen schwedischen Kronen (rund 985.000 Euro) dotiert, aber im
       strengen Sinne eigentlich kein Nobelpreis. Im Gegensatz zu den
       Auszeichnungen in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie, Literatur und
       Frieden hatte der schwedische Forscher und Industrielle Alfred Nobel einen
       solchen Preis in seinem Testament nicht erwähnt.
       
       Offiziell bezeichnet ihn die Nobelstiftung nicht als Nobelpreis, sondern
       als „Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften in
       Gedenken an Alfred Nobel“.
       
       In der vergangenen Woche waren bereits die Gewinner*innen der
       Nobelpreise für Medizin, Physik, Chemie und [1][Literatur] sowie die
       [2][Friedensnobelpreisträger*innen] bekanntgegeben worden. Unter
       den Auserwählten waren auch zwei Deutsche, der Meteorologe [3][Klaus
       Hasselmann] in Physik sowie der [4][Chemiker Benjamin List]. Überreicht
       werden die Auszeichnungen traditionell am 10. Dezember, dem Todestag
       Nobels.
       
       11 Oct 2021
       
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