# taz.de -- Konflikt mit Russland: Habeck für Waffenverkauf an Ukraine
       
       > Der Lieferung von Defensivwaffen stehe er offen gegenüber, sagte Robert
       > Habeck in Kiew. Traditionell lehnen die Grünen Rüstungsexporte eher ab.
       
 (IMG) Bild: Pazifismus und Waffenlieferung? Für den Grünen-Chef Robert Habeck kein totaler Widerspruch
       
       Berlin/Dnipro afp/dpa | Grünen-Chef Robert Habeck ist grundsätzlich offen
       für Lieferungen von Defensivwaffen an die Ukraine. Waffen zur
       Selbstverteidigung könne man dem Land schwer verwehren, sagte Habeck laut
       einem Bericht des Deutschlandfunks vom Dienstag bei einem Besuch in Kiew.
       Forderungen aus der Ukraine danach seien berechtigt. Habeck äußerte sich
       vor Journalist:innen nach einem Treffen mit dem ukrainischen
       Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
       
       Die Grünen treten traditionell für eine restriktive Rüstungsexportpolitik
       ein. Im Entwurf der Parteispitze für das Wahlprogramm heißt es, die Grünen
       wollten „mit einer restriktiven Ausfuhrkontrolle europäische
       Rüstungsexporte in Kriegs- und Krisengebiete“ beenden.
       
       In der Ostukraine herrscht seit sieben Jahren [1][ein Konflikt zwischen
       prorussischen Separatisten und den ukrainischen Regierungstruppen], in dem
       UN-Schätzungen zufolge schon mehr als 13.000 Menschen getötet worden sind.
       Nach einer [2][Zuspitzung im Frühjahr] hatte die ukrainische Regierung
       Waffenlieferungen aus dem Westen gefordert.
       
       Habeck sagte, natürlich seien die Grünen eine Partei, die aus dem
       Pazifismus komme. „Aber wenn man sich mit diesem Konflikt etwas
       beschäftigt, kann man zumindest die Hilfe zur Selbsthilfe, zur
       Verteidigung, nicht verwehren.“ Der Grünen-Vorsitzende ist derzeit auf
       Einladung von Präsident Wolodymyr Selenskyj in der Ukraine unterwegs. Nach
       einem Treffen mit Selenskyj in der Hauptstadt Kiew reiste er am Montag nach
       Dnipro weiter. Von dort aus wollte er auch die Frontlinie besuchen.
       
       25 May 2021
       
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