# taz.de -- Jury wählt wichtigsten Jugendbegriff aus: I bims, das Jugendwort
       
       > Der Quatsch-Ausdruck „I bims“ ist zum Jugendwort des Jahres gekürt
       > worden. „Die sagen das wirklich“, hieß es aus der Jury.
       
 (IMG) Bild: I bims, der Stein!
       
       München dpa | „I bims“ ist [1][das „Jugendwort des Jahres“]. Es bedeutet
       „Ich bin“, wie der Langenscheidt-Verlag am Freitag in München mitteilte. Es
       gilt aber auch als Synonym für „Ich bin's“. „I bims“ ist eine beliebte
       Wendung aus der sogenannten „vong“-Sprache, in der Internetnutzer in
       sozialen Netzwerken Sätze verkürzen und mit Worten spielen. Dabei werden
       oft Begriffe absichtlich falsch geschrieben.
       
       Zur Auswahl standen 30 Begriffe, die zeigen sollen, wie die Jugend von
       heute spricht. Eine 20-köpfige Jury hatte das Wort gewählt. In einer
       unverbindlichen Online-Abstimmung war „I bims“ auf dem letzten Platz
       gelandet. Spitzenreiter war der Ausdruck „geht fit“ als Bezeichnung für
       etwas, das klar geht. Dahinter lag „napflixen“ für ein Nickerchen während
       eines Films. Mit rund einer Million Stimmen gab es laut Verlag diesmal so
       viele wie noch nie.
       
       User-Liebling „geht fit“ war für Jury-Mitglied David Berger zu regional.
       Außerhalb des Ruhrgebiets sei es nicht weit verbreitet, sagte der
       Jura-Student. Jungen Leute in Berlin beispielsweise sage der Ausdruck gar
       nichts. „Jugendsprache ist auch oft sehr regional, es ist ein bisschen so
       wie ein Dialekt“, sagte der 19-Jährige, der bereits zum dritten Mal in der
       Jury saß. „I bims“ sei da deutlich bekannter. „I bims darf man nicht ganz
       so eng sehen – es steht auch stellvertretend für die ganze „vong“-Sprache,
       die wir ja gerade in den sozialen Medien ganz viel haben.“
       
       Es werde von Jugendliche häufig verwenden – in Unterhaltungen, aber auch in
       Textnachrichten. „Die sagen das wirklich – das war uns auch wichtig.“
       Jury-Kollegin Livia Kerp sah das genauso: „Es ist sehr weit verbreitet und
       jeder sagt es“, erklärte die 15 Jahre alte Bloggerin.
       
       ## Smombies abgemerkelt
       
       Im vergangenen Jahr lag „isso“ als Zustimmung oder Unterstreichung von
       etwas vorne. Die Jury entschied sich aber für „Fly sein“, einen Begriff aus
       der Hip-Hop-Szene, der so viel heißt wie: jemand oder etwas „geht besonders
       ab“. 2015 lag in der Online-Abstimmung das Verb „merkeln“ vorne, das soviel
       bedeuten soll wie „nichts tun, keine Entscheidung treffen“. Die Jury kürte
       aber mit „Smombie“ – ein Kunstwort aus Smartphone und Zombie. Es soll
       jemanden beschreiben, der von seiner Umwelt nichts mehr mitbekommt, weil er
       nur noch auf sein Smartphone starrt.
       
       Die Wahl ist eine Werbeaktion des Langenscheidt-Verlags für sein
       Jugendsprache-Lexikon und fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Oft
       wird dabei diskutiert, ob das Sieger-Wort wirklich dem Sprachgebrauch von
       Jugendlichen entspricht. „Wir haben ein Wort gefunden, das wirklich bereits
       gesprochen wird“, sagte ein Sprecher. Dem Vorwurf, so spreche niemand, habe
       man dieses Jahr etwas entgegensetzen können.
       
       17 Nov 2017
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.facebook.com/jugendwort/photos/a.262439327102780.82838.250974068249306/1870146022998761/?type=3&theater
       
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