# taz.de -- BayernLB finanziert US-Pipeline nicht: Da soll kein Geld mehr fließen
       
       > Die BayernLB will die umstrittene Ölpipeline Dakota Access nicht mehr
       > finanzieren. Grund sei die Gewalt gegen Demonstrierende.
       
 (IMG) Bild: Zu viel Gewalt gegen Gegner: Demonstrierende bei der Räumung des Protestlagers
       
       BERLIN taz | Die Bayerische Landesbank will keine weitere Finanzierung für
       die umstrittene Ölpipeline Dakota Access mehr vergeben. Das Institut
       bestätigte eine entsprechende Mitteilung der Umweltorganisation Urgewald.
       Ausschlaggebend seien die „Umstände rund um die Baustelle“ gewesen,
       erklärte LB-Sprecher Matthias Lücke am Sonntag. „Wir lehnen generell Gewalt
       gegen Demonstranten wie auch gegen staatliche Instanzen ab.“
       
       Erst Anfang des Monats hatte ein Bündnis von Umwelt- und
       Menschenrechtsorganisationen eine Petition an die BayernLB übergeben. Die
       Forderung: Die Bank solle die finanzielle Unterstützung des Projekts
       beenden. Die Pipeline, die Erdöl aus dem US-Bundesstaat North Dakota nach
       Illinois befördern soll, wird laut Plan an einem Reservat entlang führen,
       das von einem Stamm der Sioux bewohnt wird. Die indigene Bevölkerung
       protestierte gegen den Bau, der unter anderem die Trinkwasserversorgung der
       Region gefährde. Die Obama-Administration hatte das Vorhaben im Dezember
       gestoppt, der neue republikanische US-Präsident Donald Trump nahm es wieder
       auf.
       
       Auch wenn die Entscheidung der BayernLB den Bau der Pipeline kaum stoppen
       wird – Linda Neddermann von der Organisation Campact bezeichnete sie als
       „wichtiges Signal“. „Ihr Verhalten und ähnliche Schritte weiterer Geldgeber
       zeigen, dass die Protestbewegung die Köpfe der Bankmanager erreicht hat.“
       Moritz Schröder von Urgewald kritisierte, dass sich die Aussage der Bank
       nur auf künftige Finanzierungen erstrecke und die Laufende noch erfüllt
       würden.
       
       Da ist die BayernLB nicht die einzige: Die niederländische ING, die sich
       ebenfalls in dem Finanzierungskonsortium befindet, äußert sich mittlerweile
       kritisch über den Bau, kündigte aber an, bereits gegebene
       Finanzierungszusagen einzuhalten. Insgesamt beteiligen sich laut ING 17
       Banken an dem Konsortium für den Pipeline-Bau mit einem Kreditrahmen von
       2,5 Milliarden US-Dollar.
       
       26 Feb 2017
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Svenja Bergt
       
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