# taz.de -- Protest gegen Straße durch die Wuhlheide: Baumhaus abgeräumt
       
       > Die Polizei hat den Protest gegen ein Straßenprojekt in der Wuhlheide
       > beendet. Die Aktivst:innen wollten gerade weitere Strukturen schaffen.
       
 (IMG) Bild: Von kurzer Dauer: Baumhaus in der Wuhlheide
       
       Berlin taz | Die Polizei hat am späten Dienstagnachmittag ein [1][besetztes
       Baumhaus in der Wuhlheide] abgebaut. Die Plattform war erst am Sonntag von
       einer Gruppe Klimaaktivist:innen errichtet worden, die damit gegen
       das geplante Straßenbauprojekt Tangentiale Verbindung Ost (TVO)
       demonstrieren wollten.
       
       Die Polizei rückte am Nachmittag mit einem größeren Aufgebot und einer
       technischen Einheit samt Kran und Kletterer:innen an, war also auch auf
       eine Höhenräumung vorbereitet. Die Aktivst:innen hatten das Baumhaus auf
       sieben Meter Höhe jedoch bereits zuvor verlassen, sodass niemand
       heruntergeholt werden musste. Das Holzplateau wurde abgerissen und
       entsorgt, zu Festnahmen oder Personalienfeststellungen kam es nicht. Die
       Polizei teilte auf Anfrage der taz mit, dass sie nach einem Strafantrag des
       Revierförsters tätig geworden sei. Das illegale Errichten eines Baumhauses
       falle unter Sachbeschädigung.
       
       Die Besetzer:innen, eine Gruppe namens Queer_wuhl_ant:is, äußerten sich
       gegenüber der taz in einer Mitteilung: „Die Polizei hat nun eine Plattform
       von uns zerstört. Unseren Willen, dieses Straßenprojekt zu stoppen nur umso
       mehr gestärkt.“ Den Aktivist:innen zufolge war zur selben Zeit, als die
       Polizei den Wald erreichte, ein Treffen geplant, um „weitere widerständige
       Strukturen zu erschaffen“, also womöglich weitere Baumhäuser zu bauen.
       
       Die TVO ist eine sieben Kilometer lange Schnellstraße, die die Märkische
       Allee im Norden mit dem Knotenpunkt An der Wuhlheide/Spindlersfelder Straße
       im Süden verbinden soll. Sie ist eines der größten Straßenbauprojekte
       Berlins. Voraussichtlich im nächsten Jahr soll das
       Planungsfeststellungsverfahren für den Bau beginnen. Anwohner:innen und
       Organisationen können dann ihre Einwände einbringen. „Auf dass diese
       ‚Bedenken‘ vielfältig, bunt, schwarz und vor allem störend wirken werden“,
       schrieben die Aktivist:innen.
       
       14 Jul 2021
       
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