# taz.de -- Diskussion um Facebook-Algorithmus: Ein Berg voll Zucker
       
       > Ex-Mitarbeiter werfen Facebook vor, konservative Nachrichten zu
       > unterdrücken. Jetzt meldet sich Gründer Mark Zuckerberg zu Wort.
       
 (IMG) Bild: Sieht keine Beweise für Manipulationen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
       
       Berlin taz | Endlich, der Chef mischt sich ein. Mark Zuckerberg teilt mit
       seinen Followern „some thoughts“ zu dieser wirklich unschönen
       Nachrichtenkrise auf Facebook. Frühere Mitarbeiter des von ihm gegründeten
       sozialen Netzwerks hatten [1][dem Technologieblog Gizmodo] berichtet, dass
       sie auf Anweisung Nachrichten mit konservativen Inhalten unterdrückt
       hätten.
       
       News über den Republikaner Mitt Romney oder Kentuckys Senator Rand Paul?
       Lieber nicht. Dafür sollen auf der Liste der aktuellsten und
       meistdiskutierten Themen auf Facebook, den „Trending Topics“, die nur im
       englischsprachigen Facebook angezeigt werden, Berichte über die
       [2][Antirassismusbewegung Black Lives Matter] gepusht worden sein.
       
       Jetzt tobt eine Diskussion darüber, ob und wie Facebook seine Nutzer
       manipuliert. Und Zuckerberg versucht [3][– natürlich auf seiner
       Facebookseite –] die Glaubwürdigkeit seiner Internetfirma zu wahren.
       Schließlich holen sich immer mehr der weltweit insgesamt 1,6 Milliarden
       Mitglieder ausschließlich bei Facebook ihre tägliche Nachrichtendosis ab.
       
       Allein fast zwei Drittel der US-Nutzer von Facebook und Twitter informieren
       sich hier über aktuelle News. Das ist ein riesiges Machtpotenzial. Dadurch,
       welche Nachrichten Facebook diesen Menschen anzeigt, kann die Seite deren
       politische Meinungsbildung beeinflussen.
       
       Doch Selfmademilliardär Zuckerberg versichert, Facebook sei eine „Plattform
       für alle Ideen“. Das Team des 31-Jährigen, der an dem Unternehmen noch 28
       Prozent hält, habe die Vorwürfe überprüft. „Wir haben keinen Beweis dafür
       gefunden, dass dieser Bericht wahr ist.“ Manipulationen? Nein. Er wolle
       doch nur die globale Gemeinschaft zusammenbringen und den Menschen im Netz
       eine Stimme geben – zumindest solange sie keine Nippel posten.
       
       13 May 2016
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] http://gizmodo.com/facebook-employees-asked-mark-zuckerberg-if-they-should-1771012990
 (DIR) [2] http://blacklivesmatter.com/
 (DIR) [3] https://www.facebook.com/zuck?fref=ts
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Andrea Scharpen
       
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