# taz.de -- Diskussionen um Löw und den DFB: Der Trainer-Findungs-Stammtisch
       
       > Ist „Der Mannschaft“ noch zu helfen? Wer kann’s rausreißen? Ein
       > eiersuchender Ostertalk zur Rettung des deutschen Fußballs.
       
 (IMG) Bild: So sehen Verlierer aus! Schalalala! Jedenfalls der vorne
       
       Martin: Tabellendritter hinter Armenien und Nordmazedonien, da muss der DFB
       wohl handeln. Lothar Matthäus weiß „alles über Fußball“, [1][weiß Mehmet
       Scholl], der auch eine Trainerlizenz hat. Warum nicht Scholl?
       
       René: Weil das keine Lösung wäre. So was ist doch schon bei der EM 2000
       krachend schiefgelaufen. Da standen beide noch im Kader, der Mehmet und der
       Loddar, obwohl längst fußlahm und breitensportlich, und mit Erich Ribbeck
       saß ein Vertreter des Uralten auf der Bank. Wollen wir denn wirklich eine
       Rückkehr des Rumpelfußballs? Gegenfrage: Warum nicht mal eine Frau? Ich
       glaube, Silvia Neid wäre noch frei.
       
       Martin: Nur kein Neid! Es wird ja gerade eine Frau oder ein Mann gesucht,
       die oder der jung und innovativ ist. In der Sprache der Fußballer: hungrig.
       Imke Wübbenhorst!
       
       René: Lotte statt Loddar! Nationalerfahrung hat sie. Bis zur U23 hat sie
       beim DFB schon einiges „durchlaufen“. Andererseits bringt sie zu viel
       Fähigkeit zur Selbstkritik mit – sie findet ja selbst, laut Interview nach
       ihrem Rauswurf in Lotte, sie „[2][sollte nicht ganz so viel ich selber
       sein]“. Doch wie man bei Löw sieht: Die Nummer mit der Selbstkritik
       funktioniert nur so lange, bis man gegen ein nordgriechisches Provinzteam
       verliert.
       
       Martin: Wir können ja auch den früher verpassten Chancen eine neue Chance
       geben: Paul Breitner war ja fast schon Bundestrainer, Uli Stielike glaubte
       sogar, er sei nicht nur zum Hütchenaufstellen verpflichtet worden. Und
       Christoph Daum soll ja clean sein. Warum nicht dieses Trainertrio?
       
       René: Weil, das wäre Bild-Zeitungs-Niveau. Apropos: Ich fürchte, um Hansi
       Flick wird kein Weg vorbeiführen. Ich mein, den Vornamen hat er ja schon.
       Der klingt schon wie „Jogi“ – Hansi, der Kanarienvogel, der uns das Lied
       vom schönen Fußball singt. Taktisch scheint er dem Alten eh schon weit
       voraus zu sein – die Bayern rennen alles nieder, was nicht bei drei im
       Abseits steht, während „Die Mannschaft“ mit fast derselben Aufstellung
       gegen Nordmazedonien verliert. Und Armenien kommt ja erst noch! Also, Flick
       flickt es. Wer sonst?
       
       Martin: Mit Co-Trainer Bernd Schuster? Ein Tandem „Flick-Schuster“ hätte
       bei den Fußballironikern einen lebenslangen Ehrenplatz! Nein, nein.
       Bierhoff hat gesagt, er holt niemand aus einem laufenden Vertrag. Ich
       denke, es läuft alles auf Klaus Toppmöller hinaus.
       
       René: Ich glaube, du hast den Ernst der Lage nicht so recht erkannt.
       Vielleicht ist der DFB nämlich wie Schalke – auf internationalem Niveau.
       Korruption, Corona, zu lange wird an Altvordern festgehalten, dann zu stark
       auf Männer der dritten Reihe gesetzt, Geld fließt irgendwohin, die Fans
       bleiben außen vor, und am Ende wartet der HSV in der zweiten Liga. Oder
       eben Nordmazedonien im Rückspiel. Katar ohne uns – das Wintermärchen 2022.
       
       Martin: Guter Hinweis. Ernst „der Lage“ Middendorp wäre auch eine
       interessante Lösung.
       
       René: Uwe Neuhaus! David Wagner! André Breitenreiter! Markus Weinzierl! Was
       macht eigentlich Peter Neururer? Hat der sich denn noch nicht selbst ins
       Spiel gebracht? Spielt Wattenscheid 09 nicht auch in Schwarz-Weiß?
       Friedhelm Funkel wäre auch ’ne Idee.
       
       Martin: Endlich wirst du vernünftig. Aber ich fürchte, der DFB nimmt unsere
       Vorschläge gar nicht ernst. Die holen bestimmt Rangnick, der dann die
       Jugendarbeit intensiviert und in zehn Jahren eine Confed-Cup-Teilnahme
       avisiert.
       
       René: Richtig, der Confed-Cup! Der letzte Titel, den wir gewonnen haben
       werden. Von da an ging es bergab. So gesehen: 2017 – der Beginn von
       [3][thirty years of hurt]. Daran werden wir uns noch eine Weile erinnern
       müssen.
       
       2 Apr 2021
       
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 (DIR) [1] https://www.sportbuzzer.de/artikel/low-nachfolger-scholl-schlagt-matthaus-als-bundestrainer-vor-er-hat-immer-recht/
 (DIR) [2] https://www.ndr.de/sport/fussball/Imke-Wuebbenhorst-Ich-sollte-nicht-ganz-so-viel-ich-selber-sein,wuebbenhorst138.html
 (DIR) [3] https://www.youtube.com/watch?v=RJqimlFcJsM
       
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 (DIR) René Hamann
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