# taz.de -- Durchsuchung von Bundesministerien: Ermittlungen gegen Geldwäsche-Stelle
       
       > Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat Finanz- und Justizministerium
       > durchsuchen lassen. Ermittelt wird gegen Zoll-Mitarbeiter*innen.
       
 (IMG) Bild: „Erweiterte Sachverhaltsaufklärung“: Durchsuchung im Bundesfinanzministerium in Berlin
       
       Osnabrück/Berlin dpa | Bei Ermittlungen gegen die
       [1][Geldwäsche-Zentralstelle des Zolls] (FIU) hat die Staatsanwaltschaft
       Osnabrück das Bundesfinanzministerium und –justizministerium in Berlin
       durchsuchen lassen. Dabei wurden zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl
       am 26. September auch Unterlagen beschlagnahmt, wie die Staatsanwaltschaft
       am Donnerstag mitteilte. Beteiligt waren Beamte der Zentralen
       Kriminalinspektion Osnabrück und der Staatsanwaltschaft.
       
       Die Staatsanwälte gehen seit vergangenem Jahr einem Verdacht auf
       Strafvereitelung im Amt durch die FIU nach. Die Zentralstelle soll Hinweise
       von Banken auf Geldwäsche nicht an Polizei und Justiz weitergeleitet haben.
       Über die Durchsuchung hatte zuerst der Spiegel berichtet.
       
       Das Finanzministerium erläuterte dazu, der Verdacht richte sich nicht gegen
       Beschäftigte des Ministeriums, sondern gegen unbekannte Mitarbeiter der FIU
       an deren Sitz in Köln. Bei der „erweiterten Sachverhaltsaufklärung“ gehe es
       um das Fachreferat im Ministerium, das für die FIU zuständig ist.
       
       ## Scholz sichert Behörden Unterstützung zu
       
       „Das Bundesministerium der Finanzen unterstützt die Behörden
       selbstverständlich voll und ganz“, hieß es aus dem Ressort, das von
       [2][SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz] geführt wird.
       
       Die Durchsuchungen wurden von der Staatsanwaltschaft Osnabrück so
       begründet: „Eine Auswertung von Unterlagen, die bei vorangegangenen
       Durchsuchungen der FIU (Teil der Bundeszollverwaltung) gesichert worden
       waren, hatte ergeben, dass es zwischen der FIU und den nun durchsuchten
       Ministerien umfangreiche Kommunikation gab.“
       
       Untersucht werde, „ob und gegebenenfalls inwieweit die Leitung sowie
       Verantwortliche der Ministerien sowie vorgesetzte Dienststellen in
       Entscheidungen der FIU eingebunden waren“. Die Auswertung der
       beschlagnahmten Unterlagen wird einige Wochen in Anspruch nehmen.
       
       9 Sep 2021
       
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