# taz.de -- Das war die Woche in Berlin II: Wieder mal länger warten
       
       > Der BER hat neue Probleme: Diesmal mit der Sprinkleranlage und den
       > Automatiktüren Aber regt sich wirklich noch jemand auf?
       
 (IMG) Bild: Falls der Hauptstadtflughafen BER niemals fertig wird, das Terminalgebäude stand immerhin
       
       Ganz schön viel Aufregung diese Woche: Da war natürlich der Fall des
       Stadtsoziologen und nun ehemaligen Staatssekretärs Andrej Holm. In diesem
       Zusammenhang musste sich die immer noch frische rot-rot-grüne Koalition
       erst einmal darüber verständigen, ob sie überhaupt noch weitermachen will.
       Und dann wurde auch noch in einer Tiefkühltruhe in Prenzlauer Berg die
       zerstückelte Leiche eines Rentners entdeckt. Von Trump und der Aufregung um
       seine Amtseinführung als neuer US-Präsident nicht zu reden.
       
       Außerdem wurde Anfang dieser Woche bekannt, dass es da draußen auf einem
       Baufeld an der Stadtgrenze massive Probleme mit einer Menge von
       Automatiktüren und auch bei der Sprinkleranlage gibt. Fast schon gelassen
       aber wurde das registriert – weil halt auch die Aufmerksamkeitsspanne für
       Aufregungen begrenzt ist. War eben viel los diese Woche. Und weil man der
       Sache auch einfach müde ist. Der Sache mit dem BER. Wobei das bekannt
       gewordene Problem am Hauptstadtflughafen mit der Sprinkleranlage und den
       Automatiktüren – sie sind auch Teil der Entrauchungsanlage – für weitere
       Verzögerungen sorgen wird. Womit es bei dem ohnehin überstrapazierten
       Zeitplan mit einer Eröffnung des BER auch in diesem Jahr, wie eigentlich
       vorgesehen, schlicht nichts mehr werden kann.
       
       Nur hat man das von verantwortlicher Seite noch gar nicht gehört, dass der
       Termin 2017 für die Eröffnung des BER tatsächlich aus dem Rennen ist. Nicht
       von BER-Chef Karsten Mühlenfeld und nicht von Berlins Regierendem und
       Flughafen-Aufsichtsratschef Michael Müller, der eben gerade auch an anderen
       Baustellen, der Koalition, gefordert ist.
       
       Aber regt sich wirklich jemand auf? Darüber, dass ein weiteres Mal die
       Verschiebung eines Eröffnungstermins des BER auf den Spielplan gesetzt
       wird? Und darf man überhaupt auf 2018 hoffen? Oder hat man sich nicht
       längst daran gewöhnt, dass da draußen in Schönefeld eine bizarre
       Inszenierung von „Warten auf Godot“ läuft, Samuel Becketts
       existenzialistisch aufgeladenem Stück, mit dem immer wiederkehrenden
       Dialog:
       
       Estragon: Komm, wir gehen!
       
       Wladimir: Wir können nicht.
       
       Estragon: Warum nicht?
       
       Wladimir: Wir warten auf Godot.
       
       Estragon: Ah!
       
       21 Jan 2017
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Thomas Mauch
       
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