# taz.de -- 34. Spieltag Fußball-Bundesliga: Werder schafft Klassenverbleib
       
       > Stuttgart und Hannover steigen ab. Der angeschlagene SV Werder Bremen
       > rettet sich in der 88. Minute – und Eintracht Frankfurt muss in die
       > Relegation.
       
 (IMG) Bild: Noch mal Glück gehabt: Torschütze Anthony Ujah nach dem 1:0 für Werder Bremen
       
       BERLIN dpa | Der VfB Stuttgart ist erstmals seit 41 Jahren wieder aus der
       Fußball-Bundesliga abgestiegen. Die Schwaben verloren am 34. Spieltag mit
       1:3 beim VfL Wolfsburg und müssen wie Hannover 96 in die 2. Liga. Auch
       Eintracht Frankfurt droht noch der Absturz – die Hessen unterlagen nach
       dramatischer Schlussphase bei Werder Bremen mit 0:1 und müssen in die
       Relegation. Die Hanseaten schafften hingegen den direkten Klassenverbleib.
       
       Borussia Mönchengladbach sicherte sich durch das 2:0 bei Darmstadt 98
       endgültig Platz vier und den Startplatz in der
       Champions-League-Qualifikation. Der FC Schalke 04 trennt sich nach der
       Saison von Trainer André Breitenreiter und startet nach dem 4:1 bei 1899
       Hoffenheim wie auch der FSV Mainz 05 in der Gruppenphase der Europa League.
       Hertha BSC muss durch das 0:0 in Mainz in die Qualifikation zum
       zweitklassigen Europapokal.
       
       Der FC Bayern München feierte die 26. Meisterschaft standesgemäß mit einem
       3:1 über Hannover 96, Robert Lewandowski krönte sich mit 30 Treffern zum
       Torschützenkönig.
       
       VfL Wolfsburg – VfB Stuttgart 3:1 (2:0) 
       
       Lange Zeit war den Stuttgartern die Brisanz der Lage nicht anzumerken. Nach
       einem leidenschaftslosen Auftritt lag das Team von Trainer Jürgen Kramny
       durch die Gegentreffer von Maximilian Arnold (11.) und André Schürrle (29.)
       hinten. Erst nach dem Freistoßtor des zukünftigen Wolfsburgers Daniel
       Didavi (78.) kam noch einmal kurz Hoffnung für die Schwaben auf. Der zweite
       Abstieg der Vereinsgeschichte war jedoch spätestens durch den Bremer
       Siegtreffer gegen Frankfurt und das 3:1 von Wolfsburgs Schürrle in der
       Nachspielzeit nicht mehr zu verhindern.
       
       ## Werder Bremen – Eintracht Frankfurt 1:0 (0:0)
       
       Papy Djilobodji ist der gefeierte Held von Werder Bremen. In der 88. Minute
       stocherte der senegalesische Verteidiger den Ball über die Linie und
       sicherte den Hanseaten als Tabellen-13. den Klassenverbleib. Die Eintracht
       muss nach dem ernüchternden Saisonfinale als Tabellen-16. in die Relegation
       und spielt am 19. und 23. Mai gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Nürnberg.
       
       ## FC Bayern München – Hannover 96 3:1 (2:0)
       
       Beim letzten Auftritt von Trainer Pep Guardiola vor heimischem Publikum
       schossen sich die Bayern schon einmal für das Pokalfinale gegen Borussia
       Dortmund in einer Woche warm. Lewandowski traf aus zwölf Metern (12.) und
       knackte damit als erster Bundesliga-Profi seit Dieter Müller vor 39 Jahren
       die Marke von 30 Saisontoren. Bevor die Münchner die Schale zum
       historischen vierten Mal hintereinander erhielten, erzielte Mario Götze
       (28./54.) seinen ersten Doppelpack für die Bayern seit 15 Monaten. Artur
       Sobiech (66.) markierte nur noch den Ehrentreffer für den Absteiger.
       
       ## SV Darmstadt 98 – Borussia Mönchengladbach 0:2 (0:1)
       
       Erstmals seit mehr als einem halben Jahr feierte Gladbach wieder einen
       Auswärtssieg und beseitigte auch die letzten Zweifel am vierten Platz und
       dem Sprung in die Champions-League-Playoffs. Thorgan Hazard (31. Minute)
       und André Hahn (63.) erzielten die Treffer für die Gäste. Dem Aufsteiger
       tat die Niederlage nicht mehr weh, die Hessen hatten vor dem letzten
       Spieltag den Klassenverbleib perfekt gemacht.
       
       FSV Mainz 05 – Hertha BSC 0:0 
       
       Zum Abschied von Manager Christian Heidel erreichten die Mainzer erstmals
       direkt die Gruppenphase der Europa League. Bei den lange besseren
       Herthanern musste Niklas Stark in der 88. Minute mit Gelb-Rot vom Platz,
       nach dem Absturz der vergangenen Wochen muss der Hauptstadtclub schon Ende
       Juli wieder in der Europa-League-Qualifikation ran.
       
       1899 Hoffenheim – FC Schalke 1:4 (1:2) 
       
       Schon vor der Partie verkündete Breitenreiter seinen baldigen Abgang. Der
       neue Schalke-Manager Christian Heidel habe ihm „sehr offen und direkt“ die
       Entscheidung zur Trennung nach der Saison mitgeteilt. Augsburgs Markus
       Weinzierl bleibt heißer Kandidat für die Nachfolge. Dem neuen Trainer
       bleibt zumindest die Qualifikationsrunde zur Europa League erspart, als
       Fünfter startet Schalke kommende Saison in der Gruppenphase. Klaas-Jan
       Huntelaar (7.), Joel Matip (15.), Leroy Sané (56.) und Fabian Schär
       (89./Eigentor) trafen für die Gäste, Hoffenheims Mark Uth (41.) erzielte
       nur noch den Anschluss.
       
       Borussia Dortmund – 1. FC Köln 2:2 (1:2) 
       
       Der Tabellenzweite aus Dortmund verpasste eine gelungene Generalprobe fürs
       Pokalfinale gegen den FC Bayern. Nach der Führung durch Gonzalo Castro
       (11.) trafen Anthony Modeste (27.) und Milos Jojic (44.) für die Kölner.
       Marco Reus (75.) schaffte zumindest noch den Dortmunder Ausgleich. Als
       Neunter beendeten die Kölner erstmals seit 1992 die Saison auf einem
       einstelligen Tabellenplatz.
       
       FC Augsburg – Hamburger SV 1:3 (1:1) 
       
       Im womöglich letzten Spiel von Weinzierl als FCA-Trainer verabschiedeten
       die Augsburger den Coach mit einer Niederlage. Durch das 1:3 fielen die
       Schwaben im Mittelfeld der Tabelle noch hinter Hamburg zurück. Nach der
       Augsburger Führung durch Alfred Finnbogason (11. Minute) drehten Michael
       Gregoritsch (36./75.) und Nicolai Müller (62.) die Partie.
       
       Bayer 04 Leverkusen – FC Ingolstadt 3:2 (2:1) 
       
       Trotz eines ordentlichen Auftritts konnten die Ingolstädter ihrem Trainer
       Ralph Hasenhüttl vor dem Wechsel zu RB Leipzig kein erfolgreiches Ende
       seiner Amtszeit bescheren. Matthew Leckie (16.) brachte den Aufsteiger zwar
       in Führung, Charles Aranguiz (31.), Kevin Kampl (37.) und Stefan Kießling
       (62.) sicherten dem Champions-League-Starter aus Leverkusen aber den
       vierten Heimsieg in Serie. Moritz Hartmann (69.) erzielte per Foulelfmeter
       nur noch den Ingolstädter Anschluss.
       
       14 May 2016
       
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