# taz.de -- US-Publizist Alex Jones gesperrt: „Infowars“ mit noch weniger „Infos“
       
       > Das Online-Netzwerk Twitter sperrt dauerhaft den Account des
       > Rechtsextremen Alex Jones. Er vertritt Verschwörungstheorien und droht
       > mit Gewalt.
       
 (IMG) Bild: Alex Jones in Washington
       
       Washington dpa | Der Kurznachrichtendienst Twitter hat den Account des
       US-Verschwörungstheoretikers Alex Jones dauerhaft gesperrt. Das teilte
       Twitter am Donnerstag [1][in einem Tweet mit]. Das Gleiche gelte für den
       Twitter-Auftritt von Jones' rechtsextremer Website „Infowars“. Twitter
       begründete den Schritt mit wiederholten Verstößen gegen die Richtlinien des
       Online-Netzwerks.
       
       Der Journalist aus Texas hatte in der Vergangenheit unter anderem
       verbreitet, dass die US-Regierung an den Anschlägen am 11. September 2001
       in New York beteiligt gewesen sei. Auch behauptete er, dass der Amoklauf an
       der Sandy Hook High School von Schauspielern inszeniert worden oder dass
       der Klimawandel ein Mythos sei.
       
       Mitte August hatte der Internetkonzern den Account von Jones bereits
       vorübergehend für eine Woche gesperrt, nachdem der rechtspopulistische
       Journalist ein Video verlinkt und Unterstützer dazu aufgerufen hatte, ihre
       „Kampfgewehre“ unter anderem gegen Medien bereitzuhalten. Jones hatte etwa
       890.000 Follower bei Twitter.
       
       [2][Zuletzt hatten alle wichtigen Online-Plattformen Jones‘ umstrittene
       Botschaften ganz oder teilweise aus ihrem Angebot genommen]. Nachdem Apple
       und Spotify dessen „Infowars“-Podcasts gelöscht hatten, entfernte auch
       Facebook vier seiner Seiten. Facebook nannte unter anderem die
       Verherrlichung von Gewalt als einen Grund.
       
       Auch der Alex-Jones-Kanal auf Youtube mit mehr als 2,4 Millionen Abonnenten
       ist nicht mehr abrufbar. Allein Twitter hatte Jones weiterhin eine
       Plattform geboten – und war deshalb zunehmend unter Druck geraten.
       
       Jones hatte zuletzt die Anhörung von Facebook-Geschäftsführerin Sheryl
       Sandberg und Twitter-Chef Jack Dorsey am Mittwoch vor dem
       Geheimdienstausschuss im US-Senat dazu genutzt, auf seinen Fall in
       aggressiver Weise aufmerksam zu machen. So beschimpfte er vor laufender
       Kamera einen „CNN“-Korrespondenten, der in der Vergangenheit auch über
       Jones berichtet hatte. Seine Schimpfkanonade übertrug Jones dabei live über
       die App Periscope, die zu Twitter gehört.
       
       7 Sep 2018
       
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