# taz.de -- Migranten in Griechenland: Razzia im Hafen von Patras
       
       > Mehr als 300 Polizisten haben versucht, untergetauchte Flüchtlinge
       > aufzuspüren. Es wird vermutet, dass sich mehr als 1.000 Menschen im
       > Hafengebiet verstecken.
       
 (IMG) Bild: Drehscheibe der Migration von Griechenland nach Italien: der Hafen von Patras
       
       Athen/Patras dpa | Mit einer umfangreichen Aktion versucht die griechische
       Polizei, untergetauchte Migranten in der Umgebung des Hafens von Patras
       aufzuspüren und [1][in Flüchtlingslagern in anderen Landesteilen]
       unterzubringen. Dies berichtete der staatliche griechische Rundfunk (ERT)
       am Dienstag.
       
       An der Aktion, die mit dem ersten Tageslicht am Dienstag begann, nehmen
       mehr als 300 Bereitschaftspolizisten teil, hieß es. Es wird vermutet, dass
       mehr als 1.000 Migranten sich in verlassenen Lagern rund um den Hafen
       verstecken.
       
       Die Hafenstadt Patras gilt seit Jahren als eine Drehscheibe der illegalen
       [2][Migration von Griechenland nach Italien]. Zahlreiche überwiegend aus
       Afghanistan und Pakistan stammende Menschen versuchen immer wieder, sich in
       Lastwagen und anderen größeren Fahrzeugen zu verstecken, um auf eine der
       Fähren zu kommen, die täglich zu den italienischen Häfen Bari, Ancona,
       Triest und Brindisi auslaufen.
       
       In den vergangenen Wochen hatte sich die Lage am Hafen von Patras
       verschlimmert. Bei Zusammenstößen zwischen Migranten war vergangene Woche
       ein 17-Jähriger ums Leben gekommen; zahlreiche andere Migranten wurden
       verletzt. Es seien Steine, Eisenstangen und Messer und mindestens eine
       Pistole eingesetzt worden.
       
       15 May 2018
       
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