# taz.de -- Nach Kritik an Spanien für Russland-Hilfe: Doch keine Tanke für die Bomberflotte
       
       > Russland wollte seine Flotte auf dem Weg nach Syrien im Nato-Land Spanien
       > auftanken. Einen entsprechenden Antrag hat Moskau nun wieder
       > zurückgezogen.
       
 (IMG) Bild: Der Flugzeugträger Admiral Kusnezow gilt als störanfällig und hatte schon mehrere Havarien
       
       Madrid/Brüssel dpa/ap/taz | Russland will seine Kriegsschiffe doch nicht in
       der spanischen Exklave Ceuta betanken lassen. Die russische Botschaft in
       Madrid habe eine entsprechende Anfrage zurückgezogen, sagte der Sprecher
       der Botschaft, Wasili Nioradze, am Mittwoch – nannte aber keine weiteren
       Details.
       
       Zuvor hatte Spanien mitgeteilt, seine Entscheidung überdenken zu wollen,
       mehreren russischen Kriegsschiffen den Stopp in Ceuta zu erlauben. Die
       Regierung in Madrid hatte dafür heftige Kritik aus den Reihen der Nato
       geerntet. Die Flotte soll die russischen Kriegseinsätze in Syrien
       unterstützen.
       
       Russland ist seit rund einem Jahr in dem Bürgerkriegsland aktiv und hilft
       dabei vor allem Präsident Baschar al-Assad. Die Nato-Staaten unterstützen
       im Syrienkrieg Assad-Gegner.
       
       Die Nato befürchtet, dass Russland und Syrien mit Hilfe der Schiffe ihre
       Angriffe auf die Rebellengebiete der Stadt Aleppo verstärken und dadurch
       weitere Zivilisten ums Leben kommen könnten.
       
       Der Flottenverband um den Flugzeugträger Admiral Kusnezow soll laut einem
       Bericht des Guardian am [1][heutigen Mittwoch die Straße von Gibraltar]
       durchqueren. Vor vier Tagen war er auf der Fahrt durch die Straße von Dover
       v[2][on Schiffen der britischen Royal Navy beobachtet] worden. Auf dem
       Flugzeugträger sollen sich etwa ein Dutzend Jagdbomber befinden. Es wäre
       nicht das erste Mal, dass russische Kriegsschiffe [3][in Spanischen Häfen
       auftanken].
       
       Der frühere belgische Regierungschef Guy Verhofstadt, ein führender
       EU-Politiker, hatte bereits am Dienstag auf seiner Facebook-Seite
       geschrieben: „Es ist skandalös, dass Spanien, ein Mitglied der Nato und der
       EU, der russischen Kusnezow-Flotte erlauben will, auf spanischem
       Territorium aufzutanken und technische Unterstützung zu erhalten.“ Spanien
       habe schließlich erst in der vergangenen Woche eine Erklärung des
       Europarates unterzeichnet, in dem Russland Kriegsverbrechen gegen
       Zivilisten in Aleppo vorgeworfen würden.
       
       26 Oct 2016
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.theguardian.com/world/2016/oct/26/spain-russian-warships-refuel-aleppo-bombing-ceuta-syria
 (DIR) [2] http://www.telegraph.co.uk/news/2016/10/21/russian-warships-pictured-off-coast-of-britain-as-royal-navy-sha/
 (DIR) [3] http://www.huffingtonpost.com/entry/as-aleppo-burns-spain-resupplies-the-russian-navy_us_5808b794e4b00483d3b5d06a
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Ceuta
 (DIR) Russland
 (DIR) Schwerpunkt Syrien
 (DIR) Nato
 (DIR) Russland
 (DIR) Schwerpunkt Syrien
 (DIR) Schwerpunkt Syrien
 (DIR) Russland
 (DIR) Luftwaffe
 (DIR) Russland
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Kampf um Aleppo: Putin setzt Rebellen Frist bis Freitag
       
       Russland will, dass Rebellen und Zivilisten das hart umkämpfte Aleppo über
       Korridore verlassen. Bis dahin sollen die Luftangriffe ausgesetzt werden.
       
 (DIR) Kampf um Aleppo: Rebellen starten Offensive
       
       Nach wochenlangen Bombardierungen gehen die Rebellen zum Gegenangriff auf
       Regierungstruppen über. Dabei sollen sie mindestens 15 Zivilisten getötet
       haben.
       
 (DIR) Flugverbotszone über syrischen Gebieten: Russland nicht überzeugt
       
       Die USA schlagen vor, über Syrien eine Flugverbotszone einzurichten. Moskau
       wiegelt ab. Schwere Luftangriffe erschüttern Aleppo.
       
 (DIR) Russische Bombenangriffe auf Syrien: „Angeberei“ vorerst beendet
       
       Russland wird vorerst aufhören, Luftangriffe auf Syrien von Iran aus zu
       starten. Teheran hätte die russische Nutzung vom Stützpunkten gerne
       geheimgehalten.
       
 (DIR) Kommentar Russland und Iran für Assad: Im Stich gelassen
       
       Die russische Luftwaffe startet ihre Angriffe gegen die Gegner des
       Assad-Regimes nun von iranischem Boden aus. Ein Bündnis mit Folgen.
       
 (DIR) Russische Flugmanöver über Europa: Misstrauensbildende Maßnahme
       
       Die Nato stellt über Europas internationalem Luftraum ungewöhnlich viele
       Manöver der russischen Luftwaffe fest – zum Teil unter Missachtung
       vereinbarter Regeln.