# taz.de -- Diffamierungsversuch gegen mimikama.at: Rechte mobben Gerüchtejäger
       
       > Die Adresse des Vereins gegen Falschmeldungen im Netz steht im Impressum
       > der Website Migrantenschreck.ru. Jetzt erhält mimikama.at Drohungen.
       
 (IMG) Bild: Antifaschreck ist auch im Angebot
       
       Die Betreiber der Hoaxbusting-Seite [1][mimikama.at] stehen derzeit unter
       Druck von rechts. [2][In einem Facebook-Post] machte der gemeinnützige
       Verein vor zwei Wochen auf die Bedrohungen gegen sich aufmerksam. „Wir
       bekommen Drohungen und haben mittlerweile Angst, das Büro zu verlassen“,
       hieß es darin unter anderem. Der Grund: Seit einiger Zeit steht die Adresse
       des Vereins im Impressum von „Migrantenschreck.ru“, einem Onlineshop für
       Hartgummi-Waffen, über den außerdem rechte Inhalte verbreitet werden.
       
       Mimikama hatte in der Vergangenheit immer wieder Beiträge veröffentlicht,
       die sich [3][kritisch mit Migrantenschreck] und anderer Nazihetze im
       Internet auseinandersetzen. Die Arbeit von Mimikama besteht vor allem
       darin, über Falschmeldungen im Internet aufzuklären, unter anderem auch
       über die Facebookseite „Zuerst denken, dann klicken“ (ZDDK).
       
       In diesem Zusammenhang thematisierte der Verein auch die Hetze von
       Anonymous.Kollektiv, einer rechtsextremen Gruppe, deren Seite inzwischen
       von Facebook gelöscht worden ist. Nach der Nennung ihrer Namen und der
       Anschrift des Vereins im Impressum von Migrantenschreck.ru haben die
       Mimikama-Betreiber nach eigenen Angaben Drohungen erhalten. Und zwar neben
       rechten Drohungen auch solche, die sich eigentlich gegen
       Migrantenschreck.ru richten, so André Wolf, Social-Media-Koordinator bei
       Mimikama und ZDDK.
       
       Auch erhielt der Verein Post – zum Beispiel Abmahnungen –, die eigentlich
       an Migrantenschreck.ru gerichtet sei. Wolf befürchtet, dass Mimikama und
       Migrantenschreck für dasselbe gehalten werden könnten.
       
       Bisher ist es bei Drohungen geblieben. Allerdings ist die
       Diffamierungskampagne für Wolf und den Mimikama-Gründer Tom Wannenmacher
       sowie gut 20 ehrenamtliche Mitarbeiter eine zusätzliche Belastung. Dennoch
       wollen die Betreiber weitermachen. Sie fühlten sich bestärkt durch die
       Solidaritätsbekundungen ihrer Follower.
       
       29 Aug 2016
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://www.mimikama.at/
 (DIR) [2] https://www.facebook.com/zddk.eu/posts/1167895673272450
 (DIR) [3] https://www.facebook.com/mimikama.at/posts/1266161626751027
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Richard Diesing
       
       ## TAGS
       
 (DIR) Schwerpunkt Rassismus
 (DIR) Rechtsextremismus
 (DIR) Rechtstextreme
 (DIR) Schusswaffenkontrolle
 (DIR) Waffen
 (DIR) Schwerpunkt Meta
 (DIR) Terrorismus
 (DIR) Fake News
 (DIR) Hate Speech
 (DIR) Hate Speech
 (DIR) Lesestück Meinung und Analyse
 (DIR) Montagsdemos
       
       ## ARTIKEL ZUM THEMA
       
 (DIR) Internetplattform „Migrantenschreck“: Betreiber in Ungarn festgenommen
       
       Die rechte Webseite „Migrantenschreck“ war eine Plattform für illegalen
       Waffenhandel. Der mutmaßliche Betreiber Mario Rönsch wurde nun in Budapest
       verhaftet.
       
 (DIR) Razzia bei „Migrantenschreck“-Kunden: Zoll findet 13 illegale Schusswaffen
       
       14 Personen sollen auf der rassistischen Website „Migrantenschreck“ illegal
       Waffen gekauft haben. Bei einer Razzia fanden Zollfahnder nun 13
       Schusswaffen.
       
 (DIR) Mimikama wieder im Visier von Rechten: Private Daten veröffentlicht
       
       Erneut wird die Hoaxbusting-Seite „Mimikama“ aus dem Umfeld des rechten
       Online-Shops „Migrantenschreck“ diffamiert.
       
 (DIR) Netzwerk gegen Falschmeldungen: Fragliche Nachrichten melden
       
       Ein Bündnis aus 30 Medienunternehmen will gegen falsche Nachrichten
       vorgehen. Auch Facebook und Twitter sind dabei.
       
 (DIR) Umgang mit Breaking News: „Mut zur Langsamkeit“
       
       Terror, Amok – wie geht man in Zeiten von Social Media mit Nachrichten um?
       Drei PlanerInnen von der „Tagesschau“ erzählen.
       
 (DIR) Falschmeldungen im Netz: Teile und herrsche
       
       Aufregung, Klick, geteilt: Die meisten Nutzer lesen nicht mehr als die
       Überschrift. So können sich Fake-News leicht verbreiten. Das hilft Hetzern.
       
 (DIR) Hate Speech in sozialen Netzwerken: Auffangbecken für Facebook-Hetzer
       
       Facebook geht mittlerweile strenger mit rechten Inhalten um. Deshalb ist
       das russische soziale Netzwerk VK für Hetzer eine Ausweichmöglichkeit.
       
 (DIR) Monitoring-Bericht zu Hate-Speech: Die neue Dimension der Aluhüte
       
       Die rechte Hetze in sozialen Medien wendet sich von Flüchtlingen ab. Das
       System wird zur Zielscheibe. Das lockt auch junge Linke zu KenFM.
       
 (DIR) Debatte Rechtsextreme in Deutschland: Ihr Kampf geht weiter
       
       AfD, Pegida und rechte Publizisten setzen eine Strategie um, mit der die
       NPD immer scheiterte. Ihre Bewegung ist rechtsextrem und faschistoid.
       
 (DIR) Politische Ausrichtung der Montagsdemos: Mission links
       
       Stehen die neuen Montagsdemos politisch links oder rechts? Einige linke
       Aktivisten wollen die Teilnehmer nicht vorverurteilen und machen ihnen
       Angebote.