# taz.de -- 18 Bundeswehr-Fahrzeuge abgefackelt: Polizei geht von Brandstiftung aus
       
       > Am Wochenende brannten 18 Bundeswehr-Fahrzeuge in Bremen. Nun ermittelt
       > der für politisch motivierte Kriminalität zuständige Staatsschutz.
       
 (IMG) Bild: Heimatfront: In Bremen sind Fahrzeuge der Bundeswehr nur noch Schrott
       
       BERLIN taz In der Nacht auf Sonntag wurde auf einem Firmengelände in
       Bremen-Hemelingen vermutlich Feuer gelegt. Es zerstörte 18 Fahrzeuge der
       Bundeswehr, unter anderem Sanitätsfahrzeuge, Geländewagen und Lastwagen.
       Der Schaden wird auf über 15 Millionen Euro geschätzt. Die Polizei konnte
       am Tatort Spuren sicherstellen, die auf Brandstiftung hinweisen. Der Brand
       hätte beinah auf eine 1.500 Quadratmeter große Lagerhalle übergegriffen,
       das Feuer konnte jedoch vorher gelöscht werden.
       
       Auf dem Firmengelände sollten die Bundeswehrfahrzeuge nach Informationen
       der dpa mit speziellen Bauteilen nachgerüstet werden. Verletzt wurde
       niemand. Nun wurde auch die Staatsschutzabteilung hinzugezogen, die bei
       Taten mit politischem Hintergrund ermittelt. Die Polizei geht von
       Brandstiftung aus.
       
       Die Staatsanwaltschaft ist vorsichtiger: Nach wie vor sei nicht geklärt, ob
       es sich überhaupt um vorsätzliche Brandlegung handele. Zum jetzigen
       Zeitpunkt könne man noch nicht von einem Brandanschlag sprechen, sagte ein
       Sprecher der Staatsanwaltschaft Bremen der taz. Ob es sich bei dem Brand
       von diesem Wochenende also überhaupt um eine Straftat und, wenn ja, um eine
       politisch motivierte Tat handelt, ist noch unklar. Ein Bekennerschreiben
       ist noch nicht aufgetaucht.
       
       In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Anschlägen aus dem
       linksautonomen Spektrum, die sich gegen die Bundeswehr richteten. Bei einem
       Anschlag in Dresden wurden 2009 insgesamt 42 Fahrzeuge der Bundeswehr durch
       unbekannte TäterInnen zerstört. Das war der bisher schwerste Anschlag
       dieser Art.
       
       In Bremen wurde im Februar 2015 ein Kleinwagen der Bundeswehr durch einen
       Brand zerstört. Dazu bekannten sich in einem Schreiben „autonome Gruppen“.
       Darin heißt es unter anderem: „Die Bundeswehr ist eine menschenverachtende
       Institution und probiert, sich als seriöses Unternehmen zu geben“, deswegen
       hätten sie das Auto „abgefackelt“.
       
       Im März dieses Jahres wurden in Leipzig mehrere Lkws der Bundeswehr in
       Brand gesteckt; dazu bekannte sich laut Informationen der Leipziger
       Volkszeitung die „Autonome Gruppe Joachim Gauck und Ursula von der Leyen“.
       Es entstand ein Schaden im sechsstelligen Bereich. „Was hier kaputt gemacht
       wird, kann woanders keine Menschenleben zerstören“, hieß es in einem
       Schreiben der Gruppe auf einer linken Internetplattform.
       
       24 Oct 2016
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Valerie Höhne
       
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