# taz.de -- Fracking-Regelungen treten in Kraft: Bundesländer gegen Probebohrungen
       
       > n Deutschland wird es nach einer Umfrage unter den 16 Bundesländern keine
       > Probebohrungen für die Schiefergas-Förderung nach der Fracking-Methode
       > geben.
       
 (IMG) Bild: Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem Druck in den Boden gepresst
       
       Osnabrück/Schwerin epd | Die Bundesländer schließen Probebohrungen in
       Deutschland zur Erforschung der Gefahren durch unkonventionelles Fracking
       aus. Sie begründeten ihre Entscheidung [1][einer Umfrage der] Neuen
       Osnabrücker Zeitung zufolge mit fehlenden Vorkommen oder lehnten die
       umstrittene Technologie generell ab. In Deutschland traten am Sonnabend
       neue Regelungen zum Fracking in Kraft.
       
       Den neuen Richtlinien zufolge bleibt die konventionelle Variante unter
       strengeren Auflagen als bisher erlaubt. Das sogenannte unkonventionelle
       Fracking, etwa zur Förderung von Erdgas in Schiefer-, Ton- oder Mergel-,
       oder Kohleflözgestein oberhalb von 3.000 Metern Tiefe, wird verboten. Die
       Regelung sieht allerdings vier Probebohrungen zu Forschungszwecken vor,
       denen das jeweilige Bundesland zustimmen muss. Laut Zeitungsbericht
       schließen die Länder diese aber aus.
       
       Allein Mecklenburg-Vorpommern habe sich zurückhaltend geäußert, hieß es.
       Die Regierung sehe die Technologie zwar grundsätzlich skeptisch, noch gebe
       es allerdings keine Position zu Probebohrungen, sagte eine Sprecherin des
       Schweriner Wirtschaftsministeriums. Untersuchungen hätten aber ergeben,
       dass die Förderung von Schiefergas in Mecklenburg-Vorpommern nicht
       wirtschaftlich sei.
       
       Beim Fracking wird ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien unter hohem
       Druck in den Boden gepresst. Auf diese Weise kann Gestein aufgespalten und
       darin enthaltenes Erdgas gefördert werden. Beim konventionellem Fracking in
       tieferen Gesteinsschichten wird weniger Flüssigkeit benötigt, da das
       sogenannte Tight-Gas meist von selbst entweichen kann.
       
       11 Feb 2017
       
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