# taz.de -- Zum AfD-Einzug in bayerischen Landtag: Tausende demonstrieren in München
       
       > Mit einer Großdemo haben die Münchner gegen den Einzug der AfD in den
       > Landtag demonstriert. Teile der Fraktion werden vom Verfassungsschutz
       > beobachtet.
       
 (IMG) Bild: Digitale Lichterkette gegen Rechts: Münchner*innen vor dem Landtag
       
       München epd | Mehrere tausend Menschen haben am Montagabend in München an
       einer „Demonstration für Demokratie, Freiheit und Menschenrechte“
       teilgenommen. Die Demonstration stand unter dem Motto
       „[1][#wehretdenanfängen]“ und war laut den Veranstaltern gezielt auf den 5.
       November gelegt worden. An diesem Tag der konstituierenden
       Parlamentssitzung sei mit der AfD „erstmals seit 1970 wieder eine
       rechtsextreme Partei in den bayerischen Landtag“ eingezogen, sagte
       Organisator Benjamin David dem Evangelischen Pressedienst.
       
       Während die Polizei am Montag gegen 20 Uhr von ungefähr 2.500 Teilnehmern
       sprach, schätzten die Organisatoren rund 5.000 Demonstranten. Die
       Demonstration wurde vom Bündnis „München ist bunt“ und 40 weiteren
       Organisations- und Parteienvertretern unterstützt.
       
       Mitte Oktober war bekannt geworden, dass einige Mitglieder der neuen
       AfD-Fraktion vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Darunter der
       AfD-Kandidat für das Amt des Vizepräsidenten im bayerischen Landtag, Uli
       Henkel. Das geht aus der Antwort des bayerischen Innenministeriums vom 25.
       Oktober auf eine Anfrage der Grünen hervor. Darüber hinaus stünden noch
       zwei weitere Mitglieder der neuen AfD-Fraktion im bayerischen Landtag unter
       Beobachtung. „Der Vizepräsident des Bayerischen Landtags darf kein Feind
       unserer Verfassung sein!“, sagte die Grünen-Fraktionschefin im Bayerischen
       Landtag, Katharina Schulze.
       
       Nach einem Bericht des Münchner Merkur sollte geprüft werden, ob die
       betreffenden Politiker auch noch als Abgeordnete beobachtet werden. Für die
       Beobachtung von Mandatsträgern gelten erhöhte Schwellen.
       
       Den ganzen Sommer über hatte es immer wieder Großdemos in München mit teils
       Zehntausenden Teilnehmern gegeben: Erst protestierten sie [2][gegen das
       Polizeiaufgabengesetz] (NoPAG), dann gegen eine Politik der Angst
       (Ausgehetzt), gegen Rassismus (Jetzt gilt's) und für mehr Umweltschutz (Mia
       ham's satt).
       
       6 Nov 2018
       
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